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 The Flower Kings (Schweden) "Paradox Hotel" CD

The Flower Kings - Paradox Hotel CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
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Label: Inside Out  (195 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 24.3.2006   (1294 verwandte Reviews)
Spieldauer: 136:1
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Progrock
Homepage: http://www.flowerkings.com
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Weitere Infos zu The Flower Kings:
REVIEWS:
The Flower Kings Paradox Hotel
The Flower Kings Meet The Flower Kings
The Flower Kings Unfold The Future
The Flower Kings Instant Delivery
The Flower Kings The Sum Of No Evil
Mehr über The Flower Kings in der Metalopedia
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Nachdem sich die Schweden auf unzähligen Soloalben wie Stolts nicht allzu glaubwürdigem Blues-Ausflug Wall Street Voodoo oder Bodins pathetischen Keyboard-Prog auf I Am ausgetobt haben, und nachdem Reingold bei Projekten wie Tangent den kuscheligen Bassteppich verlegt hat, pflegen sie auf ihrem ungefähr zwölften Album ihre Marotten mal wieder gemeinsam. Herausgekommen ist ein Doppelalbum, dem man deutlich anhört, dass die Flower Kings niemandem mehr gefallen müssen. Sie verweigern den Songs den letzten Schliff und versenken sie nicht wie sonst so oft in Harmoniegeblubber, sondern sie belassen sie schroff, unausgegoren – und vor faszinierenden Ideen strotzend.

Die Songs bleiben eckig, und hinter jeder Ecke warten neue Einfälle, unvorhersehbare Wendungen oder tolle Aussichten. Doch unzugänglich klingen sie nie, denn die Musiker haben ein instinktives Gefühl für Harmonie. Gerade in dieser ursprünglichen Art zeigen sie ihr wahres Können, indem sie nicht übertrieben weichgezeichnet spielen, sondern alle Einfälle einfach heraussprudeln lassen. Auf alten Platten scheint die Kreativität oft abgewürgt oder erstickt zu sein unter dem Willen, den Songs eine Eingängigkeit zu geben, die gar nicht sein müsste, die den Hörer nach meinem Empfinden sogar bevormundet. Auf Paradox Hotel emanzipieren sich die Musiker und hören auf, ihre Hörer zu unterschätzen, sodass die sich auch emanzipieren können.

Natürlich drehen sich die Jungs nicht um 180 Grad, sondern sie behalten den typischen Flower-Kings-Sound: Bestimmt wird der von Stolts großem Gitarrenspiel, Bodins phantasievoll-pathetischen Keyboards und Reingolds fluffigem Bass – naja, und Stolts Gesang mit dem Dynamikumfang eines Mittelwellenradios. (Schadeschade, Daniel Gildenlöw von Pain Of Salvation singt anders als auf der Adam & Eve von 2004 nicht mit.) Macht diesmal aber nichts, weil die Instrumente großartiges vollbringen, weil Stolt und die anderen Sänger auch stimmlich ab und zu mal was versuchen, und weil vielleicht ohne diese – durchaus emotional schlüssige – Konstanz einige Songs doch etwas haltlos wären.

Die Kreativität erhalten sich die Jungs über fast 140 Minuten, von denen jede einzelne spannend und abwechslungsreich klingt. Pro Song haben die Jungs mehr Ideen als manch anderer Band in ihrer ganzen Karriere einfallen. Sie zitieren dabei Progklassiker wie King Crimson oder Yes, erinnern (angenehm) durch häufige akustische Gitarren und Flöte an die alten Genesis, aber auch Doors-, Zappa-, Floyd- und Blues-Fans fühlen sich zu Hause. Wie ein Plagiat klingen sie dennoch nie, zumal viel moderner als die alten Helden. Ruhig und im Midtempo spielen sie – wer schnellere Ausbrüche und Metal-Riffs erwartet, wird enttäuscht.

Für mich ist Paradox Hotel die bisher beste Platte der Flower Kings. Während ich bei den alten Scheiben erwartungsvoll denke "eigentlich können die's doch", aber dann doch häufig nur verzweifelt an deren Schleimspur entlangschlidderte, ohne jeweils länger als ein paar Minuten wirklich gefesselt zu sein, höre ich jetzt zwei Stunden lang mit der wohligen Gewissheit zu: "ja, sie können's!"

 
Tracklist: Lineup:
1. Check In (Bodin) 1:37
2. Monsters & Men (Stolt) 21:21
3. Jealousy (Stolt) 3:22
4. Hit Me With A Hit (Stolt) 5:32
5. Pioneers Of Aviation (Stolt) 7:49
6. Lucy Had A Dream (Bodin/Stolt) 5:28
7. Bavarian Skies (Bodin/Stolt) 6:34
8. Selfconsuming Fire (Stolt) 5:49
9. Mommy Leave The Light On (Stolt) 4:38
10. End On A High Note (Stolt) 10:43

1. Minor Giant Steps (Stolt) 12:12
2. Touch My Heaven (Bodin) 6:08
3. The Unorthodox Dancinglesson (Stolt) 5:24
4. Man Of The World (Reingold/Stolt/Bodin) 5:55
5. Life Will Kill You (Fröberg) 7:03
6. The Way The Waters Are Moving (Bodin/Stolt) 3:12
7. What If God Is Alone (Reingold/Stolt/Fröberg) 6:58
8. Paradox Hotel (Stolt/Bodin) 6:29
9. Blue Planet (Stolt) 9:42

 
Gitarre, Gesang: Roine Stolt
Keyboard, Gesang: Tomas Bodin
Bass: Jonas Reingold
Gitarre, Gesang, Percussion: Hans Froberg
Schlagzeug: Marcus Liliequist
Percussion: Hasse Bruniusson

 
9.0 Punkte von kacior (am 23.03.2006)
 
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Progressive Metal, Heavy Metal, Melodic Metal, bisschen Gothic/Dark, aber auch ProgRock, Emo
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[ Seit dem 23.03.06 wurde der Artikel 5972 mal gelesen ]
 
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