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 Everfest (Deutschland) "Rising" CD

Everfest - Rising CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Gut
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufenswert


Label: Mausoleum Records  (100 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1970   (1294 verwandte Reviews)
Spieldauer: 55:00
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: progressiver Heavy Metal
Homepage: http://www.everfest.de/
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Everfest Rising
Everfest Everfest
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Ich muss schon sagen, dass ich reichlich überrascht bin, von Everfest mit einem Label Debüt beglückt zu werden. Zwar habe ich im letzten Jahr ihre eigens produzierte Mini CD ziemlich und zu recht gut bewertet. Doch im Stillen hielt ich ihren vom Hard Rock beeinflussten Heavy Metal für doch etwas zu altbacken, um heutzutage wirklich was reißen zu können. Man gut, dass es Labels wie Mausoleum Records gibt, denn ein breiteres Publikum hat die Musik dieser deutschen Formation allemal verdient. So kommen die Frankfurter denn auch zu einem amtlichen Infoschreiben, dem ich entnehmen kann, dass Marc Bugnard, der Produzent ihres Demos, früher einmal bei Roko gespielt hat. Eben jenes Demo kam in der Szene ziemlich gut an: Der Metal Hammer und das Wacken Team brachten Everfest auf das Billing des W:O:A ’04, im Rock Hard und im Italienischen Defenders of Steel Magazin wurde das Teil zum Demo des Monats und die Band schoss beim Wettbewerb „German Rock Music Awards“ auf Platz Zwei der Sparte „Hard & Heavy“. Grund genug für die Belgische Firma, die Frankfurter unter Vertrag zu nehmen. Die waren ihrerseits schon wieder im Studio und nahmen das vorliegende Langeisen auf. Mausoleum boten dafür einen weltweiten Deal und die Hessen schlugen ein. Nun geht die Post ab für Everfest. Als nächstes steht beispielsweise ein Auftritt auf der bulgarischen Version des Monsters of Rock auf dem Plan. Aber das ist Zukunftsmusik. Jedenfalls freut einen Kritiker nichts mehr, als wenn er eine Band, dessen Demo er mit einer ordentlichen Punktzahl nach Hause geschickt hat, als neues Pferdchen im Stall eines renommierten Labels wiedersieht. Hören wir also mal, was „Rising“ zu bieten hat.

Los geht es mit einem schönen Schrei und powerproggigem Riffing. Leider kann der Gitarrensound von Beginn an nicht wirklich überzeugen. Dafür der Refrain des Openers, das folgende Gitarrensolo und der ruhige Zwischenpart. Everfest langen mit starkem Songwriting zwischen anspruchsvollem Hard Rock und zurückhaltendem Progressive Metal mächtig hin. "See me rising" erinnert an Savatage zur „Handful of rain“ Phase. Besonders in der gelungenen Strophe kommt der balladeske Power Metal dieses Tracks sehr gut zur Geltung. Im Refrain zeigt sich die Band allerdings deutlich moderner. Eine mächtige Double Bass und ein noch fetterer Bass ballern bei "Prophets of hate" drauflos, bis die eher intellektuelle Strophe beginnt. Diese Parts gehen sehr stimmig ineinander über, und ein erneut saustarker Refrain komplettiert meinen ersten Anspieltipp. "Who knows" beginnt wieder balladesk, entwickelt jedoch sogleich enorm viel Drive und entpuppt sich als waschechter Rocker. Mit dem zusammengewürfelten "Fire" haben wir unseren ersten Ausfall. Bei (sechs) packt Sänger Andy Sommer endlich die Rockröhre aus. Erneut fühle ich mich an Savatage erinnert, allerdings zu einer deutlich früheren Phase als noch bei "See me rinsing". "Something to believe" ist ein Hammersong: Trotz seiner Heavy Vibes mit Ohrwurmcharakter entwickelt er einen sehr melancholischen, beinahe sehnsüchtig klingenden Refrain. So soll es sein, hier wird alles gegeben. Mit "Breathe" kommt dann endlich die längst überfällige Ballade. Das Zwischenspiel "Change Part 1" leitet kurioser Weise "Change Part 2" ein, dessen Struktur auf dem ersten Blick zwar komplex wirkt, sich bei genauerem Grübeln jedoch als ziemlich berechenbar entpuppt. Der erstklassige Speedster "The fall" wird leider von dem anschließenden zerfahrenen "New crusader" etwas zerschossen. Und die wenig romantische Abschlussballade "I want to save you" entlässt uns mit unspektakulären, doch durchaus hörbaren Klängen.

Auf „Rising“ überzeugen insbesondere die Vocals von Frontmann Andy, der sich zu einer interessanten Mischung aus James LaBrie, Tobi Sammet und Joey Tempest entwickelt hat. Er erreicht zwar nicht die Klasse auch nur eines dieser Ausnahmesänger, wirkt als ganzes jedoch stimmig. Absolutes Highlight ist die Leistung des Bassers, der stets für den notwendigen Punch sorgt.

Das neue Everfest Album bietet somit eine sehr eigenständige Mischung aus Hard Rock, Prog Metal und modernem Power Metal. Ich hoffe, dass es für diese Art von Musik eine Käuferschicht gibt. Von mir gibt es allein wegen der durchweg gelungenen Refrains eine Empfehlung.

 
7.0 Punkte von Christian (am 21.04.2006)
 
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[ Seit dem 21.04.06 wurde der Artikel 5285 mal gelesen ]
 
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