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 Celtic Frost (Schweiz) "Monotheist" CD

Celtic Frost - Monotheist CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
Eine Kaufaufforderung :)!!


Label: Century Media  (400 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 68:20
Musikstil: keine Angabe   (1140 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Avantgarde Metal
Homepage:
Weitere Links: http://www.centurymedia.de
 Leserwertung
9 von 10 Punkten
bei 6 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Celtic Frost:
REVIEWS:
Celtic Frost Monotheist
Mehr über Celtic Frost in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

C-E-L-T-I-C F-R-O-S-T … man muß sich wirklich jeden Buchstaben einzeln auf der Zunge zergehen lassen, wenn es um die Schweizer Pioniere des Death- und Black Metals geht, die 1984 aus den kultigen HELLHAMMER hervorgegangen sind.
Um die Jungs um Tom „Warrior“ Gabriel Fischer war es lange Jahre ruhig gewesen – ein Comeback-Versuch oder besser: ein versuchtes Anknüpfen an die glorreichen Jahre zuvor ging Anfang der 90er Jahre einigermaßen schief – aber es spricht ganz klar für ihre Frühwerke, daß sie auch heute noch in aller Munde sind und sofort ein jeder aufhorcht, wenn sich anhand des vorliegenden neuen Albums „Monotheist“ die Band mit der ersten regulären Veröffentlichung seit 14 Jahren zurückmeldet.

Genug der langen Vorrede – wenden wir uns lieber dem Jahr 2006 zu ... und „Monotheist“:
Gleich der erste Track auf dem Album, an welchem die Recken schon seit 2001 arbeiten, läßt Reminiszenzen an die guten alten Zeiten sich manifestieren: Ein brachial markantes Riff, gefolgt von einem dieser unnachahmlichen „Uuuuhhh !“-Urschreie.

Es folgt auf knapp 70 Minuten ein ganzes Sammelsurium harter, aber auch verträumter, melancholischer und teilweise episch-orchestraler Songs.
Die Bandbreite und Variabilität hierbei ist ungeheuerlich und man braucht eine ganze Weile, um überhaupt einigermaßen zu ermessen, was alles auf dem Silberling drauf ist.
Hier ein paar erste sich festsetzende Eindrücke eines Albums, welches bei mir noch etliche Durchläufe brauchen und auch bekommen wird:
‚Drown In Ashes’ ist einf ast schon hypnotischer psychedelischer Trip in die Abgründe der eigenen Seele, mit wabernden Soundstrukturen, einer eher gothic-mäßigen Trauerstimme von Tom, welcher von einer Engelsstimme unterstützt wird – traumhaft !
‚ Os Abysmi Vel Daath’ ist beinahe noch abgedrehter, dafür jedoch mit einer mächtigen, alles niederwalzenden Gitarrenwand im Hintergrund und einem sich in Höchstform befindlichen Tom am Mikrofon – jetzt weiß ich, woher NILE die Inspirationen für ihre brachialsten und finstersten Stücke hernehmen ...
Bei der mit brechender Stimme – und wieder mit Engelsbegleitung – vorgetragenen Weise ‚Obscured’ könnte man meinen, CELTIC FROST hätten auch den Gothic (Metal) erfunden ... („Wer hat’ s erfunden !?“).
‚Domain Of Decay’ ist einer jener Tracks, welche die zwei Jahrzehnte augenblicklich vergessen lassen – dieser Ultraheavy-Song könnte so auch auf den frühen Alben gestanden haben !
Gleiches gilt für das großartige ‚Ain Elohim’, welches eine faszinierende orchestrale Grundstruktur aufweist.

Die letzten drei Stücke aber – unter der Klammerung „Triptych“ zusammengefaßt – sind nicht von dieser Welt, sondern stammen direkt aus den tiefsten Schlünden der Hölle, in welche wir 1987, als „Into The Pandemonium“ herauskam, schon einmal einen ehrfüchtigen Blick werfen durften:
‚Totengott’ ist eine hörspielartige bedrohliche Anrufung archaischer Dämonen, welche sich dann auch nicht lange bitten lassen und sich prompt einfinden. Die teils hysterisch geschrien, teils gekeift aus tiefstem Seelenschlund abgeonderten Beschwörungklumpen gehen bis an die Grenze des Erträglichen und wohl auch von Toms Stimmbändern. Außerdem lassen sie ähnliche Vokalorgien eines Dani Filth aussehen wie einfache Kiindergartenlieder.
Aber dann kommt es: Das fast viertelstündige Opus ‚Synagoga Satanae’ ist das extremste, bis ins Mark aufwühlende Stück Extrem-Metal, was ich seit langem gehört habe: „Das Omen“-ähnliche Chöre und dissonante Gitarren im Hintergrund werden von einer fiesen sägenden Ultraheavy-Leadgitarre abgedrängt, Toms mächtiger Bariton setzt ein, und eine Kaskade toller Riffs, Breaks, „Uuuhh !“-Schreien usw. nach der anderen prasselt auf den Zuhörer herab, welcher, nicht vorgewarnt, den Mund vor lauter ehrfürchtigem Staunen nicht mehr zubekommt.
Dieses Stück für sich genommen ist dermaßen epochal, bis in die Grundfesten erschütternd und rechtfertigt alleine schon den Kauf des Albums.
Den Abschluß bildet dann ein zeitlos traurigschönes, rein klassisches Requiem, etwa im Stile der Franzosen ELEND.

Spätestens jetzt steht fest, daß die Meister zurück sind – und wie !
CELTIC FROST knüpfen mit “Monotheist” genau da an, wo sie weiland vor 19 Jahren mit „Into The Pandemonium“ aufgehört hatten und das ist gut so ... und es ist immer noch / wieder wegweisende Avantgarde.
Meines Erachtens können sie die Klasse von „To Megatherion“ und „Into The Pandemonium“ (für mich das erste eigentliche Avantgarde-Metal-Album und seiner Zeit ebenso weit voraus wie 1967 die Beatles mit ihrem Sgt. Peppers-Album) noch nicht ganz erreichen, aber die Richtung stimmt schon mal. Außerdem haben sich die Zeiten in den beiden letzten Dekaden geändert.
Unter diesen Gesichtpunkten, aber auch ganz objektiv ist „Monotheist“ ein absolut hochklassiges Album geworden, ein erstes Lebenszeichen einer hoffentlich in voller Pracht wiederaufflammenden zweiten Karriere der keltischen Frostbeulen.
Das lange Warten hat sich absolut gelohnt !!! – 9 Punkte.
Uuuhhh !!!


Tracklist:
01. Progeny
02. Ground
03. A Dying God Coming Into Human Flesh
04. Drown In Ashes
05. Os Abysmi Vel Daath
06. Obscured
07. Domain Of Decay
08. Ain Elohim
Triptych:
09. Totengott
10. Synagoga Satanae (Anwärter auf den Songtitel des Jahres ! – Anm. d. Verf.)
11. Winter (Requiem, Chapter Three: Finale)

Line-Up:
Tom Gabriel Fischer: vocals, guitars
Martin Eric Ain: bass, vocals
Franco Sesa – drums

Diskographie:
1984: “Morbid Tales”
1985: To Mega Therion
1987: Into The Pandemonium
1988: Cold Lake
1990: Vanity / Nemesis
1992: Parched With ThirstAm I And Dying
2006: Monotheist





 
9.0 Punkte von WARMASTER (am 24.05.2006)
 
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