METALGLORY Archiv

zur neuen METALGLORY Webseite
 
Reviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 Section A (Dänemark) "Parallel Lives" CD

Section A - Parallel Lives - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Lion Music  (148 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 27.2.2006   (1294 verwandte Reviews)
Spieldauer: 57:36
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Melodischer Gitarren-Progmetal
Homepage: http://www.torbenenevoldsen.com/sectiona
 Leserwertung
0 von 10 Punkten
bei 0 Stimmen
 

Um selbst abzustimmen bitte einloggen!


Weitere Infos zu Section A:
REVIEWS:
Section A Parallel Lives
Section A Sacrifice
Section A The Seventh Sign
Section A Wall Of Silence
Mehr über Section A in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Bisher dachte ich immer, aus Dänemark käme nichts außer Lebensmittel mit interessanterer Farbe als Geschmack, naja, und Lego natürlich. Doch Multiinstrumentalist Torben Enevoldsen belehrt mich eines Besseren: Auch beim Metal wissen sie, was sie tun. Enevoldsen ist ein Selfmade-Gitarrist mit Vorbildern wie Yngwie Malmsteen, der mit einigen Instrumentalplatten angefangen hat, auf denen er auch Bass und Keyboards gespielt hat. 2001 hat er dann eine Band gegründet. Mit Parallel Lives kommt nun nach der 2003er-Scheibe The Seventh Sign die zweite Platte der Section A genannten Truppe dabei heraus.

Als Sänger hat er Andy Engberg ins Boot geholt, eine schwedische Rockröhe mit viel Druck und Variation im 80er-Background, Frontmann von Lion's Share. Auf der ersten Platte schlug Andreas Lill von Vanden Plas die Drums, was aus Zeitgründen nicht nochmal funktionierte. Auf der neuen Scheibe kommt, ebenfalls von Lion's Share, Johan Koleberg zum Einsatz. Bassist Pontus Egberg steht nur auf der Gästeliste, ebenso der nur bei drei Songs klimpernde Keyboarder Mats Olausson.

Mit Hunted glückt den Jungs ein angenehm rotziger Start mit eingängigem Refrain. Die sägende Rhythmusgitarre bestimmt den Sound, bleibt aber dezent, kein bisschen penetrant. Dann beginnt ein anfangs tiefstapelndes Solo, das kann unerwartet mit frischen Ideen punktet. Trotz Refrain-Wiederholungen am Ende überwiegt die Freude. The Gift beschenkt den Hörer mit einem weiteren erfrischenden Solo direkt zu Beginn, dann erzählen ein paar Gitarren und später der Sänger Geschichten. Erinnerungen an Poverty's No Crime und deren Vorbilder tauchen auf, aber der Rotzgesang in Whitesnake-Nähe und die (im positiven Sinn) lustige Gitarre unterdrücken jeden Gedanken an Plagiatismus. Ein melodiöser Bass, eine schöne Akustikgitarre und eine neue Seite des Sängers beginnen Awakening; Lotta Malmström als Sängerin einiger Zeilen macht eine gute Figur, später beide zusammen. Bei Dark Alliance legen die Jungs sogar noch Kohlen nach und basteln deutlichere Prog-Einflüsse ein. Minutenlange zwischen Keyboard und Gitarre wechselnde Soli runden das Stück ab – keine Spur von Langeweile trotz fast elf Minuten Spielzeit. Auch Moments of Truth hält die Qualitäten hoch, diesmal wieder ohne Orgel. Bei Hoping for a Miracle wiederholt sich das Wunder der Keyboard-Soli, sehr gelungen. Als gefühl- und druckvolle Progmetalballade mit schön kompliziertem Rhythmus und aufwendigem Schlagzeug kommt Changing the Past. Bei Beginning Of The End fließt ein bisschen Operntouch und Chorgesänge ein, für meinen Geschmack noch erträglich. Die Keyboards sind wieder da, was dem Song gut tut. Und mit einem fetten Paukenschlag endet dieses Album.

Auf den ersten Blick spielen die Jungs nichts, was man nicht schon gehört hat, aber sie pfeffern die Songs mit so viel Frische, Spielfreude und unzähligen überraschenden Detailideen, dass doch was Neues, Eigenständiges und überaus Hörenswertes entsteht. Den 80er-Metal haben sie entstaubt, restauriert, frisch angestrichen, lässig vergrooved und gekonnt angeproggt. Zwar wiederholen sie ihre Refrains häufig, aber die sind so schön und vor allem lang, dass das kaum stört.

Selten habe ich eine Platte eines großen Saiten-Egos gehört, die so vollgepfropft mit Gitarren ist, ohne nervig zu klingen, sondern die mit jeder Note überzeugt und fasziniert. Enevoldsen ist es gelungen, Gesang und Schlagzeug neben seiner Gitarre zu dulden und ihnen beim Songwriting die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen – sie sind weit mehr als nur Beiwerk für seine Kunst, sondern integriert. Die Platte enthält damit weit mehr als nur interessante Gitarrenarbeit, sondern tatsächlich komplette und komplexe Songs. Keyboards und Bass gehen beim überschwänglichen Gitarrengewitter allerdings weitgehend unter, bis auf die drei Songs mit Mats Olausson. Die Produktion kommt sehr transparent, nichts geht unter, nie steht das falsche Instrument im Vordergrund.

Momentan trägt Enevoldsens phantasievolle Gitarrenarbeit und Engbergs angenehmer Gesang die Songs prima, unterstützt vom fähigen Drummer. Doch die gelungensten Stücke sind die mit dem Gast-Keyboarder – das gibt einfach noch mehr Pfeffer. Das sollten sie öfter wiederholen, dann werden sie unwiderstehlich.

 
Tracklist: Lineup:
1. Hunted 5:18
2. The Gift 7:36
3. Awakening 6:17
4. Dark Alliance 10:46
5. Moment Of Truth 5:17
6. Hoping For A Miracle 9:20
7. Changing The Past 5:18
8. Beginning Of The End 7:40

 
Gitarre: Torben Enevoldsen
Gesang: Andy Engberg
Schlagzeug: Johan Koleberg
Bass: Pontus Egberg
Keyboards: Mats Olausson

 
8.0 Punkte von Jockel (am 24.06.2006)
 
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

Deine Meinung zu dem Review:

benachrichtigt mich, wenn auf meinen Beitrag eine Antwort geschrieben wurde.
 
Du musst angemeldet und eingeloggt sein, um Deine Meinung zu dem Review zu posten!
Noch kein Account bei Metalglory?! - Anmelden!


musikalischer Background des Verfassers
Progressive Metal, Heavy Metal, Melodic Metal, bisschen Gothic/Dark, aber auch ProgRock, Emo
X   Aktuelle Top6
1. Dream Theater "Systematic Chaos"
2. Breed 77 "In My Blood"
3. Pure Reason Revolution "The Dark Third"
4. Retroheads "Introspective"
5. Thessera "Fooled Eyes"
6. Prymary "The Tragedy Of Innocence"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Genesis "Nursery Crime"
2. Evergrey "The Inner Circle"
3. Pink Floyd "Animals"
4. Pain Of Salvation "Remedy Lane"
5. Dream Theater "Awake"
6. Oceansize "Effloresce"

[ Seit dem 24.06.06 wurde der Artikel 5284 mal gelesen ]
 
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2018 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Datenschutz   |   Kontakt   |   Impressum