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 Trollech (Tschechien) "Skryti V Mlze" CD

Trollech - Skryti V Mlze - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Ketzer Records  (28 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1.5.2006   (1294 verwandte Reviews)
Spieldauer: 40:42
Musikstil: Black Metal   (1391 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Forest Black Metal
Homepage: http://www.trollech.com
 Leserwertung
8.5 von 10 Punkten
bei 2 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Trollech:
REVIEWS:
Trollech Skryti V Mlze
Trollech Trollech Vs. Heiden (split-cd)
Mehr über Trollech in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Der erste Kontakt mit den Tschechen Trollech war ein, sagen wir durchwachsener: Da präsentierten sich doch zwei stolze Tschechen auf ihrem ersten Demo „Dech pohanskych vetru“ in gehörnten (!!) Wikingerhelmen (!!) im Hägar-Stil und hießen uns in ihrer Welt willkommen. Sowohl dieser Umstand als auch das Intro mit dem – zugegebenermaßen lustigen – Titel „Introllech“ ließen weniger auf Ernsthaftigkeit, denn auch parodistische Züge schließen, weshalb ich die Formation für lange Zeit wieder in die hintersten Ecken meines blackmetallischen Gehirnabschnittes verfrachtete. 2006 sollte sich dies ändern. Gottlob! „Skryti v mlze“ heißt das nunmehr vierte Studioalbum der tschechischen Black Metaller und es hat sich seit dem ersten Gehversuch so einiges getan: „Forest Black Metal“ hat sich das mittlerweile wieder auf ein Duo geschrumpfte Gespann (der Gitarrist Johannes stieg nach den Aufnahmen zum vorliegenden Longplayer aus) auf die Banner geschrieben und soll als weitere Genrebezeichnung unkommentiert bleiben. Wichtiger ist ja auch die Musik, und da gibt es weitaus mehr Positives zu vermelden, als bei den seltsamen Zeichnungen im Booklet (ansonsten einwandfrei: Alle tschechischen Texte finden sich auch in englischen Übersetzungen) oder den völlig überzogenen Poserfotos. Die ersten beiden Stücke holzen flott und wild durchs Gehölz, erinnern jedoch stellenweise frappierend an das schwedische Überschallkommando Marduk, was den Auftakt zu „Skryti v mlze“ zwar musikalisch erstklassig, jedoch alles andere als originell gestaltet. Auch der Gesang lässt stellenweise (zu) starke Reminiszenzen an ex-Marduk-Sänger Legion aufkommen und beinahe ist man versucht, Trollech und ihren „Forest Black Metal“ ins Reich der unnötigen Hyperspeed-Combos abzuschieben, doch - siehe da! – „Zeme obru“ („Land of the giants“) lässt zu Beginn anmutige Akustikgitarren erklingen und auf einmal ist sie da, diese rohe, entrückte Atmosphäre, die man sich unter dem sehr naturverbundenen „Forest Black Metal“ eigentlich vorstellt. Auf scheinbar magische Weise hebt sich auch der Wualitätsstandard der Musik von diesem Moment an merklich und die anfänglichen Marduk-Plagiatsvorwürfe zerstreuen sich schneller als trockenes Laub im Wind. Von nun an zeigen Trollech, wie faszinierender, archaischer und dennoch aggressiver Black Metal zu klingen hat, zitieren Skyforger in Sachen Rhytmik, Bathory in Sachen Epik und fügen auch eine gewisse Prise wohlgemutes Folk-Gefühl ganz im Stile er Suffköpfe Finntroll hinzu. Geradezu majestätisch bauen Trollech ihre Songs auf, die mit heiserem Krächzen vorgetragenen tschechischen Texte sorgen zudem für das nötige Quäntchen Faszinosum. Abwechslungsreich wie wenige andere Truppen gehen die Tschechen zu Werke, integrieren dunkle Männerchöre, akustische Gitarren und erhabene Momente naturbelassener Poesie in ihre Musik, scheuen sich jedoch auch nicht vor stellenweise meterdickem Pathos und lassen die Leadgitarren schrill aufheulen. Insbesondere der letzte Song steht dabei beinahe exemplarisch für das Können Trollechs: Immer wieder wird der epische Song von klaren Akustikgitarren unterbrochen, beinahe unerlässlich steigert sich die Epik, bis das große Finale alle Spannung löst. Angesichts der ersten beiden – wie gesagt handwerklich hervorragenden – Songs hätte man ein solches Manifest puren Black/Pagan Metals mit gehörigem Folkanteil nicht erwartet, umso schöner war die Überraschung, als Trollech richtig loslegten. Bravo!
 
Tracklist: Lineup:
1. Skryti v mlze (Hidden in the fog)
2. Volam do lesu (I call into forests)
3. Zeme obru (Land of the giants)
4. Stromy jsou v nas (Trees are in us)
5. Zelena ruka jara (A green hand of spring)
6. Mlha nad Peklovskym potokem (Fog over Peklov stream)
7. Ljesi
8. Z kotle popijej (Drink from the cauldron)
9. Kdyz setka se voda s mrazem (When water meets frost)
10. Vsem bude skryto tajemstvi (The secret will be hidden to all)
 

 
8.0 Punkte von Björn Springorum (am 10.07.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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5. In Flames "Reroute To Remain"
6. Yann Tiersen "Die fabelhafte Welt der Amelie"

[ Seit dem 10.07.06 wurde der Artikel 5087 mal gelesen ]
 
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