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 Iron Maiden (Großbritannien) "A matter of life and death" CD

Iron Maiden - A matter of life and death - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: EMI  (97 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 25.8.2006   (1294 verwandte Reviews)
Spieldauer: 72:04
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: klassischer Heavy Metal
Homepage: http://www.ironmaiden.com
 Leserwertung
8.5 von 10 Punkten
bei 14 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Iron Maiden:
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LIVE-BERICHTE:
Iron Maiden vom 14.12.2006
Mehr über Iron Maiden in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Wieso gebe ich der neuen Iron Maiden Scheibe zehn Punkte und hebe sie damit auf eine Stufe mit „The number of the beast“ und „Powerslave“?. Das ist ganz einfach: Ich finde „A matter of life and death“ richtig geil. Für mich sind die eben genannten Alben zwar auch und selbstverständlich Meilensteine der Heavy Metal Geschichte. Doch mein absoluter Favorit der Maiden Discographie ist „Seventh son of a seventh son“. Und mit diesem Album lässt sich der neue Maiden Output durchaus vergleichen, auch wenn diesmal keine Story als Konzept zugrunde liegt. „A matter of life and death“ setzt da an, wo „Seventh son“ aufgehört hat. Nicht konsequent. Das Album greift in seltenen Momenten vereinzelte Motive der etwas schwächeren Outputs „No prayer for the dying“ und „Fear of the dark“ auf. Beispielsweise im eingängigen Opener „Different world“. Doch selbst dann gehen die Briten ein paar Schritte weiter, als sie es vor dem Ausstieg von Bruce Dickinson gewagt haben. „Different world“ ist der Song, der „Tailgunner“ oder „Wildest dreams“ hätte werden sollen. So verhält es sich auch mit den eher ausgedehnten, für „A matter of life and death“ eigentlich charakteristischen Kompositionen. Allen voran die erste Single „The reincarnation of Benjamin Breeg“. Über diesen Song habe ich ja schon im Review der Auskopplung eine Menge geschrieben. Dennoch kann ich mich hier nicht zurückhallten. Inzwischen hat sich „Breeg“ zu einem echten Highlight meiner Maiden Sammlung entwickelt. Bei jedem neuen Durchlauf der gesamten Scheibe halte ich an dieser Stelle inne und höre immer wieder genau hin. Was Maiden mit diesem Song geschaffen haben, ist efür die Ewigkeit gedacht. „The reincarnation of Benjamin Breeg“ lässt dich einfach nicht mehr los. Wenn du ihn abends bei einem gemütlichen Glas Whisky auflegst, begleitet er dich am nächsten Tag überall hin. Und das ist wahrlich nicht der einzige Höhepunkt auf „A matter of life and death“. Das Album greift die genialen Ansätze von epischen Maiden Hymnen wie „Alexander the great“, „Rhyme of the ancient mariner“, „Seventh son of a seventh son“ oder „Dance of death“ auf und treibt diese zur Perfektion. So werden insbesondere der Titelsong des Vorgängers und dessen Hit „Paschendale“ zu einer Art Sprungbrett für „A matter of life and death“. Maiden erschaffen aus komplexen musikalischen Gedankengängen Heavy Metal Denkmäler. Dies gelingt der Band durch geniale Gitarrenmelodien und den allumfassenden Gesang, der sich wie eine Haut um den gewaltigen instrumentalen Korpus schmiegt. Bruce Dickinson singt wie ein goldener Gott. Der wohl beste Heavy Metal Sänger aller Zeiten treibt seine Stimme auf „A matter of life and death“ ans Limit. Und das in Sachen Tonumfang, Interpretation und Variablilität. Das Album hält jedoch eine weitere echte Überraschung bereit: Maiden haben satte Riffs mit enormem Wiedererkennungswert erdacht. So etwas hätte ich von Black Sabbath erwartet, aber nicht von Iron Maiden, deren Gitarren immer eher auf Melodiespiel gesetzt haben und im Rhythmusbereich bisher unter der Knute von Steve Harris standen. Nicht so auf dem neuen Album. Die drei Klampfer präsentieren uns an ausgesuchten Punkten verflucht markante Riffs, die den einzelnen Songs echten Charakter verleihen und selbst ausschweifende Kompositionen in Verbindung mit Gänsehautmelodien im Lead Bereich und im Gesang zu einem extrem kurzweiligen Vergnügen machen. Wer jetzt aber meint, dass sich Steve Harris zurückhält, der hat weit gefehlt. Die wieder einmal herausragende Leistung des Überbassisten ist stets präsent. Das bringt mich zu dem famosen Sound des Albums. Angeblich beschloss Steve Harris nach Fertigstellung der Produktion von Kevin Shirley, dass diese so gut sei, dass man auf einen Endmix verzichten könne. Was ihn auf diese Idee gebracht hat, kann ich mir schon denken: Trotz der Freiräume, die er den Rhythmusgitarren diesmal lässt, kommt sein Bass super zur Geltung. Und das ist wie immer gut so. Auch der Verzicht auf den Endmix erweist sich als goldrichtige Entscheidung. Als ich zum ersten Mal diese News gelesen hatte, befürchtete ich ein ähnliches Desaster wie bei Metallica und „St. Anger“. Zum Glück ist es so nicht gekommen. Ganz im Gegenteil. Die Rhythmusgitarren klingen mega fett, die Leadgitarren klar und melodiös. Steve Harris galoppiert seinen Bass im aktuellen Soundgwand präziser denn je durch die Songs. Und als sei dies alles nicht schon genug, klingt auch noch das Schlagzeug so geil wie selten zuvor. Es ist nicht nur hohles Gerede, wenn die Musiker vom besten Maiden Sound überhaupt reden. Wobei das letztendlich immer Geschmackssache bleibt.

Schauen wir aber endlich auf die Songs: Über den Opener und die erste Single wurde an dieser Stelle wohl erst einmal genug geschrieben. Greifen wir uns also die ersten Hitkandidaten. Da wäre zum Beispiel „These colours don’t run“, der fast schon zu den schwächeren Songs der CD zählt. Und dennoch überzeugt er mit einem typischen Maiden Refrain und einem grandiosen Instrumentalteil, der von ungewöhnlich viel Keyboard eingeleitet wird. „Brighter than a thousand suns“ entwickelt sich sehr dynamisch und intensiv. Dies ist einer dieser fast sperrig wirkenden Songs, die man sich öfter anhören muss und die dann ihren wahren Reichtum offenbaren, „The pilgrim“ ist ein echter Iron Maiden Megahit mit einem ähnlichen Potential wie „The wickermann“, ohne dessen urwüchsige Power zu entfalten. Insbesondere der orientalische Übergang nach dem Refrain kommt in Verbindung mit dem gewaltigen Dumming völlig geil. „The longest day“ ist die erste längere Komposition, die man als Epos bezeichnen kann. Von diesem Kaliber werden noch ein oder zwei weitere kommen. Aber hier wird der Anfang gemacht. Der Song entwickelt sich dramatisch und reißt von Beginn an mit. Das folgende „Out of the shadows“ wurde im Vorfeld hier und da mit „Tears of the dragon“ verglichen. Da ist schon was dran. Beide Songs sind balladesk, die Refrains haben ein ähnliches Feeling und die jeweiligen Instrumentalteile scheinen nicht zum Rest zu passen. „Tears...“ ist jedoch ein Musikstück, wie es in zwanzig Jahren nur einmal entsteht und damit eine ganze Klasse besser als das trotzdem gelungene „Out of the shadows“. Der bereits abgehandelten Singleauskopplung „The reincarnation of Benjamin Breeg“ folgt das über neun Minuten lange, mit fetten Chören versehene „For the greater good of God“, das trotz seiner Länge verflucht gut ins Ohr geht. Etwas kritisch veranlagte Zuhörer könnten an dieser Stelle über mangelnde Abwechslung klagen, denn der Track hält wenig Überraschungen bereit und kann quasi bereits nach den ersten Takten umrissen werden. Doch was dem einen sein Leid, das ist dem anderen seine Freud. Mir macht der Song Spaß. „Lord of light“ wirkt nach den ganzen Krachern ein wenig langatmig, glänzt aber mit einem tollen Mittelpart zwischen Emotion und Aggression. Abgeschlossen wird das neue Iron Maiden Meisterwerk wie schon so viele (wenn auch nicht alle) seiner Vorgänger mit dem epischsten Song des Albums. „The legacy“ behauptet sich mit einer unglaublichen Dramaturgie, überragenden Melodien, vielen Überraschungen und einer ergreifenden Vorstellung von Bruce Dickinson als absolutes Highlight von „A matter of life and death“.

Mir liegt die Scheibe übrigens als Limited Edition mit einer Bonus DVD vor. Die enthält ein etwa halbstündiges Making of, das erfreulich erdige Video zu „The reincarnation of Benjamin Breeg“, einen Studio Clip zu „Different world“ und eine Fotogalerie zum Studioaufenthalt. Schöne Sache, das.

Aber was macht nun einen Klassiker aus? Ein Klassiker ist für mich ein Hammeralbum, an das man sich auch nach zehn oder zwanzig Jahren erinnert und das zudem einen entscheidenden Punkt in der Geschichte einer Band oder noch besser in der Geschichte der Musik an sich markiert. Was macht also „A matter of life and death“ zum Klassiker? Der beste Maiden Sound seit vielen Jahren. Epische Melodieführungen und charismatisches Riffing, die Songs in progressiven Strukturen zu zeitlosen Monumenten formen. Ein Bruce Dickinson in der Form seines Lebens. Ein rasender Steve Harris. Eine unglaubliche Intensität. Und die Tatsache, dass Iron Maiden mit diesem Album ihren Reunion Prozess zu einem strahlenden Ende bringen. Oft sagt man, dass das dritte Album einer Band den zukünftigen Werdegang entscheidet. So ist es in etwa auch für Iron Maiden nach der Rückkehr von Bruce Dickinson und Adrian Smith. „Brave new world“ war ein Kracher – ein Comback / Reunion Album mit der Urgewalt eines Debüts. „Dance of death“ war eine Suche nach neuen Wegen. Mit dem Unterschied zu Newcomern, dass die Grundsteine dafür bereits in der Vergangenheit gelegt wurden. Auf „A matter of life and death“ beschreiten Iron Maiden diese Pfade mit breiter Brust und erhobenem Haupt. Geniestreiche wie „The legacy“, „The longest day“ und „The reincarnation of Benjamin Breeg” wird man in vielen Jahren noch spielen. Und man wird sich daran erinnern, dass sie einem Album entstammen, dass Iron Maiden dahin zurück gebracht hat, wo diese Band hingehört. Iron Maiden erobern mit „A matter of life and death“ den Thron des Heavy Metal endgültig zurück.
 
Tracklist: Lineup:
CD:

01. Different World
02. These Colours Don't Run
03. Brighter Than a Thousand Suns
04. The Pilgrim
05. The Longest Day
06. Out of the Shadows
07. The Reincarnation of Benjamin Breeg
08. For the Greater Good of God
09. Lord of Light
10. The Legacy

DVD:

01. The Making Of "A Matter Of Life And Death"
02. "The Reincarnation of Benjamin Breeg" (Video)
03. "Different World" special studio footage
04. Foto Galerie


 
Gesang: Bruce Dickinson
Bass: Steve Harris
Gitarre: Dave Murray
Gitarre: Adrian Smith
Gitarre: Janick Gers
Drums: Nicko McBrain

 
10.0 Punkte von Christian (am 23.08.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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[ Seit dem 23.08.06 wurde der Artikel 9369 mal gelesen ]
 
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