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Live Fish (Schottland) "Return To Childhood" DVD

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So bewertet Metalglory
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Label: SPV  (178 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 15.9.2006   (1294 verwandte Reviews)
Spieldauer: 134:4
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Progrock-Klassiker
Homepage: http://www.the-company.com/
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Weitere Infos zu Fish:
REVIEWS:
Fish Return To Childhood
Fish Return To Childhood
Fish A Feast Of Consequences
Fish Raingods With Zippos (remastered)
Fish Fellini Days (remastered)
INTERVIEWS:
Fish - Return To Childhood
Mehr über Fish in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Fish war bis 1988 Sänger von Marillion und ging letztes Jahr auf seine Return To Childhood-Tour, auf der er außer eigenen Songs auch den Marillion-Klassiker Misplaced Childhood von 1985 in voller Länge spielte. Die Doppel-CD kam schon im April heraus, damals hatte ich mich schon über die Musik ausgelassen. Metalglory hatte sich übrigens die Tour angeschaut, ein Interview geführt und ein paar Konzertfotos gemacht.

Und jetzt kommt die Live-DVD zur Tour heraus. Aufgenommen während vier Konzerte in Amsterdam im November 2005, ein paar Tage nach den CD-Aufnahmen. Zur Musik gibt es erwartungsgemäß nichts neues zu sagen: Der Fish-Teil kommt rockiger als auf den Platten, die Misplaced Childhood haben die Jungs nur spärlich renoviert. Im Vergleich zum Original hat Fishs Stimme deutlich nachgelassen, auch wenn viele Fans sagen, dass er mittlerweile wieder besser in Form sei als zu schlechten Zeiten seiner Solo-Karriere. Doch einige Parts klingen eher grausam. Er wird von der Background-Sängerin Deborah Ffrench unterstützt, die auch bei der DVD-Aufnahme dabei war, und die vielen Songs eine klasse zusätzliche Note gibt.

Größte Enttäuschung: Der Ton liegt nur als Stereospur vor. Er kommt mir immerhin etwas klarer vor als die CD (dort hatte ich den blubberigen Bass bemängelt, der hier einwandfrei hörbar ist – ein deutlicher Gewinn), aber kein bisschen stimmungsvoll oder transparent. Selbst für Stereo bleibt der Sound recht flach.

Die Kameraführung ist etwas unruhig und zoomt oft nah an Fish ran. Weil er natürlich nur selten still hält, sieht man dadurch recht häufig unscharfe, hektische, teils grobkörnige Bilder. Seine Beweglichkeit wird natürlich sehr deutlich; er ist kein anmutiger, großartiger Tänzer, aber ein mitreißender, charismatischer Vollblutentertainer.

Die Bühnenshow besteht aus einer Großbildleindwand über der Band, die aber so selten im Bild ist, dass ich nicht sagen kann, was drauf gelaufen ist. Der kleine Club hat eine familiäre Atmosphäre mit schönen Kirchenfenstern im Hintergrund. Die oberen Balkons reichen bis neben die Bühne, dort steht auch Zuschauer – interessante Plätze. Das Publikum sieht man recht häufig, aber noch häufiger sieht man ihn selbst. Die Zwischenansagen und viel Applaus blieben drin, daher ist die DVD ein paar Minuten länger als die CD. Schön für jeden, der ihn mal live gesehen hat: Er macht NICHT immer die gleichen Scherze.

Die anderen Musiker sind allerdings selten im Bild. In den ersten Songs sieht man manchmal das Schlagzeug, kurze Schnitte auf den Bassisten. Aber Keyboarder, die beiden Gitarristen und die Background-Sängerin tauchen nur zufällig im Hintergrund auf. Selbst bei Soli sieht man nur Fish am Mikofon, bestenfalls die Hände der Musiker auf Keyboard oder Saiten. Selbst beim Background-Gesang sieht man nur Mund und Nase, nicht einmal bis zu den Augen zieht die Kamera auf. Klar sieht Fish seine Band als austauschbar, aber muss er es so deutlich zeigen? Er hat doch nun wirklich genügend natürliche Bühnenpräsenz, da besteht er doch locker neben den Gesichtern seiner Kapelle.

Bei Coldfish and Clowns sieht man endlich Ffrench mal länger, sehr angenehm, trägt sie doch zu einem guten Teil zum gelungenen Sound des Konzerts bei. Frank Usher, einen noch viel deutlicheren Träger des Sounds, sieht man im nächsten Song Raingods Dancing endlich. Am Ende von Credo verlässt die Band von Fish vorgestellt die Bühne, dann gibts endlich die ersten Großaufnahmen.

Nach einem kurzen Schnitt gehts mit der Misplaces Childhood los. Die Spielfreude der Musiker ahnt man mehr als man sie sieht, weil sie weiterhin nur sehr selten zu sehen sind. Selbst beim schönen langen ersten Teil der Bitter Suite bleibt die Kamera länger auf dem trinkenden Fish als auf den Musikern. Wenn er dann ernst ins Publikum schaut, was mag er denken? Lässt er das Publikum an sich heran oder ist er professioneller Entertainer? Verzweifelung, dass diese Hits immer noch das Publikum mehr ziehen als seine eigenen Songs? Roger Waters (Ex-Pink Floyd) hat letztens in einem Interview gesagt, dass er immer noch stolz auf die alten Platten ist, aber jetzt andere Dinge (wie seine seltsame Oper) machen will. The Who oder Deep Purple versuchen es immer noch alle 10 Jahre mit einem Comeback, einige verspotten Ex-Mitglieder, die auf ihren Konzerten immer noch die 30 Jahre alten Songs spielen würden. Und Fish? Nein, er bietet eine Show, er spielt für sein Publikum. Das ist alles zu lange her und von ihm zu intensiv durchlebt, als dass er gerade auf irgendeinem Konzert (und dazu noch einem mit Kameras) für derartige Gefühle Zeit finden würde. Er weiß, dass er seinem Publikum eine Show schuldet. Den Frieden mit seiner Vergangenheit hat er woanders gefunden, nicht auf der Bühne.

Auch bei Childhoods End? bleibt er der Entertainer, anfangs müde, zum Ende des Songs dreht er aber auf und bringt eine tolle Performance. " There is no childhood's end," vielleicht doch persönliche Zeilen? Wie auch immer, stimmlich pustet Ffrench ihn wie auf der CD weg.

Sehr entspannt wirkt Fish bei den Zugaben: sehenswert! Er bleibt trotz allem ein sympathischer Entertainer, dessen Charisma auf der DVD allerdings nur teilweise rüberkommt, und dessen Stimme nachlässt. Unterhaltsam bleibt hauptsächlich die Musik. Die Gänsehaut-Stellen funktionieren weiterhin, aber ob man dazu diese DVD braucht? Ach, als alter Marillion-Fan sollte man hier schon mal reinschauen, auch wenn man sonst von Fishs Solo-Karriere nicht viel hält. Um der alten Zeiten willen.

Als Bonus bietet die DVD ein einstündiges Interview mit Fish, aufgenommen in einem Cafe in Amsterdam an einer Gracht. Untertitel gibts keine, aber man versteht ihn trotz seines schottischen Akzents ganz gut.
 
Tracklist: Lineup:
1. Big Wedge
2. Moving Targets
3. Brother 52
4. Goldfish and Clowns
5. Raingods Dancing
6. Wake Up Call (Make it Happen)
7. Innocent Party
8. Long Cold Day
9. Credo
10. Pseudo Silk Kimono
11. Kayleigh
12. Lavender
13. Bitter Suite -
(i) Brief Encounter
(ii) Lost Weekend
(iii) Blue Angel
14. Heart of Lothian -
(i)Wide Boy
(ii) Curtain Call
15. Waterhole (Expresso Bongo)
16. Lords of the Backstage
17. Blind Curve -
(i) Vocal Under a Bloodlight
(ii) Passing Strangers
(iii) Mylo
(iv) Perimeter Walk
(v) Threshold
18. Childhoods End?
19. White Feather
20. Incommunicado
21. Market Square Heroes
22. Fugazi
 

 
6.0 Punkte von Jockel (am 15.09.2006)
 
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Progressive Metal, Heavy Metal, Melodic Metal, bisschen Gothic/Dark, aber auch ProgRock, Emo
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[ Seit dem 15.09.06 wurde der Artikel 5740 mal gelesen ]
 
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