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 Crematory (Deutschland) "Klagebilder" CD

Crematory - Klagebilder - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Massacre Records  (210 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 4.8.2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 50:50
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: German Gothic Metal
Homepage: http://www.crematory.de
 Leserwertung
5.8 von 10 Punkten
bei 5 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Crematory:
REVIEWS:
Crematory Klagebilder
Crematory Pray
Crematory Infinity
Crematory Black Pearls (doppel Cd)
Crematory Antiserum
Mehr über Crematory in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

CREMATORY … das ist auch so ein Name, den zumindest ich mir gerne immer wieder auf der Zunge zergehen lasse ...
Oft geschmäht – schließlich wurden sie mal als die ABBA des Death Metal gescholten (für mich ist das als eingefleischter ABBA-Fan aber sowieso eher ein Kompliment !) – aber auch von den Massen geliebt und bekanntermaßen zwischenzeitlich mehrere Jahre aufgelöst bzw. auf Eis gelegt, besann man sich auf die guten alten Tage und reformierte die Ausnahmeband rund um das sympathische Schwergewicht Felix kurzerhand im Jahre 2004 wieder.

Als Anhänger der allerersten Stunde – ich habe das Schaffen der Schwaben stets mit glühenden Ohren verfolgt, von dem ausgezeichneten ultrabrutalen Erstling „Transmigration“ mit dem Überhammer ‚Eyes Of Suffering’ bis hin zu den leicht depressiven deutschgesungenen Songs Mitte bis Ende der 1990er Jahre („Das deutsche Album“) – muß ich aufpassen, daß ich einigermaßen objektiv bleibe.
Die Songs auf „Klagebilder“ – und das verrät der Albumtitel ja bereits – sind eher in der zuletzt genannten Kategorie anzusiedeln; sehen wir mal, ob Grund zur „Klage“ besteht ...

Das stimmungsvolle ‚Klagebilder’ geht als Intro nahtlos in den ersten richtigen Song ‚Die Abrechnung’ über – und ... es ist sofort wieder da, dieses unnachahmliche CREMATORY-Gefühl ... unmittelbar nachvollziehbare Songstrukturen, gewisse Keyboard-Arrangements und spätestens die absolut unverwechselbare Stimme von Felix sorgen augenblicklich für eine Stimmung, wie sie nur diese Band erzeugen kann !!!
Der nächste Song, ‚Hoffnungen’, ist ein sehr emotionales Lied, das man sich mehrmals geben muß, bevor es seine volle Wirkung entfaltet.
Und dann kommt auch schon der erste absolute Hit: ‚Kein Liebeslied’ läßt Gassenhauer von SILBERMOND oder JULI einfach nur ganz alt aussehen, und das mit Death-Metal-Grunts ! – Dieser wunderbare Song ist ganz, ganz groß und sorgt jedesmal, wenn ich ihn höre, für reichlich Gänsehaut nicht nur auf meinen Armen ...
‚Kaltes Feuer’ kann da nicht ganz mithalten, ist aber auch einer der Tracks, die man öfters hören muß und dabei auch auf den Text achten sollte !
Gleiches gilt für ‚Der Morgen danach’ – das Stück erinnert irgendwie an ‚Flieg mit mir’ (wohin du willst ...) vom schon erwähnten „Deutschen Album“.
‚Warum’ geht dann wieder voll ab; das Riff könnte auch von RAMMSTEIN sein – ein großartiger Song !
‚Höllenbrand’ – ebenfalls ein kleiner Hit mit einem tollen Refrain – besticht durch einen vergleichsweise düsteren Text und gut dazupassende Synthies in den Zwischenpassagen.
‚Nie wieder’ ist der vielleicht eingängigste Song auf dem Album, welcher ziemlich catchy daherkommt und ebenfalls (--> ‚Kein Liebeslied’ !) diesen von schönen Keyboards und Synthies unterlegten unwiderstehlichen Wechselgesang zwischen Felix’ Grunzorgan und Mathias’ cleanen Vocals aufweist – ganz groß !
Wenn man es befremdlich findet auf einem Konzert gleichzeitig verzückt abzuschädeln und mit dem auf großer Flamme brennenden Feuerzeug zu wedeln – nach diesem Song werdet ihr diese vermeintliche Ambivalenz besser verstehen ...
‚Ein Leben lang’ kann mich dann nicht vollends überzeugen, aber unmittelbar danach folgt die emotionale Viertelballade ‚Der Nächste’ – stimmungsvoll mit Akustikgitarre und Flüstergesang eingeleitet, bevor ein weiteres Mal einer dieser unnachahmlichen CREMATORY-Refrains gänsehautverbreitend einsetzt – jene gelungene Mischung aus einem tollen Riff, dezenter, aber stets präsenter Keyboardbegleitung und den unnachahmlichen Felix-Grunts („Duu bist als erster dran – Duu mußt als nächster ran – Duu stirbst ein Leben lang – Duu kommst am Ende an !“) – einfach nur geil ohne Ende !!!
‚Das letzte Mal’ – eher durchschnittlich; hier nerven mich die etwas aufdringlichen Keys ... der Abgeh-Refrain geht aber in Ordnung.
Mit ‚Spiegel meiner Seele’ klingt „Klagebilder“ eher besinnlich, ja sogar etwas melancholisch aus – die Klaviermusik am Anfang des Songs ist absolut hörenswert.

Es ist mir schnurzpiepegal, was all die anderen schreiben werden oder schon geschrieben haben, ob sie das Album in den Dreck ziehen oder nicht (ich habe bislang keine andere Kritik gelesen, weiß also gar nicht, wie CREMATORY mit ihrem neuesten Werk in der Metal-Presse abgeschnitten haben !), aber mich hat „Klagebilder“, welches selbstredend wieder ziemlich polarisieren und für viel Gesprächsstoff sorgen wird, in seinen Bann gezogen und wird mich so schnell nicht mehr loslassen – 8 Punkte für dieses meiner Meinung nach durchaus gelungene Album, welches viele gute Songs, einen Überflieger-Hammer, aber auch ein paar leichte Durchhänger beinhaltet !

Diskographie:
1993: Transmigration – CD
1994: ... Just Dreaming – CD
1995: Illusions – CD
1996: Crematory – Deutsches Album – CD
1997: Live … - DVD + CD
1998: Awake – CD
1999: Fly – CD
1999: Act Seven – CD
1999: Early Years – CD
2000: Believe – CD
2001: Remind – DVD + CD
2004: Greed – CD
2004: Revolution – CD
2005: Liverevolution: DVD + CD
2006: Klagebilder – CD

 
Tracklist: Lineup:
01. Klagebilder
02. Die Abrechnung
03. Hoffnungen
04. Kein Liebeslied
05. Kaltes Feuer
06. Der Morgen danach
07. Warum
08. Höllenbrand
09. Nie wieder
10. Ein Leben lang
11. Der Nächste
12. Das letzte Mal
13. Spiegel meiner Seele

 
Vocals: Gerhard `Felix` Stass
Guitar / Vocals: Matthias Hechler
Bass: Harald Heine
Drums: Markus Jüllich
Keyboard: Katrin Goger

 
8.0 Punkte von WARMASTER (am 29.09.2006)
 
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