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 Breed77 (Großbritannien) "In My Blood (En Mi Sangre)" CD

Breed77 - In My Blood (En Mi Sangre) - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Albert Productions  (1 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 10.11.2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 45:40
Musikstil: Rock   (1932 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Rock mit Metal und spanischer/orientalischer Folklore
Homepage: http://www.breed77.com
 Leserwertung
7 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Breed77:
REVIEWS:
Breed77 In My Blood (en Mi Sangre)
Breed77 The Evil Inside
Mehr über Breed77 in der Metalopedia
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Könnt ihr euch an den spanischen Rocksong erinnern, der vor inzwischen ganzen 17 Jahren durch die Rockdiscos schallte? Entre Dos Tierras von Heroes Del Silencio? Alle glaubten, das Ding sei total exotisch, ich bin auch ziemlich drauf abgefahren (und zugegeben: ich höre die Scheibe und ihr Debut immer noch ab und zu).

Doch jetzt flattert mir die neue (dritte) Scheibe von Breed 77 ins Haus, und sie zeigt, wie gewöhnlich das damals alles war: In My Blood erinnert nämlich kein bisschen an die Silencio-Helden. Während diese ihr Song nur zwischen zwei Welten genannt haben, hat Breed 77 tatsächlich so (oder sogar zwischen dreien) angefangen: Die Musiker stammen aus Gibraltar, dem unter großbritannischer Verwaltung stehenden Zipfel unten an Spanien, der Richtung Marokko und damit Afrika zeigt. Auch wenn sie inzwischen in London leben und spielen, hat sie dieser Schmelztiegel geprägt: Heraus kommt eine erfrischende Mischung aus Metal, Rock, spanischer Folklore und orientalischen Melodien, mit meist englischem Gesang.

Gleich der erste Song Petroleo bringt das auf den Punkt: Metal-Gitarren, Flamenco-Rhythmus, akustische Gitarren, und ein Schlagzeug, das diese ganzen Stile perfekt antreibt. Mit eingängigen Melodien und ausgedehntem Refrain haben sie deutlich die Charts im Blick, was Empty Words mit Hymnencharakter unterstreicht – wobei gerade dieser Song mit harten Passagen und fast Prog eine spannende Mischung bietet. Viento De Levante ist ein derart rockiges Folklore-Stück mit Akustikgitarre, dass man fast Lust bekommt, Vatters alte Platten von Paco de Lucia nach ähnlichem zu durchforsten. Nahtlos schließt sich Blind an, der wieder die komplette Stilvielfalt bietet: teilweise spanischer Gesang (mehrstimmig mit englischem – das passt!), harte Gitarren, Folklore, einzelne Growls und ausgedehnten Refrains. Die Stimme von Paul Isola passt gar nicht in die üblichen Metal-Muster, er klingt heller, ein wenig Richtung Cedric Bixler von Mars Volta, was im Laufe der Songs dann auch prima zur Vielfalt der Musik passt.

Zu den brillanten und den Hörer wegfegenden Fusion-Stücken gehören weiterhin Remember That Day mit lustigem Kamelrennen-Rhythmus, sowie The Game und Libertad mit spanischem und englischem Gesang. Lediglich das trotz harter Riffs zu langweilige Alive fällt ab. Look at me now entwickelt sich zu einer geigenschnulzigen Rockballade ganz ohne fremde Einflüsse. Der Sänger trifft ein paar Töne so wunderschön nicht, dass es eine echte Wohltat ist.

Eine erfrischendere Ballade mit interessanterer Gitarre und mehr Folklore legen sie dann mit So You Know hin; spätestens hier etabliert sich die eigenwillige Stimme als quasi notwendiger Bestandteil der Musik. Im letzten Song Tears bieten sie wieder leicht exotischen Rock mit großer Melodie. Zum Schluss schmettert ein Kinderchor, wie man ihn zuletzt "We don't need no education" hat rotzen hören. Geht fast 30 Jahre danach auch mal wieder.

In der Summe bleibt der spanische und orientalische Einfluss allerdings gemäßigt, viele Songs gehen als radiotaugliche Rocker durch – was ich jetzt mal nicht negativ meine. So stark wie beispielsweise anfangs Tea Party lassen sie sich dann doch nicht beeinflussen. Und mit deren einmaliger Rockröhre Jeff Martin hält Paul Isola natürlich nicht mit, obwohl sich sein brüchiges Geknarre spätestens beim zweiten Durchlauf ins Herz bohrt. Bei ähnlichem Tempo wie vielleicht Nickelback und Konsorten gehen Breed 77 im Einheitsrocktreibsand nur deswegen nicht unter, weil die folkloristischen Einflüsse haufenweise Abwechslung bringen. So gelingt ihnen ein spaßiger und hörenswerter Mix. Doch davon abgesehen haben sie mit einem gründlichen Drummer, einer schnarrig-netten Stimme und einer den komplexen Sound bestärkenden Produktion zwar ein paar gute Argumente auf ihrer Seite, aber möglicherweise zu wenig, um deutlich über dem Durchschnitt zu landen. Hoffen wir also, dass sie auch in Zukunft ihre vielfältigen Stile pflegen und alle Inspirationen einbeziehen, denn dann bleiben sie so spannend und erfrischend wie auf dieser Scheibe.

Musiker
Paul Isola - Gesang
Danny Felice - Gitarre
Pedro Caparros - Gitarre
Stuart Cavilla - Bass
Adam Lewis - Schlagzeug

 
Tracklist: Lineup:
1. Petroled (You Will Be King)
2. Empty Words
3. Viento De Levante
4. Blind
5. Remember That Day
6. Look At Me Now
7. So You Know
8. The Game
9. Alive
10. Libertad
11. Tears

 

 
8.5 Punkte von Jockel (am 28.11.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Progressive Metal, Heavy Metal, Melodic Metal, bisschen Gothic/Dark, aber auch ProgRock, Emo
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[ Seit dem 28.11.06 wurde der Artikel 7509 mal gelesen ]
 
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