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 Pain Of Salvation (Schweden) "Scarsick" CD

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Label: Inside Out  (195 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 19.1.2007   (1417 verwandte Reviews)
Spieldauer: 67:52
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gildenlöw-Interpretationen einiger Stilrichtungen
Homepage: http://www.painofsalvation.com
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Weitere Infos zu Pain Of Salvation:
REVIEWS:
Pain Of Salvation Remedy Lane
Pain Of Salvation Scarsick
Pain Of Salvation Ending Themes - On The Two Deaths Of
Pain Of Salvation Linoleum
Pain Of Salvation Road Salt Two
Mehr über Pain Of Salvation in der Metalopedia
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Für mich haben Pain of Salvation mit ihren ersten Alben bis Remedy Lane den Progmetal auf ein hohes Niveau gebracht, das ich bis dahin nirgends gehört habe. Einfallsreich, charmant, stimmgewaltig, abwechslungsreich und melodienvoll bratzelten die Jungs um den Schweden Daniel Gildenlöw, dass es für mich der Neuentdeckung der Musik gleich kam. Dann kam 2004 Be, ein überambitioniertes Werk, das Grenzen sprengen wollte, wo aber gar keine bestehen, das sich so vieler Stilmittel bediente, dass keines mehr zündete. Man fand die Songs nicht mehr.

Umso mehr Bedeutung für die Band gewinnt der Nachfolger Scarsick. Die Band hat die Platte noch ohne Bassist eingespielt, nachdem dieser im Februar 2006 die Band verließ. Gildenlöw – bisher schon Sänger, Gitarrist, Texter und Komponist – hat den Part auch noch übernommen. Für die Tour haben sie übrigens einen gefunden.

Die gute Nachricht zuerst: Scarsick ist deutlich hörbarer als Be. Der erste Song zieht mit vollem Bass und Pain-of-Salvation-typischem Prog-Groove hinein, Gildenlöws Gänsehautstimme bleibt weiterhin tragend, die warmen Gitarren der ersten Platten hört man allerdings deutlich seltener.

Dann folgt das, was Gildenlöw wohl mit Genreüberschreitungen meint. Spitfall gerät etwas Crossover-abwechslungsarm, die Länge von über sieben Minuten tut dem Song nicht gut. Eine Art Bluesrock bringt Cribcaged. Die Gags von Disco Queen (Disco) und dem irgendwie gecovert klingenden America habe ich nicht verstanden. In der warmen, teils fast floydigen, zum Ende etwas ziellosen Ballade Kindom of Loss unterbrechen einige Voice-Einspielungen den geradlinigen Hörgenuss. Die erste Hälfte vom Alternativ-Rocker Mrs Modern Mother Mary fasziniert, die zweite langweilt. Bei Idiocracy und Flame to the moth versuchen sie sowas wie Artrock, Industrial oder Modern Metal mit alten Qualitäten zu kombinieren, wobei aber zeitweilig die Struktur etwas verloren geht.

Erst Enter Rain kombiniert diese ganzen Stilrichtungen etwas interessanter, klingt aber phasenweise modern anbiedernd – und ideenarm.

Gildenlöw arbeitet auf Scarsick einige Ideen sorgfältiger und ausführlicher aus als auf den alten Scheiben – was man je nach Erwartungshaltung aber auch als Ideenarmut interpretierten kann: Viele Songs (inklusive Enter Rain) wiederholen immer den gleichen Melodiebogen in einer bisher von Pain of Salvation nicht gekannten Penetranz, selbst der Refrain besteht aus einem Teil dieses Bogens. Die Stilmischungen der ersten Songs wirken erzwungen und wenig schlüssig; Gildenlöw-Rage-against-the-Machine, Gildenlöw-Disco, Gildenlöw-Industrial – na und? Bei Cribcaged (auch nur ein Melodienbogen) funktioniert die Mischung besser, aber das mag daran liegen, dass mir Bluesrock besser gefällt als die anderen zitierten Musikrichtungen.

Haufenweise schöne Sounds, brauchbare Ideen, eine gigantische Stimme, lustige Variationen alter Stilrichtungen. Aber der hypnotische Reflex der alten Scheiben, sofort wieder die Starttaste zu drücken, bleibt aus. Die stilsichere Brillanz ist verschwunden. Immerhin gerät Scarsick deutlich hörbarer als der Vorgänger, schöne Stücke sind Cribcaged und Enter Rain, zeitweise Idiocracy. Insgesamt aber zu viel von "Gildenlöw spielt die Hits der 80er, 90er und das beste von heute", und durch die erstaunlich variationsarmen Melodienbögen ungewohnt viel Eingängigkeit und Langeweile. Die Band scheint um jeden Preis Stillstand vermeiden zu wollen, aber ein eigener Stil ist in diesem Mischmasch schwerer auszumachen als bei den ersten Platten, wo sie ihn doch schon gefunden hatten.

 
Tracklist: Lineup:
01. Scarsick
02. Spitfall
03. Cribcaged
04. America
05. Disco Queen
06. Kingdom Of Loss
07. Mrs Modern Mother Mary
08. Idiocracy
09. Flame To The Moth
10. Enter Rain

 
Gesang, Gitarre, Bass: Daniel Gildenlöw
Gitarre, Gesang: Johan Hallgren
Keyboards, Gesang: Fredrik Hermansson
Schlagzeug, Gesang: Johan Langell

 
6.0 Punkte von Jockel (am 19.02.2007)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Progressive Metal, Heavy Metal, Melodic Metal, bisschen Gothic/Dark, aber auch ProgRock, Emo
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[ Seit dem 19.02.07 wurde der Artikel 5459 mal gelesen ]
 
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