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 Kruger (Schweiz) "Redemption Through Looseness" CD

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So bewertet Metalglory
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Label: Listenable Records  (80 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 27.4.2007   (1417 verwandte Reviews)
Spieldauer: 46:57
Musikstil: Avantgarde/Dark/Industrial   (279 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Noise Metal, Post-Hardcore
Homepage: www.kruger.ch
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Weitere Infos zu Kruger:
REVIEWS:
Kruger Redemption Through Looseness
Kruger For Death, Glory And The End Of The World
Kruger 333
Kruger Adam And Steve
Mehr über Kruger in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Du meine Güte, welchem Höllenpfuhl sind Kruger denn entstiegen? Laut Bandinfo kommt das Quintett aus der Schweiz, aber mir ist schleierhaft wie man dort eine solche Aggression und Power aufbauen kann, hab ich die Eidgenossen doch mehr als ausgeglichenes und friedliches Völkchen in Erinnerung.
Wie auch immer, Kruger brauen auf ihrem mittlerweile dritten Langeisen, welches gleichzeitig das Labeldebut bei Listenable markiert, einen irrsinnigen Soundcocktail aus Bands wie Neurosis, neueren Entombed und Tool und schaffen es trotzdem etwas Eigenständiges zu kreieren. Ich würde das ganze am ehesten als Noise Metal oder Post-Hardcore betiteln, aber da das berüchtigte Schubladendenken der Musik nicht gerecht wird, geh ich mal genauer auf das Album ein:
Die neun Songs auf „Redemption Through Looseness“ beinhalten eine unglaubliche Soundwand mit stellenweise zerfahrenen Noise-Elementen. Allerdings werden ruhigere und getragene Parts gekonnt eingeflochten, die sich aus fast schon traurigen Melodien mit Disharmonien und vertrackten, versetzten Rhythmen zusammensetzen. Diese entladen sich dann wiederum in einem wahren Soundorkan, über dem der gewaltige und leicht verzerrte Gesang von Reno thront. Der Bengel schreit sich dermaßen aggressiv durch den dichten Sound, als ginge es um sein Leben. Dabei kann er seine Stimme auch innerhalb der Brutalität melodiös variieren. Bei den ruhigeren Parts senkt sie sich und hat dann etwas morbides und obskures, was man besonders beim Song „Army Of Lovers“ hört. Der Gesang dürfte einen der markantesten Punkte der Band darstellen. Doch die intensive und fast schon erdrückende Musik steht dem Gesang in nichts nach. Spätestens wenn man sich dieser Musik voll aufgedreht mit Stroboskoplicht in einem kleinen Club aussetzt, wird man förmlich aus der Realität geblasen und verliert sich irgendwo zwischen diesem phänomenalen Gesang und der fetten Soundwalze.
Allerdings drohen einige Songs wie das fast neun Minuten lange „Holy Fire“ unter der Heaviness des Sounds zusammenzubrechen. Der eben genannte Song beginnt langsam, bevor sich das Kruger-Soundmonument auftürmt und dann nach einiger Zeit künstlich in die Länge gezogen wirkt. Mal ehrlich, eine ohnehin schon schwere und sperrige Kost lässt sich gerade in einem dermaßen opulenten Song noch schwerer verdauen. Aber Neurosis haben es ja auch schon auf über 10-minütige Songs gebracht, bei denen die einen kopfschüttelnd resignierten und die anderen sich geradezu in Trance hörten und komplett in diese Klangwelten eintauchten. „The Cowboy Song“ hingegen kommt als einziger Song recht kompakt und mit einem gewissen Groove rüber. Darüber hinaus sind mir noch „Queen Of The Meadow“ und „Hummers vs. Pedestrians“ (geiler Titel!) positiv aufgefallen.
Definitiv ein interessantes Album, das mit seinem düsteren, post-apokalyptischen Charakter unter gewissen Umständen für ein besonderes Hörerlebnis sorgt. Allerdings wird es nicht jedermanns und jederfraus Sache sein, weil man sich von dem Album auch überfordert fühlen kann, da die Eingängigkeit in diesem zähen Soundfluß untergegangen ist.

 
Tracklist: Lineup:
1. Ammunition matters
2. Queen of the meadow
3. The graveyard party
4. Hummers vs pedestrians
5. Holy fire
6. Army of lovers
7. War & wine
8. The cowboy song
9. Crusaders

 
Vocals: Reno
Guitar: Margo
Guitar: Jak
Bass: Blaise
Drums: Raph

 
6.0 Punkte von Arne (am 11.05.2007)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Anfänge mit 80er Heavy- und 90er Death-Metal, inzwischen findet auch alles jenseits des metallischen Paralleluniversums bei mir Gehör
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