METALGLORY Archiv

zur neuen METALGLORY Webseite
 
Reviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 Amaran's Plight (USA) "Voice in the Light" CD

Amaran's Plight - Voice in the Light - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Unterdurchschnittlich
 
Kaufwertung für Euch:
nur für Maniacs und Puristen


Label: Prog Rock Records  (43 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2007   (1418 verwandte Reviews)
Spieldauer: 78:54
Musikstil: Rock   (1932 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Melodic Rock mit Progressiv-Rock-Elementen
Homepage: http://www.amaransplight.com/
 Leserwertung
0 von 10 Punkten
bei 0 Stimmen
 

Um selbst abzustimmen bitte einloggen!


Weitere Infos zu Amaran's Plight:
REVIEWS:
Amaran's Plight Voice In The Light
Mehr über Amaran's Plight in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Aus dem Hause ProgRock Records kommt das Album „Voice in the Light“ der amerikanischen Formation Amaran’s Plight. Die Band – oder ist es nur ein kurzlebiges Projekt? – besteht aus dem Gitarristen und Keyboarder Gary Wehrkamp, Sänger D.C. Cooper, dem Drummer Nick D'Virgillo und Kurt Barabas am Bass. Unterstützt werden die vier Herren von diversen Gastmusikern und -Sängern, u.a. Michael Sadler (Saga).
An anderer Stelle spricht man bereits von einer neuen „Supergoup“. Leider werden in der heutigen Zeit solche Begrifflichkeiten sehr inflationär verwendet, so dass schon das bloße Zusammenkommen einiger halbwegs bekannter Musiker zu sprachlicher Gigantomanie führt. In den Nachrichten konnte ich jedenfalls von diesem unglaublichen Ereignis nichts entdecken, wohl aber etwas zum Comeback von Howard Carpendale!
Zum Weiterdenken: Was wäre wohl die korrekte Klassifizierung einer Band, in der sich tatsächlich die Stars der Szene – also Musiker vom Kaliber eines David Gilmour, Rick Wakeman, John Petrucci oder auch Steve Wilson - zusammengefunden haben? Giga-, Hyper-, Supra- oder doch vielleicht Mega Pearls- (Perls, nicht Pörls gesprochen) Group? Fragen über Fragen ….
Zurück zum Album: „Voice in the Light“ ist ein Konzeptalbum, dass in 79 Minuten und 13 Songs die turbulente und bisweilen chaotische Geschichte eines Mannes erzählt, bis hin zu dessen tragischen Ende. Als sein Leben besonders stark prägend erweist sich dabei eine Nah-Tod-Erfahrung, die dieser als Teenager durchlebte.
Klingt nach Stoff, aus dem sich erstklassiges Progrock-Garn weben lässt, so könnte man meinen, doch da hat man leider die Rechnung ohne Amaranth’s Plight gemacht, obgleich die Plattenfirma von einem „progressive album of epic proportions“ spricht. Zugegeben, man hört, dass versierte Musiker am Werk sind und auch die Produktion ist auf zeitgemäßem Stand, doch auch nach mehrmaligem Hören bleiben bei mir nur stark gemischte Gefühle übrig, denn leider scheint sich die Band selbst noch nicht so recht im Klaren darüber zu sein, was sie denn eigentlich spielen wollen.
Überwiegend handelt es sich hier nämlich um Mainstream-Rock schwerster amerikanischer Prägung (vom einen oder anderen vielleicht auch als Melodic-Rock bezeichnet, ich kenne mich da nicht so aus), was sich besonders am Gesang, dem typischen Gitarrensound und dem meist wenig innovativen Aufbau Strophe Refrain, Strophe Refrain usw. festmachen lässt.
Gleich nach dem kurzen instrumentalen Intro geht es mit den nächsten beiden Tracks diesbezüglich schon in die Vollen: Da wird ordentlich geknödelt und in den Refrains erklingen mehrstimmige hymnische Gesänge, die so auch perfekt ins Radio oder Stadion passen. REO-Speedwagon, Journey, Bosten, die schlechteren Momente von Kansas, Bob Seeger, Toto, 80er Jahre Styx und wie sie alle heißen, lassen schön grüssen.
Weitere Titel dieses Kalibers folgen im Laufe der musikalischen Reise. Als besonders grausam empfinde ich dabei Track fünf „Reflections Part 1“, eine reichlich kitschige Ballade und das gleich darauf folgende „I promise you“, ein midtempo Duett mit Gastsängering Trisha O’Keefe, dass nicht nur einige „Huh yeah“’s und „Wowow“’s zur „Abrundung“ der Lyrics, sondern auch eine recht einfach gehaltener Begleitung aufzuweisen hat. So etwas durfte man bereits in den 80er Jahren ausgiebig im Radio „genießen“. Nur, was hat das auf einem Prog-Album zu suchen?
Und zur Story passende Emotionen können derartig gestrickte Songs auch nicht transportieren, denn dazu wirken sie einfach zu aufgesetzt. Wie eine adäquate musikalische Umsetzung einer emotionalen Story klingen kann, lässt sich z.B. auf Sylvan’s „Posthumous Silence“ oder „Brave“ bzw. “Misplaced Childhood“ von Marillion nachhören.
Dagegen dominiert in den drei Longtracks (11, 13 und 13 Minuten Spielzeit), wie nicht anders zu erwarten war, der Prog. Zwar kann sich die Band auch hier nicht ganz von ihrem oben beschriebenen Stil lösen, dieser tritt aber deutlicher in den Hintergrund, da ansonsten die klassischen Prog-Zutaten in mehr oder weniger starker Dosierung vorhanden sind. Da gibt es schöne Intros, vertrackte Breaks, auch mal heavy gespielte oder gar akustische Gitarren, sowie ausufernde Instrumentals und Soli zu bestaunen. Selten geht man zu ambitioniert zu Werk, so dass sich das Gefrickel in Grenzen hält und die Stücke nachvollziehbar bleiben. Vielleicht könnte den Keyboard etwas mehr Raum eingeräumt werden, die Gesangspassagen könnten variabler daher kommen und etwas mehr Wert könnte auch auf Spannungsbögen, die sich aus dem Kontrast von laut zu leise / ruhig zu schnell (man höre sich nur mal „The Musical Box“ von Genesis an) ergeben, gelegt werden, aber wir wollen ja keine Erbsen zählen.
Zwar sind diese Zutaten auch in dem einen oder anderen der kürzeren Songs vorhanden, aber halt nur sehr untergeordnet. Hier regiert unangefochten der Mainstream.
Fazit: Weder Fisch noch Fleisch. Am ehesten ist dieses Album noch geeignet für Melodic Rock Fans, die es vielleicht auch gern mal ein wenig komplexer haben.
Definitiv keine Empfehlung kann ich Progressive-Rock Hörern aussprechen, die ihre musikalischen Wurzeln in den 70er Jahren – damals regierte England unangefochten diesen Stil und Amerika hatten so gut wie nichts zu sagen! - haben.
 
Tracklist: Lineup:
01 Room 316
02 Friends Forever
03 Coming Of Age
04 Incident At Haldemans Lake
05 Reflections Pt. 1
06 I Promise You
07 Consummation Opus
08 Truth And Tragedy
09 Shattered Dreams
10 Viper
11 Betrayed By Love
12 Turning Point
13 Revelation
 

 
4.0 Punkte von Christian (am 20.09.2007)
 
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

Deine Meinung zu dem Review:

benachrichtigt mich, wenn auf meinen Beitrag eine Antwort geschrieben wurde.
 
Du musst angemeldet und eingeloggt sein, um Deine Meinung zu dem Review zu posten!
Noch kein Account bei Metalglory?! - Anmelden!


musikalischer Background des Verfassers
Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X   Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

[ Seit dem 20.09.07 wurde der Artikel 4792 mal gelesen ]
 
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2018 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Datenschutz   |   Kontakt   |   Impressum