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 Led Zeppelin (Großbritannien) "Talking" Buch

Led Zeppelin - Talking Buch  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag  (20 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 152 S
Musikstil: Hard Rock   (1446 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Zeitloser Rock
Homepage: http://
Weitere Links: http://www.schwarzkopf-schwarzkopf.de
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Weitere Infos zu Led Zeppelin:
REVIEWS:
Led Zeppelin Talking
Led Zeppelin How The West Was Won
Led Zeppelin Celebration Day
Led Zeppelin The Complete Bbc Sessions
Mehr über Led Zeppelin in der Metalopedia
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Um diese Buchbesprechung beginnen und dem Anlaß entsprechend würdig an den Leser bringen zu können, muß ich zuallererst ein klein wenig ausholen und eine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Eine Geschichte, welche mich persönlich jedoch (vor allem musikalisch) geprägt hat wie keine andere ... aber seht bzw. lest selbst:
Wir schreiben das Jahr 1970 – es gab noch keine CDs und kein MTV, aufgenommen wurden Songs vom Radio auf ein Tonbandgerät der Marke Telefunken, welches ich eigentlich zum Englisch-Vokabel-Pauken geschenkt bekommen hatte, meine musikalischen Lieblinge waren die BEATLES, welche sich allerdings in diesem Sommer aufgelöst hatten; ich ging das erste Jahr auf das Röntgengymnasium Würzburg, das Leben war schön und alles war gut.
Da brachte eine Einladung zu einer Hochzeitsfeier in unmittelbarer Nachbarschaft und damit zusammenhängend zwei einschneidende Erlebnisse mein beschauliches Leben unwiderruflich in Unordnung: Dies war zum einen der erste und irgendwie schlimmste (Rotwein-)Rausch meines Lebens und zum anderen die völlige Verzückung und Verklärung, welche ich empfand, als im fortgeschrittenen Stadium der Party „Whole Lotta Love“ von LED ZEPPELIN in voller Lautstärke ertönte. Ich weiß noch ganz genau, was ich empfand, wie ich wie elektrisiert und mit offenem Mund da stand, diesen unglaublichen Klängen lauschte, welche alles hinwegfegten, was ich bis dahin gehört hatte, die zuckenden Verrenkungen der Tanzenden betrachtete und wußte: Das ist es !!! – Das ist die Musik, welche ich fortan hören will !!! – Diese und keine andere !!!
Daran hat sich im Wesentlichen bis heute nichts geändert und insbesondere das Jahr 1970 ging mit ganz besonderen Meilensteinen in die Rockgeschichte ein; hier einige der wichtigsten Veröffentlichungen dieses Jahres: DEEP PURPLE – In Rock / URIAH HEEP – Salisbury / THE ROLLING STONES – Beggar’s Banquet / THE BEATLES – Let It Be ...
Diese Geschichte mag ein wenig dabei helfen sich in eine Zeit hineinzuversetzen, wo Rockmusik noch rebellisch war und kein gigantisches Geschäft wie heute oder, um es einmal so auszudrücken wie Robert Plant: „Damals bestimmten die Alben den Markt und nicht umgekehrt !“
... und da wären wir schon mitten in dem Buch, welches ausschließlich aus Zitaten der vier Bandmitglieder Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham (gestorben 1980) und dem langjährigen Manager der Band, Peter Grant, besteht.
Und hier setzt auch mein einziger, aber gravierender Kritikpunkt an: Leser, welche nicht unbedingt bis ins allerletzte Detail mit der Bandgeschichte und den Irren und Wirren, welche die einzelnen Protagonisten im Laufe der Jahrzehnte durchlebten, vertraut sind, werden ziemlich alleine gelassen, da so etwas wie ein Almanach zum Nachschlagen oder eine Bandhistory (selbst eine kurze Ausgabe auf zwei Seiten oder so wäre hilfreich gewesen) komplett fehlt.
Was auch noch fehlt – manche mögen dies allerdings nicht so empfinden – sind Jahreszahlenangaben hinter den einzelnen Zitaten. Auch hier muß man mitdenken und den jeweiligen Kontext mitberücksichtigen.
Für Fans der Band – vor allem für solche der ersten Stunde, zu welchen ich mich zähle – ist das Buch aber ein nahezu unerschöpflicher Schatz an Zitaten, Bonmots, Anekdoten und nicht zuletzt zahlreichen Bildern aus einer Zeit, welche so niemals wiederkehrt.
Andererseits – nachdem er das komplette Werk aufmerksam durchgelesen hat, kann sich auch der mit der Geschichte von LED ZEPPELIN nicht ganz so vertraute Leser ein einigermaßen durchgängiges Bild machen.
Man erfährt zum Beispiel, daß vor allem Jimmy Page in den 60er Jahren in anderen angesagten Kapellen Englands, wie zum Beispiel bei den YARDBIRDS mitwirkte und daß die englische Bandszene überhaupt eine große Familie war; dies belegen Statements von Eric Clapton und Erinnerungsfetzen von gemeinsamen Erlebnissen mit THE WHO, THE CREAM und vielen anderen. Man erfährt, daß der Name LED ZEPPELIN aus einer Laune heraus entstand; hier das entsprechende Zitat von Jimmy Page: „Wir hätten uns auch ‚Die Pellkartoffeln’ oder ‚Die Selleriestangen’ nennen können. Ich war ziemlich scharf auf Led Zeppelin ... der Name schien zu passen. Er hat mit dem Paradox zwischen leicht und schwer zu tun, wie bei Iron Butterfly.“
Des weiteren erfährt der geneigte Leser vieles über die Entstehungsgeschichte sämtlicher Alben, über die Solopfade der verbliebenen drei Bandmitglieder unmittelbar nach dem Tode von John Bonham und dem damit verbundenen Split der Zeps, über diverse temporäre Wiedervereinigungsprojekte in den Neunziger Jahren, über die Entstehungsgeschichte der beiden DVD-Sets und vieles mehr ...

LED ZEPPELIN haben mein musikalisches Leben so sehr geprägt, wie es sonst vielleicht nur noch die BEATLES oder AC/DC geschafft haben. Songs wie „Whole Lotta Love“, „Immigrant Song“ oder „Stairway To Heaven“ erzeugen bei mir auch heute noch dieselbe zeitlose Magie wie damals.
Hoffen wir, daß es mit der immer wieder in den Medien lancierten Reunion wirklich etwas wird, damit diese Götterband erneut unter uns weilen und eine neue Generation von Rockmusikkonsumenten verzaubern kann.
Auch für LED ZEPPELIN gilt der Wahlspruch des TV-Senders BR Alpha: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.
Abschließend und unkommentiert noch einige Zitate aus dem Buch:
„Wir haben die Musik der Straße in die Straße zurückgebracht. Unsere Musik ist die Volksmusik des technologischen Zeitalters.“ (Jimmy Page)
„Tourneen verändern dich. Das merkt man, wenn man von einer Tour heimkommt. Man braucht Wochen um sich davon zu erholen, daß man so lange wie ein Tier gelebt hat.“ (John Paul Jones)
„Wir waren so oft in Amerika und haben dort so vieles gesehen, dem wir nicht zustimmen und dieser Protest muß sich in unserer Musik niederschlagen.“ (Robert Plant)
„Ich bin mir sicher, daß es da draußen viele Leute gibt, die uns gern wieder zusammen sähen. Unter anderem ich.“ (Jimmy Page“).
Nothing more to say ...

Autoren: Paul Kendall und Dave Lewis

152 Seiten mit etwa 100 Abbildungen
Quality Paperback Kunstdruckpapier
ISBN 3-89602-497-3
14,90 EUR


 
8.5 Punkte von WARMASTER (am 18.10.2004)
 
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[ Seit dem 18.10.04 wurde der Artikel 5892 mal gelesen ]
 
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