METALGLORY Archiv

zur neuen METALGLORY Webseite
 
Reviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 Ayreon (Niederlande) "01011001" CD

Ayreon - 01011001 - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
Eine Kaufaufforderung :)!!


Label: Inside Out  (195 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 25.1.2008   (1535 verwandte Reviews)
Spieldauer: 102:1
Musikstil: Diverse/Stilübergreifend   (844 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Symphonische Metaloper mit Prog-Rock und Folk-Einflüssen
Homepage: http://www.ayreon.com
 Leserwertung
8 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

Um selbst abzustimmen bitte einloggen!


Weitere Infos zu Ayreon:
REVIEWS:
Ayreon 01011001
Ayreon Timeline
Ayreon The Theory Of Everything
Ayreon The Theater Equation
Mehr über Ayreon in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Ladies and Gentlemen, hier haben wir mein erstes Highlight des Jahres vorliegen!
Arjen Lucassen, der Großmeister der progressiv-metallischen „Rockoper“, kehrt nach dem großartigen Vorgänger „The Human Equation“ endlich mit einem neuen Epos zurück und lässt erneut die Kinnladen en masse herunterklappen!

Wie auf seinen Vorgängeralben folgt er auch hier wieder dem typischen Konzept, sich viele, viele Gastmusiker und vor allem –sänger mit ins Boot zu holen und auch auf „01011001“ liest sich die Liste der Vokalisten wie eine Offenbarung: Neben Arjen veredeln Hansi Kürsch (Blind Guardian), Jonas Renske (Katatonia), Daniel Gildenlöw (Pain of Salvation), Anneke van Giersbergen (ex-The Gathering), Tom Englund (Evergrey), Simone Simons (Epica), Jorn Lande, Ty Tabor (King’s X), Bob Catley (Magnum), Steve Lee (Gotthard), Magali Luyten (Virus IV), Floor Jansen (After Forever), Marjan Welman (Elister), Liselotte Hegt (Dial), Xavier Phideaux (Phideaux) und Wudstik den neuen Silbering – sowohl große als auch einige nicht so bekannte Namen werden also wieder unter einer Flagge vereint!
Doch nicht nur im Gesang tut sich so einiges, auch einige Gastmusiker sind natürlich vertreten, u.a. sorgen Derek Sherinian (ex-Dream Theater), Tomas Bodin (The Flower Kings) und Joest van den Broek (After Forever) für das ein oder andere spacige Synthie-Solo.
Allesamt arbeiten sie für die Vision von Herrn Lucassen, der sich natürlich wie immer für das Songwriting, die Lyrics und sämtliche Instrumente (abgesehen von den Drums) eigens verantwortlich zeigt und den Hörer mit seiner Musik dermaßen begeistern kann, dass sogar Sänger, die man normalerweise nicht wirklich mag bei Ayreon plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Doch werfen wir zuerst einen Blick auf das Konzept hinter „01011001“. Lucassen kehrt zu der bereits von „Into the Electric Castle“ außerirdischen Rasse der „Forever“ zurück und beschreibt die Zivilisation auf deren Heimatplanet namens „Y“. Die „Forever“ haben es geschafft, ihr Leben künstlich zu verlängern, sind dafür aber abhängig von Technologie geworden und haben als Folge hiervon ihre Emotionen eingebüßt. Als letzten Ausbruchversuch aus diesem Zustand senden sie ihre DNA mit einem vorbeirauschenden Kometen auf den Planet Erde, wo sich auf dieser genetischen Grundlage neues Leben entwickelt, das den „Forever“ wieder beibringen soll zu empfinden. Ungeduldig begehen sie allerdings den Fehler, die Evolution des Menschen zu beschleunigen, indem sie ihn indirekt den Umgang mit Technologie lehren. So entwickelt sich der Mensch schließlich auf Ziele zu, die von den „Forever“ nie gewollt waren… oder vielleicht doch?
Klingt abgefahren - ist es auch! Nichtsdestotrotz sollte man aber nicht vergessen, hier hinter die Fassade dieser SciFi-Geschichte zu schauen und dort erkennt man einen schweren Brocken Zivilisations- und Modernitätskritik. Lucassen spiegelt mit dem Leben auf Planet Y eine Horrorvision wider, von der die Erde vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt ist. Er kritisiert viele Aspekte sowohl des täglichen Lebens, wie z.B. Internet („Web of Lies“), Umweltverschmutzung, Fast Food etc. („Connect the Dots“), als auch das grundlegende Verhalten des Menschen per se („Unnatural Selection“) und die steigende Abhängigkeit von Technologie.

Musikalisch wird dieses Monsterkonzept wundervoll vielseitig umgesetzt. Basis hierfür ist in bester Ayreon-Manier eine dynamische Collage aus 70er Prog-Rock inkl. Hammondorgel, harten Metal-Gitarren, symphonisch-epischen Keyboardteppichen und Chören, spacigen Synthesizern, leichten Folk/Mittelalter-Rock-Anleihen und umwerfenden Vokalharmonien. Der Großteil der Sänger übernimmt dabei die Rolle der „Forever“ während ein kleinerer Anteil für die Menschen singt. Nach meinem persönlichen Geschmack ragen hier besonders Jonas Renske, Anneke van Giersbergen und Hansi Kürsch hervor. Hansis kraftvolle Power-Chöre passen in eine solch epische Geschichte natürlich wie die Faust aufs Auge und die manchmal auftretenden Folk-Einflüsse (Violine, Flöte und Mandoline) in der Musik lassen bisweilen Reminiszenzen an Blind Guardian hochkommen. Zu Annekes Stimme muss man nicht mehr viel sagen – Zucker wie eh und je. Jonas schließlich bringt mit seinem typischen Gesang sehr viel Melancholie in die Geschichte ein und bildet den düsteren Gegenpol zu den vielen hellen und kraftvollen Stimmen auf „01011001“.
Das Konzept zeigt sich übrigens nicht nur in den Texten des Albums: Zwischenparts und Songintros/ -outros werden z.B. des Öfteren mit mechanischen Industrialsounds versetzt, die deutlich auf die mechanisierte Kultur der „Forever“ anspielen und das wundervolle „Beneath the Waves“ wartet natürlich mit entsprechenden Tauchgeräuschen auf.
Anspieltipps sind kaum zu sondieren, da es aber schwierig ist, ohne Anhaltspunkte einen Eindruck von diesem 100minütigem Koloss zu bekommen, solltet ihr euch für einen repräsentativen Eindruck am besten folgende Songs im Laden zu Gemüte führen: „Connect the Dots“, „Beneath the Waves“, „The Fifth Extinction“ und „The Truth is in here“.

„01011001“ ist ein unglaublich melodiöses und gleichzeitig angenehm komplexes Album geworden, das nicht nur durch Musik und Gesang zu begeistern weiß, sondern ebenfalls wieder ein – in meinen Augen – fantastisches textliches Konzept aufweisen kann. Ich kann mich nur wiederholen: Für mich ist „01011001“ schon jetzt eins der besten Alben 2008!
 
Tracklist: Lineup:
CD1 - Planet Y:
1. Age of Shadows (incl. We Are Forever)
2. Comatose
3. Liquid Eternity
4. Connect the Dots
5. Beneath the Waves
6. Newborn Race
7. Ride the Comet
8. Web of Lies

CD2 - Planet Earth:
1. The Fifth Extinction
2. Waking Dreams
3. The Truth is in Here
4. Unnatural Selection
5. River of Time
6. E=MC²
7. The Sixth Extinction
 
Gitarren, Bass, Mandoline, Keyboards, Synthies, Vocals: Arjen Anthony Lucassen
Drums & Percussion: Ed Warby
Vocals: Hansi Kürsch
Vocals: Jonas Renske
Vocals: Daniel Gildenlöw
Vocals: Anneke van Giersbergen
Vocals: Tom S. Englund
Vocals: Jorn Lande
Vocals: Simone Simons
Vocals: Bob Catley

 
9.5 Punkte von Gorlokk (am 28.01.2008)
 
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

Deine Meinung zu dem Review:

benachrichtigt mich, wenn auf meinen Beitrag eine Antwort geschrieben wurde.
 
Du musst angemeldet und eingeloggt sein, um Deine Meinung zu dem Review zu posten!
Noch kein Account bei Metalglory?! - Anmelden!


musikalischer Background des Verfassers
Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Neo-Thrash/Metalcore, Black Metal, Düster-Rock u.v.m.
X   Aktuelle Top6
1. Haken "The Mountain"
2. Devin Townsend Project "The Retinal Circus"
3. Anathema "Universal"
4. Katatonia "Dethroned & Uncrowned"
5. Karnivool "Asymmetry"
6. 65daysofstatic "Wild Light"
X   Alltime-Klassix Top6
1. In Flames "Reroute To Remain"
2. Anathema "The Silent Enigma"
3. Porcupine Tree "Fear Of A Blank Planet"
4. Trivium "Shogun"
5. Tori Amos "Little Earthquakes"
6. Katatonia "Last Fair Deal Gone Down"

[ Seit dem 28.01.08 wurde der Artikel 5371 mal gelesen ]
 
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2018 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Datenschutz   |   Kontakt   |   Impressum