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 Bethlehem (Deutschland) "Mein Weg" CD

Bethlehem - Mein Weg CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Red Stream  (9 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 73:59
Musikstil: Diverse/Stilübergreifend   (844 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Dark Metal
Homepage: http://www.alexanderwelt.org/ bzw. http://www.redstreamartists.
Weitere Links: http://www.redstream.org/
 Leserwertung
10 von 10 Punkten
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Weitere Infos zu Bethlehem:
REVIEWS:
Bethlehem Mein Weg
Bethlehem Hexakosioihexekontahexaphobia
Mehr über Bethlehem in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

So, nun habe ich also die Ehre, mit „Mein Weg“ den fünften Longplayer von Bethlehem reviewen zu dürfen. Ich muss zugeben, ich hatte vor dem ersten Anhören nicht wirklich einen Plan, was mich hier erwartet.

Ich war mir jedoch ziemlich sicher, dass dieses Album nichts mehr mit den Bethlehem der alten Zeit zu tun haben wird, die es mit ihrem einzigartigen Stil geschafft hatten, zu einer meiner absoluten Lieblingsbands zu werden. Ich bin immer noch der Auffassung, dass die beiden Alben „Dictius te necare“ und „Sardonischer Untergang im Zeichen irreligiöser Darbietung“ das kränkste und abgedrehteste Zeug sind, was jemals im Metal-Bereich veröffentlicht worden ist.

Ich muss zugeben, dass ich das Album „Schatten aus der Alexanderwelt“ nicht kenne, welches soweit es mir bekannt ist, eher in die Richtung Psychorock gehen und in einem erheblichen Kontrast zu den ersten drei Alben stehen soll.

Jetzt aber genug der Vorrede – also ab mit dem Silberscheibchen in den CD-Player und los geht’s. Und schon trifft mich der Schlag. Was ich hier zu hören bekomme, ist ein wirklich äußerst originelles Album, welches den alten Stil von Bethlehem mit vielen verschiedenen Einflüssen zu einer homogenen Masse vermischt, die sich trotzdem noch nach Bethlehem anhört, aber andererseits auch nicht mehr viel mit dem frühen Schaffen der Jungs zu tun hat.

Unterstützt von einer druckvollen Produktion bietet diese Scheibe alles, was das Herz begehrt. Von harten, trockenen Metalriffs, die sich in die Gehörgänge fressen, über melancholische tragende Melodielinien, bis hin zu treibenden Black Metal-Attacken, ist alles auf diesem Album zu finden, wobei auch vor Industrial-Klängen und ruhigen Piano-Passagen nicht zurückgeschreckt wird. Das Album ist insgesamt sehr düster und zeichnet sich durch eine melancholische Grundstimmung aus. Im Gegensatz zu den Erstwerken hat man das Gefühl, dass sich der kranke Geist, der in jedem von uns steckt und von Bethlehem sowohl in musikalischer, als auch in textlicher Hinsicht dem Hörer vergegenwärtigt wird, mit seiner Bestimmung abgefunden hat, und nur noch teilweise dagegen ankämpft, vielleicht sogar seinen inneren Frieden gefunden hat.

Besonders hervorzuheben ist der äußerst abwechslungsreiche Gesang, welcher sich der unterschiedlichsten Stilmittel bedient. Zu erwähnen ist, dass sich neben äußerst cleanen, tragenden Gesangslinien und gutturalen Growls teilweise wieder die kranken Kreischvocals in dieses Album eingeschlichen habe, die einst eines der bekanntesten Markenzeichen von Bethlehem waren.

Textlich beschäftigt sich dieses Album mit altbekannten Themen, welche schon immer bei Bethlehem im Vordergrund standen – Selbstmord, Tod, Schmerz, Verzweiflung, Todessehnsucht. Ich muss zugeben, dass es mir wie immer äußerst schwer fällt, in die Gedankenwelt von Bethlehem einzutauchen, obwohl die Lyrics wie gewohnt in deutscher Sprache verfasst sind. Es erscheint mir jedoch, dass die Todessehnsucht, die innere Zerrissenheit und die Verzweiflung dem Gefühl gewichen sind, den langen Weg des Schmerzes und des Leidens fast hinter sich gelassen zu haben und dem letzten Ziel ein großes Stück näher gekommen zu sein.

Es erscheint, dass die Band endgültig ihren Weg gefunden hat, was ja auch der Albumtitel reflektiert und zusätzlich durch die Frank Sinatra-Cover-Version „My way“, welche sich als versteckter Track nach zehn Minuten Leerlauf am Ende der CD befindet (dieser schrecklichen Unsitte haben sich jetzt also auch Bethlehem bedient), unterstrichen wird.

Insgesamt ist das Album qualitativ sehr ausgeglichen. Neben Bethlehem-Fans der alten Schule ist es jedem zu empfehlen, der auf anspruchsvollen Metal steht und sich auch aus seiner engen Schublade herauswagt.

Tracklist:
1. Aalmutter
2. Allegoria
3. Knochenkorn
4. Frl. Deutsch
5. Felbel Fittich
6. Dr. Miezo
7. Elf Soffitten
8. Einsargen
9. Im Sog
10. Maschinensatan


 
8.5 Punkte von Nekrob (am 30.10.2004)
 
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