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Eigenproduktion No Pride (Österreich) "Der Quell des Lebens" CD

No Pride - Der Quell des Lebens CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Eigenproduktion  (2046 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 58:92
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung:
Homepage: http://www.nopride.at


Weitere Infos zu No Pride:
REVIEWS:
No Pride Der Quell Des Lebens
Mehr über No Pride in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

NO PRIDE nennen sich vier Musiker aus Österreich, die mit „Der Quell des Lebens“ das zweite Album in Eigenproduktion am Start haben.
NO PRIDE gibt es schon seit 1992 und es ist verwunderlich, daß diese Gothic-Rock-Formation bisher kaum Beachtung fand. Das Debütalbum „black bared trees“ soll mit der neuen Scheibe noch getoppt werden.
Die Österreicher aus dem Tullner Raum sind: Andreas Müller – Gesang und Keyboard, Andreas Fuchshuber – Gitarre und Stimme, Manuel Plöchl – Bass und Erzähler und Mick Mayer am Schlagzeug.
Ungewöhnlich ist die Länge der einzelnen Songs. So bringt es der Titel „der quell des lebens“ sogar auf über 16 Minuten.
Sehr neugierig geworden ziehe ich mir das Album gleich einmal rein.
Der Opener „of love and confidence“ ist mit einer Laufzeit von nur knapp über 5 Minuten mit das kürzeste Werk. Ich werde nicht enttäuscht. Die Musiker verstehen es, Spannung aufzubauen und über die Länge der Songs zu halten. Der Gesang reicht von clear bis growl und ist immer wieder überraschend eingesetzt.
„Die Krähe“ beginnt mit einer gesprochenen Einleitung a la Falcos „Jeannie“, um dann mit düsterem Grunzgesang aufzuwarten. Das Keyboard übernimmt gen Ende vollkommen die Führung mit traurig-atmosphärischen Klängen. Das folgende „sceptic“ rockt sofort mit harten Metalklängen los, so daß ich mich erschrecke.
Der darauf einsetzende Gesang ist zuckersüss einschmeichelnd und wird schön von Gitarre und Bass eingerahmt.
Dieser Silberling bietet rasante Tempiwechsel und wirkt , trotz der Länge der Songs, zu keinem Augenblick langweilig.
Was hier alles zum Einsatz kommt, ist schon gigantisch. Von erzählten Passagen, gewaltigen Choren, rifflastigen Gitarren, anmutigen Keyboardklängen usw. bis hin zu tiefstem Grunzgesang – Wahnsinn!
Ausserdem sind die Texte sehr gut ausformuliert, wirken stets für sich und nicht eine Passage wirkt dabei platt.
„Richtung“ ist ein sehr traurig wirkender langsamer Song, der leicht deprimierende Stimmung verbreitet und dabei soooo schön ist.
So viel Abwechslung in einen Song gepackt, das macht NO PRIDE so schnell keiner nach. Das folgende „Lana“ kommt wieder schneller und schön düster daher. Die Atmosphäre wirkt verdichtet, ja fast greifbar. Hier verweben sich harte Metalklänge mit typischen Gothic-Elementen zu einem mitreissenden Gesamtwerk.
Um sich die Musik der Österreicher vorstellen zu können, möchte ich etwas hinkende Vergleiche zu Crematory und Katatonia ziehen. Allerdings trifft beides nicht des Pudels Kern. Sprich, NO PRIDE zelebrieren eine völlig eigenständige Musik, die nur sehr schwer mit anderen Bands vergleichbar ist. Interessant ist auch die Mischung aus deutschen und englischen Texten.
„Der Ast“ überrascht dann mit krassen Riffs und Streicherhintergrund. Der growle Gesang ist fast geflüstert und es herrscht eine düstere bedrohliche Atmosphäre in Moll, die dann durch den klaren Gesang in Dur aufgehoben wird. Die Choren unterstreichen den hymnenhaften Charakter des Songs, einfach schön.
Bei „das bin ich – nicht“ kommen anfangs Trommeln zum rhytmischen Einsatz, das Keyboard löst diese ab, um schliesslich die Gitarristen zu fordern. Mitunter hat man das Gefühl, daß sich die Instrumente duellieren, um dann wieder in schönster Harmonie zu erklingen. Das abschliessende „der quell des lebens“ ist das Herzstück des Albums und auch mein absoluter Favorit. Schon das Intro ist interessant, klingt wie afrikanische Folklore, um vom tiefen Grunzgesang ersetzt zu werden. Plätscherndes Wasser als Hintergrund gibt dem Ganzen, gemeinsam mit dem mystisch klingenden Flüstergesang eine ganz besondere Note und Charme. Bei diesem Titel kommen alle vorher einzeln eingesetzten Stilelemente zu einem gemeinsamen krönenden Finale zusammen. Diesen Song und auch „die krähe“ muss man einfach gehört haben, auch wenn man kein Gothic- oder Metal-Fan ist.
Die Produktion ist satt und druckvoll. Das gesamte Album ist eine sehr schöne Demonstration von Ideen, Energie und musikalischem Schöpferdrang.
Meiner anfänglichen Skepsis ist völlig der Wind aus den Segeln genommen und ich habe einen riesen Respekt vor dem Können dieser Band.
Absolut empfehlenswert!



 
8.0 Punkte von Manuela (am 22.11.2004)
 
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[ Seit dem 22.11.04 wurde der Artikel 5739 mal gelesen ]
 

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