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 Dissection (Schweden) "Maha Kali" MCD

Dissection - Maha Kali MCD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Durchschnittlich
 
Kaufwertung für Euch:
Für Fans der Gattung


Label: Escapi Music  (40 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 12:06
Musikstil: Black Metal   (1391 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Anti-Cosmic Metal Of Death
Homepage: http://www.dissection.nu


Weitere Infos zu Dissection:
REVIEWS:
Dissection Maha Kali
Mehr über Dissection in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Vielleicht liegt es daran, dass meine Erwartungen schlicht zu exorbitant hoch waren, vielleicht liegt es aber auch an der glorreichen Vergangenheit der einstigen Könige schwedischen Black/Death Metals. Fakt ist jedoch, dass "Maha Kali", das erste Lebenszeichen nach der Zwangspause Dissections (über welcher wohl jeder bestens im Bilde ist), der erste neue, auf einer Platte erschiene Song seit dem Mini-Album "Where Dead Angels Lie" (1996), die von Heerscharen ungeduldiger Fans herbeigesehnte Wiedergeburt der Schweden, einfach nicht das hält, was der Name Dissection Mitte der Neunziger versprach.

Nicht nur, dass es sich hier lediglich um eine 2-Track-Single handelt, die zweite Hälfte der Single wird zudem von einer Neuaufnahme des "Storm Of The Light's Bane"-Klassikers "Unhallowed" belegt, was unterm Strich einen neuen Song für die Masse an dürstenden Fans bedeutet. Doch vielleicht sollten wir auch mit jenem zweiten Track anfangen, denn beim Hören dieser genialen Klänge wird schnell klar, welchen Status sich Dissection mit gerade einmal zwei Full-Length-Alben erspielen konnten. Verändert wurde an "Unhallowed" natürlich nichts, etwas kürzer ist er geworden, zudem steht die Schießbude mehr im Vordergrund...schön zu hören allerdings, dass Jons kehlig-raues Gebelle noch immer denselben Biss hat, er also während seiner Inhaftierung kräftig geübt haben dürfte.

Soweit so gut, wagen wir uns an "Maha Kali", DEN Rückkehr-Song Dissections und schon wird die Sache schwieriger. Ein seltsam gutgelauntes Riff und anfangs unnötig aryhthmische Drumspuren rufen Stirnfalten hervor, welche sich auch in den nächsten Minuten nicht recht legen wollen. Eindeutig moderner, eindeutig anders klingen Dissection auf "Maha Kali", seltsam verwandelt und schrecklich banal. Ein stupider und an Simplizität nicht zu übertreffender Drumrhythmus der Marke "Uffta-Uffta" reiht sich nahtlos in die Banalität des Songs ein. Da kann auch der lupenreine und druckvolle Sound nichts retten - "Maha Kali" geht nach hinten los! Ein semiakustischer Zwischenteil mit gesprochenen Passagen lässt zwar kurz aufhorchen, all die aufkeimende Hoffnung wird jedoch durch ein sich direkt anschließendes, unsägliches Heavy Metal-Solo erstickt und unter dem schrecklichen Gejaule vergraben. Begleitet von Frauengesang, welcher den Songs meines Erachtens nach nochmals leicht zu bessern weiss, klingt "Maha Kali" nach sechs Minuten aus und hinterlässt erschreckend wenig. Auch diverse weitere Hördurchgänge konnten mich nicht dazu veranlassen, Freundschaft mit diesem neuen Song zu schließen, eher im Gegenteil: Sie schraubten meine Angst hoch, dass das anstehende, dritte Studioalbum voller solcher Songs stecken könnte. Zwar heißt es, dass der Großteil des neuen Werkes bereits vor Jons Inhaftierung geschrieben wurde, doch auszuschließen ist es wohl nicht!

Lange habe ich überlegt, welche Einstellung ich zu "Maha Kali" hätte, wäre er von einer anderen Band geschrieben worden. Mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Song gar nicht übel finden würde, besonders die melancholische Zwischenpause und den weiblichen Gesang soagr als recht gelungen bezeichnen würde. Unter dem mächtigen Banner von Dissection jedoch stellt sich wohl ein jeder Leser etwas anderes vor. Und überhaupt: Was zur Hölle soll dieses ganze "Maha Kali"-Gewäsch und diese Integration indischer Göttinnen in die einstmals satanische Musik Dissections? Hat Jon sein Bewährungshelfer davon abgeraten, über den Gehörnten zu singen oder hat der Aufenthalt hinter - Kalauer - schwedischen Gardinen wirklich dazu geführt, dass sich Jon für diese Thematik interessiert? Fakt für mich ist, dass Dissection gefälligst bleischweren, melodischen und satanischen Black/Death Metal zu spielen haben und sich nicht indischen Mythen in Verbindung mit "irgendetwas aber nicht Black/Death"Metal hingeben sollen! Doch, wie eingangs erwähnt, wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet und gestehe der Band keine Weiterentwicklung zu. Doch sind wir mal ehrlich - gibt es einen unter euch, der Dissection nicht gerne wieder so hätte wie 1996?

Unterm Strich mit Ach und Krach (und wegen "Unhallowed") 5,5 Punkte, auch weil es trotz allem schön zu wissen ist, dass die Band (wenn auch nur mit Jon als Gründungsmitglied) wieder dabei ist.


 
5.5 Punkte von Björn Springorum (am 03.12.2004)
 

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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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[ Seit dem 03.12.04 wurde der Artikel 6545 mal gelesen ]
 
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