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Live Dream Theater (USA) "Live at budokan" DVD

Dream Theater - Live at budokan DVD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: Warner Music  (36 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 172 m
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Progressive Metal
Homepage: http://www.dreamtheater.net
Weitere Links: http://www.warnermusic.de


Weitere Infos zu Dream Theater:
REVIEWS:
Dream Theater Live At Budokan
Dream Theater Metropolis 2000: Scenes From New York
Dream Theater Score (live)
Dream Theater Score (live)
Dream Theater Systematic Chaos
Mehr über Dream Theater in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Dass Dream Theater mit ihren qualitativ hochwertigen und äußerst abwechslungsreichen Studio-Alben zu den ersten Adressen des Progressive Metals gehören, muss wohl keinem Fan harter anspruchsvoller Musik mehr erzählt werden. Dass Dream Theater darüber hinaus eine grandiose Live-Band ist, die sich mit ihrer Spielfreude und Virtuosität immer wieder selbst übertrifft, müsste auch hinlänglich bekannt sein.

Somit habe ich mich auch mit extrem hohen Erwartungen an diese Live-DVD herangewagt. Und eines vorweg – meine Erwartungen wurden noch um einiges übertroffen. Denn was Dream Theater auf diesem Live-Mitschnitt ihres Konzertes vom 28.04.2004 im Budokan (Tokyo) abliefern, ist einfach unglaublich. Der 172-minütige Konzert-Mitschnitt legt dabei das Hauptaugenmerk auf die fünf Musiker, wobei das Publikum relativ wenig zu sehen ist.

Was bei anderen Live-Mitschnitten durchaus als Kritikpunkt zu werten ist, verkehrt sich hier aber ins Gegenteil. Denn es ist wirklich eine Augenweide, den fünf Jungs bei ihrer Performance zuzusehen. Mit welcher Geschwindigkeit, Spielfreunde und technischer Präzision die Herren Petrucci, Myung, Portnoy und Rudess ihre Instrumente bedienen, ist teilweise unglaublich, so dass trotz des relativ langen Sets (18 Stücke) nie Langeweile aufkommt. Unterstützt wird die Performance durch eine ziemlich aufwendige Lichtshow sowie die Verwendung von drei großen Monitoren, auf denen unabhängig voneinander Bilder und Videoeinspielungen zur visuellen Untermalung der Musik erscheinen.

Bei der Songauswahl haben Dream Theater für diese Live-DVD den Schwerpunkt auf die letzten beiden Studioalben gelegt, wobei jeweils fünf Stücke von der „Train of thought“ („As I am“, „The dying soul“, „Endless sacrifice“, „In the name of god“ sowie das Instrumental „Stream of consciousness“) und der „Six degrees of inner turbulence“ („War inside my head“, „The test that stumped them all“, „Goodnight kiss“ „Solitary shell“ und „Disappear“) ihren Weg auf diese CD gefunden haben. Leider wurde dabei gerade bei der „Six degrees of inner turbulence“ der Schwerpunkt auf die Stücke der zweiten CD gelegt, welche meines Erachtens zu den eher schwächeren Werken von Dream Theater zählt. Somit werden dem Zuschauer Kracher von der ersten CD wie „The glass prison“ oder „The great debate“ unterschlagen.

Positiv hervorzuheben ist, dass ein weiterer Schwerpunkt für dieses Live-Konzert auf das „Falling into infinity“-Album gelegt wurde, welches meines Erachtens neben „Awake“ und „Metropolis – Scenes from a memory“ zu den bisherigen Glanzpunkten der Dream Theater-Discographie gehört. Neben „Trial of tears” und “New millenium” wurde das Publikum mit einer völlig überarbeitete Version von “Hollow years” überrascht, welche neben einem neuen verträumten Akkustik-Gitarren-Intro über ein stark verlängertes Gitarrensolo im Mittelteil verfügt, in dem das Thema des bekannten Gitarrensolos auf äußerst virtuose Weise von John Petrucci fortgesponnen wird.

Auf Stücke vom „Awake“-Album wird bei diesem Konzert ganz verzichtet. Die Frühgeschichte der Band wird lediglich mit „Only a matter of time“ und dem obligatorischen „Pull me under“ gewürdigt. Als einziges Stück von der „Metropolis – Scenes from a memory“ findet sich „Beyond this life“ auf der Set-List wieder. Auch bei diesem Stück sind Dream Theater wieder für eine faustdicke Überraschung gut. Denn das Stück hat plötzlich eine Länge von 20 Minuten und verfügt über einen komplett neuen, jazzig-virtuosen Zwischenteil, der in das ursprüngliche Solo integriert wurde und kurz vor dem Übergang in den regulären Schlussteil in einer Schlacht zwischen Schlagzeug und Keyboard mündet, welche Mike Portnoy und Jordan Rudess die Möglichkeit gibt, dem Publikum ihr ganzes Können eindrucksvoll zu beweisen.

Abgerundet wird dieses Live-Konzert durch ein relativ kurzes Keyboard-Solo sowie ein zwölf-minütiges Instrumental-Medley, welches einen äußerst gelungenen Querschnitt durch das gesamte instrumentelle Werk von Dream Theater abbildet. Immer wieder die Themen des überragenden „Dance of eternity“ vom „Metropolis – Scenes from a memory“-Album aufgreifend, werden sämtliche Instrumentals der Bandgeschichte zu einem völlig neuen Komposition zusammengefasst („Ytse jam“, „Erotomania“, „Change of seasons“, „Hell’s kitchen“). Auch vor Themen des Liquid Tension Experiments (Instrumental-Projekt von Mike Portnoy, Jordan Rudess und John Petrucci mit Tony Levin) wird dabei nicht halt gemacht.

Insgesamt geht die Songauswahl absolut in Ordnung. Dream Theater ist es eindrucksvoll gelungen, einen interessanten Querschnitt der Bandgeschichte auf dieser Live-DVD zu verewigen und auch Besitzern der älteren Live-Videos/DVDs einen Mehrwert zu schaffen, indem der Focus auf bislang noch nicht auf Live-Mitschnitten veröffentliches Material gelegt wurde. Somit ist dieses Live-Konzert auf keinen Fall mit einem Best-Of-Album zu verwechseln, da viele Klassiker und Highlights der Bandgeschichte nicht auf dieser Veröffentlichung zu finden sind.

Von den immerhin 70 Minuten Bonusmaterial ist ausschließlich die Spezialversion des Instrumedleys uneingeschränkt zu empfehlen. Hier bietet sich dem Zuschauer die Möglichkeit, die Musiker einzeln beim Spielen dieses Stückes zu bestaunen (insg. fünf Kameraperspektiven). Auch das restliche Bonusmaterial wird sicher seine Liebhaber finden. Ich bin jedoch kein Fan von Backstage- und Tour-Berichten, in denen die Musiker über 20 Minuten lang belangloses Zeug in die Kamera erzählen. Auch die Erklärung des Gitarren- und Keyboard-Equipments durch John Petrucci und Jordan Rudess wird sicher für Musiker interessant sein. Zusätzlich wird noch neben einem Drumsolo von Mike Portnoy (leider in ziemlich schlechter Tonqualität) das Eröffnungsvideo der Japan-Tour 2004 geboten, welches die gesamte Bandhistory mit Hilfe der Albumcover und Live-Bildern einem Zeitstrahl ähnlich dokumentiert.

Playlist:
1. As i am
2. The dying soul
3. Beyond this life
4. Hollow years
5. War inside my head
6. The test that stumped them all
7. Endless sacrifice
8. Instrumedley
9. Trial of tears
10. New millenium
11. Keyboard solo
12. Only a matter of time
13. Goodnight kiss
14. Solitary shell
15. Goodnight kiss
16. Disappear
17. Pull me under
18. In the name of god

Line-Up:
James LaBrie: Vocals, Percussion
John Myung: Bass guitar, Chapman stick
John Pertrucci: Guitar, Vocals
Mike Portnoy: Drums, Vocals
Jordan Rudess: Keyboard


So, nun ist es aber an der Zeit, eine Bewertung dieser DVD abzugeben. Und so schwer es mir auch fällt und ich mich eigentlich immer davor drücken wollte, die Höchstnote zu vergeben, kann ich nur zu einem Ergebnis kommen – 10 Punkte !!!

 
10.0 Punkte von Nekrob (am 10.12.2004)
 
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