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 Gojira (Frankreich) "The Way of all Flesh" CD

Gojira - The Way of all Flesh - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Listenable Records  (80 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 10.10.2008   (1535 verwandte Reviews)
Spieldauer: 75:15
Musikstil: Metal   (947 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Post-Prog Extreme Metal
Homepage: http://www.gojira-music.com
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Weitere Infos zu Gojira:
REVIEWS:
Gojira From Mars To Sirius
Gojira The Link (remixed)
Gojira The Link Alive
Gojira The Way Of All Flesh
Gojira L'enfant Sauvage
Mehr über Gojira in der Metalopedia
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im Forum

Nach ihrem 2005er Durchbruch namens „From Mars to Sirius“ sind die französischen Godzilla-Fans mit einem neuen Album zurück: GOJIRA (was der japanische Name für die erwähnte Atomechse ist) beehren die gespannte Death-Prog-Gemeinde mit einem Nachfolger. „The Way of all Flesh“ ist dieser betitelt und tritt ein erwartungsvolles Erbe seines drei Jahre alten Vorgängers an. Die Frage im Raum ist nun besonders: Kann das neue Pferd im Stall die Erwartungen von Fans und Presse erfüllen?

Die Antwort hierauf ist ein klares „Jein“, denn ob man sich mit dem vertonten Weg - den nun mal alles Fleisch früher oder später geht - anfreunden kann, hängt genau wie bei dem Ende des biologischen Lebens von der inneren Einstellung und Perspektive ab. Der durch Presseberichte plötzlich auf die Franzosen aufmerksam gewordene Interessierte wird an „The Way of all Flesh“ vielleicht schnell die Lust und die Geduld verlieren, um sich stattdessen etwas einfacherer Kost zuzuwenden. Währenddessen wird der offene und stets zu neuen Erfahrungen bereite Hörer sich auf den neuen Silberling einlassen können und ein weiteres, wundervolles Stück Tonkunst aus der Feder der Gebrüder Duplantier entdecken. Eins ist „The Way of all Flesh“ nämlich sicherlich nicht: leichte Kost. Wer GOJIRA und ihre interessante Musik zwischen Post-Prog und technischem Death Metal kennen und lieben gelernt hat, wird aber auch an der neuen Scheibe Gefallen finden und ein Album kennenlernen, das sich etwas von der oft durchbrechenden Eingängigkeit seines Vorgängers lossagt und stattdessen alternative Wege in einem bekannten Gewand erkundet. Noch immer hört man GOJIRA ihre Unverkennbarkeit inklusive sämtlicher Stilmerkmale an, doch geht auf „The Way of all Flesh“ der Weg eben eher nach unten in Richtung Erdreich, anstatt wie bei „From Mars to Sirius“ mit fliegenden Walen durch galaktische Weiten. Erde und Schwere ist es demnach auch, was man dem neuen Album massiv anhört. Mit teils ungeheurer Heaviness, viel schleppendem Druck, ein paar sogar schon fast schamanistischen Ansätzen („The Art of Dying“) und einigen „neuen“ Experimenten wie Vocoder und ein wenig Synthetik („A Sight to Behold“) bohrt sich „The Way of all Flesh“ mit seinen Riff-Dampfwalzen, Doublebass-Attacken und rythmischen Spielereien tief in die Erde und bringt die Würmer, die sich dort durch verwesendes Fleisch fressen zum wummern. Auch textlich geht die Reise diesmal eher ins Ich als in die unendlichen Weiten, trägt Duplantier doch mit der gewohnt aggressiv gröhlenden, aber trotzdem immer wieder melodischen Stimme seine tiefgehenden und intensiven Wortwelten zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit, Bewusstsein und Unterbewusstem und Mensch und Natur vor. Am Ende und nach etwas Eingewöhnungszeit passt im Hause GOJIRA also alles wieder wie der Nagel in den Sargdeckel und „The Way of all Flesh“ reiht sich nahtlos in die beeindruckende Diskographie einer der besten Bands Frankreichs ein.

Zusammengefasst bieten GOJIRA ein spannendes Album voll Progressivität, Extreme und Leidenschaft. Dabei klingt „The Way of all Flesh“ immer noch nach einem typischen GOJIRA-Album, das aber durch ein paar Experimente und neue Ansätze genau das richtige Maß an Weiterentwicklung präsentiert, um die Franzosen nicht in den Bereich der Stagnation fallen zu lassen. Im Gesamtbild kann der Neuling zwar trotzdem nicht ganz an „From Mars to Sirius“ herankommen, liegt aber an der Metalglory-Messlatte in meinen Augen nur einen halben Punkt dahinter.

Anspieltipps: „Oroborus“, „The Art of Dying“, „Esoteric Surgery“

 
Tracklist: Lineup:
1. Oroborus
2. Toxic Garbage Island
3. A Sight to Behold
4. Yama's Messengers
5. The Silver Cord
6. All the Tears
7. Adoration for None
8. The Art of Dying
9. Esoteric Surgery
10. Vacuity
11. Wolf down the Earth
12. The Way of all Flesh
 
Guitars, Vocals: Joseph Duplantier
Guitars: Christian Andreu
Bass: Jean Michel
Drums: Mario Duplantier

 
8.5 Punkte von Gorlokk (am 06.11.2008)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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6. Katatonia "Last Fair Deal Gone Down"

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