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Eigenproduktion Excelsis (Schweiz) "The legacy of Sempach" CD

Excelsis - The legacy of Sempach CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
Eine Kaufaufforderung :)!!


Label: Eigenproduktion  (2046 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 64:28
Musikstil: Folk/Mittelalter   (229 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Helvetic Folk Power Metal
Homepage: http://www.excelsis.ch
Weitere Links: http://www.auroramusic.ch


Weitere Infos zu Excelsis:
REVIEWS:
Excelsis The Legacy Of Sempach
Excelsis Tales Of Tell
Excelsis Standing Stone
Mehr über Excelsis in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum


Das zurückliegende Demo „Tales of Tell” der Schweizer Folk Metal Band Excelsis gehört zu den absoluten Perlen in meinem Underground Regal und wird gern von mir zitiert, wenn ich mich auf hochwertige Eigenproduktionen berufe. So war ich sehr gespannt auf den Nachfolger, der diesmal über das Schweizer Label Aurora Music erscheint und von Mika Jussila im renomierten Finnvox Studio gemastered wurde. Aufgenommen und produziert haben die Jungs allerdings noch selbst. Da auch die CD direkt von der Band an uns verschickt wurde, denke ich mal, dass das Label lediglich eine Vertriebshilfe ist und werte „The legacy of Sempach“ als Eigenproduktion. Seltsam, dass sich immer noch keine größere Firma für die Schweizer entschieden hat.
Umso erfreulicher, dass sich Münggu Beyeler (Vocals, bass), Samson Müller (Guitar, Backing vocals), Roland Schwab (Guitar, Backing vocals), Adrian Roth (Keyboards) und Küsu Herrmann (Drums) davon nicht schocken lassen und einfach konstant weiter arbeiten. „The legacy of Sempach“ heißt das mittlerweile vierte Machwerk der Berner Metaller, das es einmal mehr wirklich in sich hat.
Nach den ersten Durchläufen war ich versucht, dieses erneut sehr gelungene Album ein wenig schwächer als den Vorgänger einzustufen. Grund dafür ist der arg gewöhnungsbedürftige Sound. Excelsis arbeiten auf „The legacy of Sempach” mit sehr viel Hall. Besonders beim charismatischen Gesang bereitete mir das anfänglich Schwierigkeiten. Manchmal droht dieser in den stets präsenten Chören unter zu gehen. Erst mit fortlaufender Hördauer lernt man die so erzeugte düster-sakrale Atmosphäre zu schätzen. Ähnlich verhält es sich mit den formidablen Gitarrenriffs und der Rhythmussektion. Hat man zunächst den Eindruck, alles sei etwas saftlos verarbeitet, entfaltet sich bald eine gelungene finstere Grundstimmung, die dem Folk Power Metal sehr gut zu Gesicht steht. Dennoch sei als Kritikpunkt festgehalten: Mit etwas mehr Brett würden gewaltige Power Kracher wie das mächtige „Return of the dragon slayer“ noch viel mehr scheppern.
Und doch hat sich viel getan seit „Tales of Tell“. Die in meinem letzten Review unterstellten Schwächen im spieltechnischen Bereich sind mittlerweile ausgemerzt. Auch auf dem kompositorischen Gebiet wurde das Können noch einmal deutlich verbessert. Die Songs auf „The legacy of Sempach” sind durchweg stimmig und anspruchsvoll komponiert. Der Einsatz traditioneller Instrumente ist geblieben. Ich habe jedoch den Eindruck, dass er ein wenig eingeschränkt worden ist. Traditionelle Elemente im Songwriting sind, obwohl stets vorhanden, auch ein wenig zurückgefahren worden. Auffällig ist auch, dass historisches Liedgut, soweit ich es beurteilen kann, dieses Mal fehlt. So präsentieren sich Excelsis 2004/5 deutlich Metallastiger als bisher, und das gefällt mir außerordentlich gut. Zumal die folkloristischen Elemente weiterhin deutlich wahrnehmbar sind. Wirklich Spaß macht zudem die Abwechslung im Songwriting. Vom epischen Mittelaltermetalkracher („The quest“) über heroischen True Metal Stoff („Warrior“, „We are kings“) bis hin zur sehr gelungenen melancholischen Ballade „Calla Palustris – The dragonroot“ zeigt die Band eine erstaunliche kompositiorische Vielfalt.
Damit wären übrigens auch schon meine Lieblingsstücke auf „The legacy of Sempach“ genannt. Ausfälle sind überhaupt keine dabei. Textlich wird natürlich erneut ein Kapitel der helvetischen Geschichte behandelt. Musikalisch bewegen sich Excelsis weiterhin in der Schnittmenge von Blind Guardian, Skyclad und Subway to Sally. Für „The legacy of Sempach” haben sie eine Extraprise Power Metal amerikanischer Prägung dazu gepackt. Mit diesem Demo hängen sie die Messlatte für die Konkurrenz in schwindelnde Höhe. Für Folk Metal Fans klingt das Jahr mit der neuen Skyclad und diesem Demo schön harmonisch aus.
Wer sich auch nur ansatzweise für den Underground interessiert und mit den zitierten Stilen etwas anfangen kann, sollte hier auf jeden Fall zugreifen. „Sempach“ ist ein ungeschliffener Rohdiamant, strahlend schön und von unermesslichem Reichtum.

 
9.0 Punkte von Christian (am 26.12.2004)
 
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[ Seit dem 26.12.04 wurde der Artikel 6404 mal gelesen ]
 
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