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 Koldbrann (Norwegen) "Nekrotisk Inkvisition" CD

Koldbrann - Nekrotisk Inkvisition CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Twilight Vertrieb  (61 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 49:23
Musikstil: Black Metal   (1391 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Primitive Black Art
Homepage: http://www.koldbrann.net
Weitere Links: http://www.twilight-vertrieb.de
 Leserwertung
8.83 von 10 Punkten
bei 6 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Koldbrann:
REVIEWS:
Koldbrann Nekrotisk Inkvisition
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Diskussion zum Review
im Forum

Norwegen bebt. Und wie! Nicht nur, dass sich die nordischen Schwarzmaler in letzter Zeit mehr und mehr auf alte, grimmige Tugenden zurückbesinnen - man denke nur an die Traditionalisten Tsjuder, Taake, Khold oder 1349 - vielmehr entstehen in dieser kleinen, pechschwarzen Renaissance wahrlich einige verdammt starke Alben weitestgehend unbekannter Bands, die ich dem norwegischen Black Metal in dieser Form noch vor einigen Jahren kaum zugetraut hätte. Koldbrann sind ein weiteres aktuelles Beispiel, dass der Höllenschlund in Norwegen nach den ereignisreichen Frühneunzigern alles andere als versiegelt wurde und in regelmäßigen Abständen noch immer verteufelt rohe und verachtende Black Metal-Schandtaten über die Fjorde zu uns herunterschickt. Zwar erst 2001 gegründet, verinnerlichen Koldbrann (ob der Name etwas mit heimtückischem Gefrierbrand zu tun hat?) dennoch mit Leib und Seele die Essenz primitiven, misantropischen, hasserfüllten Black Metals, wie das ursprünglich über Desolate Landscapes wiederveröffentlichte und nun vom Twilight Vertrieb abermals neu aufgelegte Debüt der Norweger, "Nekrotisk Inkvisition" beweist. Schwarz-weißes Cover, durchgehend norwegische Lyrics, Corpsepaint-Fotos und so wenig Hintergrundinformation wie möglich stecken die Rahmenbedingungen, bevor die vier Burschen mit "Fortapelse i Svovel og Helvetesild" die Hölle entfesseln: Ein kurzes Intro-Gemisch aus Feuergeprassel, MG-Feuer und sakralem Gesang später befinden wir uns direkt in der Welt von Koldbrann, instinktiv etwa 12 Jahre in die Vergangenheit geschleudert. Vier kurze Beckenschläge zählen den Song an und stellen von Beginn an den wohl ruppigsten, ursprünglichsten und trockensten Schlagzeugsound seit Gorgoroth's "Under The Sign Of Hell" heraus; die Basedrum ist fast nicht hörbar, vielmehr SPÜRT man sich einfach in der Magengegend und die Snare klingt so dermaßen trocken und intensiv, dass man meinen könnte, die Norweger hätten einen Specht bei der Arbeit aufgenommen. Hölzern, unmenschlich schnell und absolut räudig scheppert die Schießbude vor sich hin und verpasst dem Album somit ein enorm charakteristisches Merkmal. Absolut genial! Da es der Gehörnte gut mit Koldbrann meinen muss, fügt sich auch das restliche Instrumentarium ausgezeichnet in die Kakophone Ode an den Hass ein. Schrammelige, frostige und eisig-rasende Gitarren, der raue und blutige Keifgesang und die mehr als undergroundige, dennoch nicht miese Produktion lassen "Nekrotisk Inkvisition" zu einem infernalischen Gesamtwerk werden, welches den Fokus zwar klar auf wütend heruntergeprügelte Black Metal-Torpedos legt (der Specht somit reichlich Arbeit bekommt), gleichwohl aber auch gerne mal das Tempo zurückschraubt, um sich in monotonen Malmern oder leicht groovenden Doublebass-Eskapaden zu ergehen. Kurz: Koldbrann machen absolut nichts Neues, wissen aber aus alten Ingridienzen wahrlich höllische Black Metal-Kunst zu erschaffen, weshalb sich jeder Traditionalist die Finger nach diesem Höllenalbum lecken sollte. "Nektositk Inkvisition" steht klar in der Tradition alter norwegischer Referenzwerke und auch wenn es diese zwar nicht zu erreichen vermag, tut das dem nostalgischen Hörgenuss der gut durchdachten und mit felsenfester Überzeugung hervorgewürgten Songs allerdings keinerlei Abbruch.

Fazit: Anhänger rohen Black Metals a la Darkthrone, Carpathian Forest oder Burzum (allesamt die ersten Werke) sollten Koldbrann unbedingt antesten, diese Granate ist den Kauf allein wegen des Schlagzeugsounds und der hasserfüllten Überzeugungs des Quartetts wert.
 
8.5 Punkte von Björn Springorum (am 10.01.2005)
 

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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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