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 Heaven & Hell (Großbritannien) "The Devil You Know" CD

Heaven & Hell - The Devil You Know - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
Eine Kaufaufforderung :)!!


Label: Roadrunner Records  (146 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 24.4.2009   (1358 verwandte Reviews)
Spieldauer: 54:03
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Classic Metal / Doom Metal
Homepage: http://www.heavenandhelllive.com
 Leserwertung
9.5 von 10 Punkten
bei 2 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Heaven & Hell:
REVIEWS:
Heaven & Hell Live Radio City Music Hall
Heaven & Hell Live Radio City Music Hall
Heaven & Hell The Devil You Know
Heaven & Hell Radio City Music Hall – Live! Blu-ray
Mehr über Heaven & Hell in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Ozzy Osbourne oder Ronnie James Dio – dieser Streit erhitzt die Szene seit Jahrzehnten. Ein paar ganz helle Köpfe bringen noch Namen wie Tony Martin, Ian Gillan oder Glenn Hughes ins Spiel. Die stehen aber nicht wirklich zur Diskussion. Ozzy oder Dio ist die Frage, die Metal Tafelrunden in zwei Lager spaltet.

Im aktuellen Geschehen stellt sich die Frage nicht mehr wirklich. Black Sabbath bedeutet Ozzy Osbourne. Und Ronnie James Dio singt bei Heaven & Hell. Mir als Dio Jünger ist es eine wahre Freude, dass sich letztgenannte Formation als die stabilere erweist. Nach den vielumjubelten Festivalauftritten und Welttourneen sind die Musiker derartig zusammengerückt, dass die Zeit reif wurde für ein neues Studioalbum. Das ist alles andere als ein lauer Aufguss abgehangener Ideen eines Rentnerensembles. „The Devil You Know“ ist eine Lektion für die Gemeinde – eine weise Lehrstunde in Sachen Classic Metal.

Zunächst fällt auf, dass sich Heaven & Hell auf diesem Werk ziemlich doomig geben. Es gibt die ein oder andere Uptempo Nummer, und das überzeugende „Eating The Cannibals“ sowie das etwas schwächer geratene „Neverwhere“ drücken sogar sachte auf das Gaspedal. Doch in der Regel bleiben Black Sabb.... äh, Heaven & Hell im gemäßigten Tempo.

Nicht jeder Song ist dabei ein Welthit. „Fear“ zum Beispiel wird zwar von einem interessanten Strophenriff geprägt und hat eine tolle Bridge, bleibt darüber hinaus aber recht blass. Das vergleichsweise beschwingte „Double The Pain“ sorgt für Abwechslung und macht daher im Kontext Sinn, kann mich als freistehender Song nicht vollends überzeugen. Und schließlich ist es „The Turn Of The Screw“, bei dem nach einigen Durchläufen das ein oder andere Mal geskippt wird.

Doch bleiben wir mal auf dem Teppich: Dio, Iommi, Butler, Appice – glaubt wirklich irgendjemand da draußen, dass diese Herrschaften schwache Musik abliefern können? NEIN! Was ich hier als vergleichsweise laue Nummern herausstelle, ist immer noch ganz großartige Kunst. Dafür sorgt allein das Ausnahmekönnen der einzelnen Musiker. Das versierte Betondrumming von Vinny Appice bildet dabei eine sichere Grundlage. Tony Iommi ist weithin und zurecht als der unumschränkte König aller Riffs bekannt. Das stellt er auch dieses Mal wieder unter Beweis. Absolut genial sind aber die Leistungen von Geezer Butler und Ronnie James Dio. Ein derart variables und zielsicheres Bassspiel hört man heutzutage im Metal nicht mehr. Und Ronnie James Dios Vorstellung ist einmal mehr über jeden Zweifel erhaben. Egal wie langweilig ein Song ist (und auf diesem Album findet sich ein solcher nicht): Die Stimme des kleinen Amerikaners fängt den Hörer ein und lässt ihn nicht mehr los. Dio gehört zu den ganz wenigen Sängern im Heavy Metal, die wirklich singen können. Nach endlosen Jahrzehnten im Rock Business ist sein Gesang so großartig wie eh und je. Wenn man hier überhaupt von „Gesang“ sprechen kann. Was Ronnie James Dio da aus seinen Stimmbändern herausholt, ist viel mehr als nur Gesang. Es ist pure Magie.

Magie, die die Höhepunkte des Albums zu wahren Hymnen veredelt. Da ist zum Beispiel das megaepische „Bible Black“ mit dem furiosen Gitarrensolo und dem getragenen Anfang. Dessen Akkorde sind freilich oft gehört. Und dennoch ist dieser Song phantastisch gelungen und Balsam für eine geplagte Classic Metal Seele. „Blockbuster“ ist das Wort, das hier in aller Munde ist. Damit können wir gleichwohl „Rock & Roll Angel“ bezeichnen, das tief in den Achtzigern verwurzelt ist und dort bilderbuchmäßig auf einem Dio Soloalbum stehen könnte. „Follow The Tears“ ist eine brillante Symbiose aus mächtigem Riffing und dem überragenden Gesang von Ronnie James Dio, die von einer sehr dichten Atmosphäre getragen wird. Unbedingt erwähnen muss man außerdem den Opener „Atom & Evil“, ein mächtiger melancholischer Doomer mit grandiosen Gesangslinien und einer einzigartigen Stimmung. Mit ihm bildet das überwältigende „Breaking Into Heaven“ eine beeindruckende Klammer um das Gesamtwerk. Denn die Schlussnummer setzt einem hervorragenden Album die Krone auf. Schwer, behäbig und bittersüß frisst es sich langsam in Hirn, Herz und Magen des Zuhörers, um ihn in beinahe vergessene Welten zu entführen, als man Metal noch mit dem Wort „erhaben“ titulieren konnte.

Gemeinsam mit dem oben erwähnten „Eating The Cannibals“ ergibt das sechs Hymnen für die Metalgötter. Damit ist für mich „The Devil You Know“ sicher nicht so gut wie die epochalen Werke der frühen Achtziger. Jedoch ist es meines Erachtens das beste Album aus dem Black Sabbath Clan seit „Headless Cross“, das ziemlich genau zwanzig Jahre zurück liegt. „The Devil You Know“ ist würdevoll, gewaltig – und ehrfurchtgebietend für den Großteil der Konkurrenz. Hört her, ihr Musikanten und Musikbegeisterte. Die Meister zeigen mal wieder, wie es geht!
 
Tracklist: Lineup:
01. Atom & Evil
02. Fear
03. Bible Black
04. Double the Pain
05. Rock & Roll Angel
06. The Turn of the Screw
07. Eating the Cannibals
08. Follow the Tears
09. Neverwhere
10. Breaking into Heaven
 
Gesang: Ronnie James Dio
Gitarre: Tony Iommi
Bass: Geezer Butler
Drums: Vinnie Appice

 
9.0 Punkte von Christian (am 04.05.2009)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

[ Seit dem 04.05.09 wurde der Artikel 4646 mal gelesen ]
 
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