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Eigenproduktion Thulr (Deutschland) "The Seafarer" CD-R

Thulr - The Seafarer - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 


Label: Eigenproduktion  (2046 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 26.2.2009   (1358 verwandte Reviews)
Spieldauer: 55:00
Musikstil: Pagan/Viking Metal   (276 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Melodic Heathen Metal
Homepage: http://www.myspace.com/thulr
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Thulr The Seafarer
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Es ist doch immer wieder schön, mitzuerleben, wie sich ein Künstler oder eine ganze Band weiterentwickelt. Auch bei THULRs neuem und eigenproduzierten Output mit dem Titel „The Seafarer“ ist dies der Fall, denn der musikalische Eigenbrödler Morten hat es im Gegensatz zu dem Vorgänger-Demo „Forsitesland“ nicht nur geschafft, sich in allen Belangen zu verbessern, sondern auch das Klangbild mit Hilfe eines Gastsängers für die clean Vocals und einer sich stimmig einfügenden Violinistin angenehm zu erweitern.

Als erstes ist sicherlich der Sound auf „The Seafarer“ zu erwähnen. War dieser auf „Forsitesland“ noch heimproduziert, hat man sich diesmal mit Aufnahmen und Mix in etwas professionellere Hände begeben, was sich ab dem ersten und titelgebenden Song sogleich bemerkbar macht. Der leider immer noch präsente Drumcomputer konnte immerhin ebenfalls mit einem besseren Sound versehen werden und weckt nun keine Erinnerungen an ein ausgedientes Casio-Keyboard mehr. Aber nicht nur soundtechnisch, sondern auch im Bereich Song-Writing ist es steil bergauf gegangen: „The Seafarer“ glänzt immer noch durch die typische THULR-Mixtur aus heidnisch-metallischen Melodien, der Aggression des Black Metal (welche hauptsächlich durch die Growls und den Gitarrensound transportiert wird) und akustische Folklore-Einsprengsel, welche Abwechslung nicht missen lassen - hinzu kommen aber ausgefeiltere Songstrukturen, der erwähnte Gastsänger mit seiner klaren Stimme und die gut eingepasste Violine. Damit steht auch einer Expansion der Klangwelt THULRs nichts mehr im Wege.
Textlich dreht sich beim Seefahrer alles um die Welt der Angelsachsen: Inspirationen aus Kultur und Geschichte werden mit Bruchstücken der leider nur kläglich erhaltenen Lyrik jener Zeit verwoben (z.B. „Beowulf“, „Widsith“ und das angelsächsische Runengedicht) und erschaffen so eine angenehm authentisch anmutende Atmosphäre mit bunten Verweisen auf die entsprechende Kultur. Wer hier Hollywood-Kitsch oder Sword-and-Sorcery-Texte vermutet, der ist bei THULR ganz sicher an der falschen Adresse!
Verpackt ist das gute Stück in ein handgefertigtes A5-Digi, das zudem mit einem zwanzigseitigen, hübsch gestalteten Booklet aufwarten kann und damit auch die Herzen von Sammlern und Freunden origineller Verpackungen höher schlagen lässt.

Fazit: THULR veröffentlichen mit dem neuen Album eine Underground-Scheibe, der man jederzeit die Leidenschaft und Begeisterung für Musik und Thematik anmerkt. Auch wenn „The Seafarer“ mit dem immer noch (notgedrungen) eingesetzten Drumcomputer und ein paar kleinen rhythmischen Stolperern sicherlich ein paar Ansätze zur Kritik bietet, übersteigt der Charme und die Leidenschaft des Albums die kleinen Makel bei weitem.

Wie manch einer vielleicht schon weiß und an meinem Review der letzten Veröffentlichung von HEYDNISCHE BRUT gesehen hat, enthalte ich mich bei Rezensionen von befreundeten Musikprojekten gerne einer Bewertung. Deswegen gibt es auch für das neue Album von THULR von meiner Seite keine Punktebewertung, sondern lediglich diese Rezension in Textform, die ich mit folgenden Worten abschließen möchte: Wer den heidnischen Metal-Underground jenseits von Saufliedern und Hörnerhelmen unterstützen möchte, der gebe dem Morten von THULR und seiner aktuellen Veröffentlichung eine Chance und mache sich unter http://www.myspace.com/thulr ein eigenes Bild von diesem leidenschaftlichen und ambitionierten norddeutschen Soloprojekt. Bei Gefallen kann dort auch sogleich das Album für freundliche 10€ (inkl. Versand) geordert werden.

Anspieltipps: „Guided by sun, wind and stars“, „Farria“, „Far-travelled“

Line-Up:
Morten – all music and lyrics

 
Tracklist: Lineup:
1. The Seafarer
2. ða wæs on healle wælslihta gehlyn
3. Guided by sun, wind and stars
4. A new dawning sun
5. Far-travelled
6. The seagull's call
7. Farria
8. Coming home
9. One last journey
 

 
ohne Wertung von Gorlokk (am 15.05.2009)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Neo-Thrash/Metalcore, Black Metal, Düster-Rock u.v.m.
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3. Porcupine Tree "Fear Of A Blank Planet"
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5. Tori Amos "Little Earthquakes"
6. Katatonia "Last Fair Deal Gone Down"

[ Seit dem 15.05.09 wurde der Artikel 3423 mal gelesen ]
 
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