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 Deifecation (Niederlande) "Reciprocreation" CD

Deifecation - Reciprocreation CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Unstoppable Media  (4 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 35:44
Musikstil: Death Metal   (1820 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung:
Homepage: http://deifecation.cjb.net
Weitere Links: http://unstoppablemedia.com
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Weitere Infos zu Deifecation:
REVIEWS:
Deifecation Reciprocreation
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Wie schön auch mal wieder guten Death Metal zu hören, der ehrlich und ungekünstelt daherkommt, auf seine Weise die Bezeichnung old-school tragen darf, den Hörer technisch nicht überfordert und dabei aber ungemein spannend ist!

Aber von Anfang an: Deifecation, das sind fünf sich nicht all zu ernst nehmende Burschen aus Enschede. Gegründet 1998 als Jam- Projekt, evolutionierten sie schnell zu einer richtigen Band, die 2001 ihr erstes, bemerkenswert gutes Demo „Dystopian Anthropotagonism“ einspielte. Ende 2003 begannen dann die Aufnahmen zu ihrem ersten kompletten Album „Reciprocreation“, welches dann 2004 erschien und um welches es hier in diesem Review nun gehen soll.

Zunächst mal zur Aufmachung des Albums: Es ist sicherlich Geschmackssache, ob man auf dem Cover eine Frau abgebildet braucht, die gerade ihr noch nicht von der Nabelschnur getrenntes, neugeborenes Kind mit einem Stiefeltritt zurück in ihren Unterleib getreten bekommt. Mir persönlich macht das nichts, wie sagte vor kurzem noch ein Freund zu mir: „Death Metal ist Nihilismus.“ In diesem Falle stimmt das wohl auch so. Bevor aber jemand meint, die Band könnten dieses Cover all zu ernst gemeint haben: Es handelt sich um eine Comic- Zeichnung auf der zudem die Bemerkung „Parental Advisory Childish Lyrics“ zu lesen ist. Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt der Scheibe, den Texten.

Die Texte sind allesamt tatsächlich dermaßen übertriebenes Gesplatter, Gemetzel und Gehacke, dass sie vor Blut nur so triefen. Anscheinend hat man das Cover den Texten entsprechend gestaltet. Gemordet wird in den Texten alles und jeder, völlig sinnfrei und kindisch! Sie lesen sich wie Splatterfilme und blutrünstiger, billiger Horror. Es ist einfach herrlich stumpf und unterhaltsam Textzeilen wie „Nothing beats a protein shake/ like the one I am about to make/ I wet my palate when i think../ of the scrambeld fetus I am about to drink” zu lesen!

Musikalisch wird einem zu der textlichen Splatterorgie old- school Death Metal geboten, der sich zu meinem befrieden am amerikanischen Death Metal orientiert. Grooveparts wechseln sich mit Blastparts ab, wobei die Blastparts nicht wie so häufig platt und überflüssig erscheinen. Die Songs sind spannend aufgebaut, sie sind abwechslungsreich und in sich schlüssig. Vereinzelt eingestreute, kurze Soli (die meisten Songs kommen ohne Solo aus) sind so eingebaut, dass sie den Song unterstützen und nicht künstlich verlängern und den Zuhörer nicht langweilen. Generell sind die Songs allesamt kurz und bündig gehalten und sind im Schnitt nur 3:40 Minuten lang. Hier wird auf Schnörkel und Zierrat verzichtet, was den insgesamt 11 Songs verdammt gut zu Gesicht steht.

Soundtechnisch ist die Produktion erstaunlich gut gelungen. Jedes Instrument ist gut heraushörbar, sogar der Bass, den man auf den meisten heutigen Produktionen gar nicht mehr zu hören bekommt, ist stets präsent und pumpt! Auch die Bass Drum ist entgegen vieler heutiger Produktionen so abgemischt, dass sie nicht sinnlos daher tickert und wie ein zu lauter Sekundenzeiger nervt, sondern zeigt, dass sie „Bauch“ hat und drückt, so wie sie es muss! Die Gitarren sind wunderbar transparent und auf den Punkt gespielt und verwaschen nichts! Einfach gut! Dazu kommt ein Gesang der sich wunderbar vom Einheitsgegrunze vieler Death Metal Combos abhebt.

Alles in allem haben Deifecation eine tolle, runde Scheibe komponiert, die einfach Spass macht und auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. „Reciprocreation“ schließt nahtlos an das Demo „Dystopian Anthropotagonism“ an, was für mich bedeutet, dass sie ihren bärenstarken Tonträgereinstand mit dem ersten Album ausbauen konnten! Deifecation wissen, wie Death Metal zu klingen hat und wissen es hoffentlich auch in Zukunft noch.

Line up:
Willem- Vocals
Jan- Guitars
Iwan- Guitars
Marjin- Bass
Stuif- Drums

Zu erhalten ist das Album bei:

Unstoppable Media
Winkelstraße 13
48565 Steinfurt




 
8.0 Punkte von Gefrierbrand (am 21.02.2005)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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