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 Blind Guardian (Deutschland) "A Voice In The Dark" MCD

Blind Guardian - A Voice In The Dark - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Gut
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufenswert


Label: Nuclear Blast  (218 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 25.6.2010   (1362 verwandte Reviews)
Spieldauer: 15:48
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Fantasy Metal
Homepage: http://www.blind-guardian.com
 Leserwertung
8 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Mit der „A Voice In The Dark“ Maxi geben BLIND GUARDIAN einen ersten Vorgeschmack auf ihr am 30. Juli erscheinendes neues Album „At The Edge Of Time“. Über den Sinn einer solchen Auskopplung lässt sich streiten. Kein Mensch braucht Maxis. Es hätte in diesem Beispiel völlig ausgereicht, lediglich das Album mit allen Songs zu veröffentlichen. Stattdessen ist damit zu rechnen, dass später mindestens ein weiteres Lied zu Maxi-„Ehren“ kommen wird. Mit solchen Veröffentlichungen melken Plattenfirmen die Die-Hard Fans. Meiner Meinung nach sollten Bands ihre Fans vor solch blanker Geldgier schützen.

Aber kommen wir zur Sache: Auf „A Voice In The Dark“ stehen drei Lieder, von denen nur das Titelstück in dieser Version auch auf dem Album stehen wird. Und diese Nummer lässt aufhorchen, so dermaßen hart und thrashig sind BG schon seit 1995 („Imaginations From The Other Side“) keinen Song mehr angegangen. Bis zum ersten Gesangspart nimmt die Aggressionskurve des Thrash-Riffings immer mehr zu und Frederik bolzt dazu heftig in sein Schlagzeug. In diesem Gewitter singt Hansi passend straight und für seine Verhältnisse aggressiv, das in einer weitaus niedrigeren Tonlage als zuletzt von ihm gewohnt und ohne Stimmen-Doppelung. So roh haben BG seit Ewigkeiten nicht mehr geklungen. Roh ist natürlich keine wirklich passende Vokabel, um das Lied zu beschreiben, denn wie immer verbraten die Krefelder eine Vielfalt an feinen Details, zum Spannungsaufbau wird das Tempo zwischenzeitlich gedrosselt und über allem thront wie üblich ein fetter Chorus im Refrain. Verglichen mit allen Veröffentlichungen nach der „Imaginations...“ gehen BG hier deutlich akzentuierter zu Werke, der Song klingt in jeglicher Hinsicht weniger überladen. Gut, dass dieser bereits auf dem letzten Album eingeschlagene Weg hier noch konsequenter seine Fortsetzung findet. Old School Fans von BG müssen jetzt trotzdem nicht unbedingt jubeln, denn unterm Strich klingt der Sound nach diesen modernen BG, mit denen viele nicht klar kommen. Der Charme, die Durchschlagskraft und die Effektivität alter BG-Kompositionen werden nicht erreicht. Die Textzeilen des Chorus überlappen sich mal wieder, so dass ein fanseitiges Mitsingen nur schwer möglich ist, und auch der Band wird das bei der Live-Umsetzung kaum zu Gute kommen. Dennoch ist die Nummer stark, und in gewohnter Weise wächst sie mit jedem Durchlauf ein Stückchen weiter.

Mit den beiden exklusiven Tracks dieser Maxi zeigen sich BLIND GUARDIAN berechenbar, denn es stehen eine Coverversion und eine mittelalterliche Ballade auf dem Programm. „You’re The Voice“ dürfte vor allem den älteren Semestern ein Begriff sein. BG verfremden den John Farnham Hit von 1986 relativ stark, allerdings ohne dessen Charakter zu zerstören. Die einprägsamen Melodien des Stücks werden konserviert. Dadurch ist auch diese BG Interpretation nett anzuhören, wirkt aber zu dröge, um dem genialen Original das Wasser reichen zu können.

Den Abschluss macht „War Of The Thrones“, eine Fantasy Ballade, die in einer Piano-Version auch auf dem Album zu finden sein wird. Der mit schönen Orchester-Klängen verzierte Song steht in der Tradition von „A Past And Future Secret“ und wartet selbstverständlich mit ausgefeilten Melodien auf. Letztlich ist es genau die Art Fantasy Ballade, die man von BG erwartet. Ob man das nun langweilig findet oder abfeiert, bleibt jedem selbst überlassen. Für mich ist „War Of The Thrones“ ein sehr gut arrangiertes Lied aber beileibe kein Hit.

Die Textkonzepte von „A Voice In The Dark“ und „War Of The Thrones“ scheinen in bandtypischer Weise ihre Ursprünge im Fantasy Bereich zu haben. Diverse verwendete Bilder und Vokabeln deuten an, dass sich Hansi dabei auf das „Lied Von Eis Und Feuer“ von George R. R. Martin bezieht, ohne dass man sich dessen ganz sicher sein könnte.

Fazit: Diese Maxi macht Hunger auf das komplette Album. Mit „A Voice In The Dark“ wird der Weg von überladener Breite hin zu geradlinigeren Metal angezeigt, was dem Bandsound gut tut. Kam die letzte Vorab-Maxi „Fly“ noch sehr experimentell daher, wird dieses Mal auf eher bodenständige Weise das traditionelle Klientel bedient. Hier wartet genau das Futter, dass Fans von BG am liebsten verdrücken. BG Sammler schlagen hier eh zu, alle anderen müssen abwägen, ob die nette Coverversion von „You’re The Voice“ und die alternative Fassung von „War Of The Thrones“ den Kauf dieser Maxi, die übrigens mit einem eher unspektakulärem Artwork daherkommt (zudem scheint mir der Druck viel zu dunkel), rechtfertigt.

 
Tracklist: Lineup:
01. A Voice In The Dark (5:45)
02. You're The Voice (4:43)
03. War Of The Thrones (5:20)
 
Gesang: Hansi Kürsch
Gitarren: Andrè Olbrich
Gitarren: Marcus Siepen
Schlagzeug, Percussion, Dudelsack: Frederik Ehmke
(Gast) Bass: Oliver Holzwarth
(Gast) Keyboards, Piano: Matthias Ulmer
(Gast) Flöte: Eberhard Hahn
(Gast) Chöre (The Choir Company): Stefan Schmidt
(Gast) Chöre (The Choir Company): Olaf Senkbeil
(Gast) Chöre (The Choir Company): Billy King

 
7.5 Punkte von chicken (am 27.06.2010)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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