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 Colin Irwin (Großbritannien) "Bob Dylan: Highway 61 Revisited – Ein Album schreibt Geschichte" Buch

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Label: Rockbuch Verlag  (12 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 8.10.2010   (1362 verwandte Reviews)
Spieldauer: 336
Musikstil: Rock   (1932 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung:
Homepage: http://www.edel.com/de/buch/
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Weitere Infos zu Colin Irwin:
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Colin Irwin Bob Dylan: Highway 61 Revisited – Ein Album Schreibt Geschichte
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Über kaum einen anderen zeitgenössischen Künstler gibt es so viele Bücher wie über die Ikone Bob Dylan. Viele dieser Bücher beschäftigen sich mit seiner Karriere und seiner musikalischen Entwicklung, kaum eines jedoch vermag es, sowohl den Zeitgeist als auch die Person Bob Dylan so akkurat und fundiert darzustellen, wie das Buch von Colin Irwin. Obwohl sich dieses Buch mit einem der wichtigsten Alben der Rockgeschichte befasst, bleibt der Mensch Dylan keineswegs außen vor, schließlich geht es bei dem Album ja auch um seinen damaligen Gemütszustand und die wegweisende Ausdruckskraft eines stilbildenden Musikers.

Der Autor folgt der Entwicklung Dylans, geboren am Rande des Highway 61 in Duluth, Minnesota (daher auch der Albumtitel), von seinen Erfolgen als Protestsänger, der er selber nie sein wollte, bis zum Auftritt beim legendären Newport Folkfestival 1965. Dylan wurde damals von seinen Anhängern geradezu verehrt, galt als Sprachrohr einer ganzen Generation, die sich politisch engagierte und die Missstände der damaligen Zeit nicht einfach mehr so hinnehmen wollte. Sowohl die Politik einerseits, aber auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, z.b. zu Joan Baez und seine Rückkehr von einer anstrengenden Tour durch England, spiegeln sich in diesen Liedern wieder. Seine Hinwendung zur elektrisch verstärkten Gitarre machte ihn mit diesem Album bei vielen Fans zu einem Verräter, bei anderen erntete er damit gehörigen Respekt. Der Künstler Dylan erfand sich und die Musik neu, prägte damit eine nachfolgende Generation an Musikern und der Begriff Folkrock wurde extra für dieses Album entwickelt. Waren seine Vorgängeralben noch stark geprägt von den anklagenden Weisen eines Pete Seeger, entwickelte Bob Dylan einen völlig neuen bis dahin nie da gewesenen Stil. Er handelte sich viel Unverständnis und Kritik ein, wollte aber eben auch kein Bestandteil einer Protestbewegung sein, der er seiner Ansicht nach ohnehin nie angehört hatte. Ausführlich wird die Geschichte des Albums, die Entstehungsgründe, die Gemütsverfassung des Künstlers, aber auch die Erwartung seitens seiner Fans, Kritiker und vor allem der Veranstalter des Newport Folkfestivals geschildert. In manchen Bereichen geht der Autor ein wenig zu weit, beweist zwar eine ungemeine Ansammlung an Wissen und Verständnis der damaligen Zeit, aber manches verleiht dem Album, welches einfach nur Musik sein wollte, einen nahezu pathetischen Anstrich. Das mag sicherlich den Die Hard Fan eines Bob Dylan interessieren, für den Leser, der sich einfach nur einer Biographie oder der Entstehungsgeschichte eines Albums hingeben möchte, wird jedoch zu viel im politischen Dickicht gewildert. Dazu muss man schon die damaligen Zeiten verstehen, sich in die Zeit hineinversetzen können und zudem Dylan als einen Menschen und Musiker sehen, der auf einem Podest sitzt und den man niemals von dort wird herunterstoßen können.

Wer also viel Zeit und Interesse hat, wer sich über eines der, wenn nicht sogar DAS, stilprägendesten Alben der Musikgeschichte informieren möchte, kann hier zugreifen. Ansonsten versteht sich das Werk nur für Fans eines des größten und kontroversersten Künstlers unserer Zeit.


Eckdaten zum Buch (Quelle: Edel/RockbuchVerlag): Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten, €19,95 ISBN: 978-3-941376-17-5

 
ohne Wertung von Christoph (am 29.09.2010)
 
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