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Kylesa (USA) "Spiral Shadow" CD
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Ich gebe es gerne zu: KYLESA sind bis dato völlig an mir vorbeigegangen. Dabei hat die seit 2000 existierende Formation mit Vier Alben, eine EP und zwei Split Veröffentlichungen einen recht starken Backkatalog vorzuweisen. Aber Sludge ist ja auch nicht unbedingt die bevorzugte Musikrichtung der Werbebranche, sodaß man hierzulande eher als eine Randerscheinung oder nur von absoluten Insidern wahrgenommen wurde. Nun aber präsentiert sich das Quintett aus Georgia über das feine Season of Mist Label einer breiteren Masse. Sicher einen guter Fang für das Label, denn der Einstand ’Spiral Shadow’ ist eine ordentliche Abrissbirne in Sachen Sludge.
Mastodon meets Baroness mit ein bisschen Isis Einschlag. So kann man KYLESA auf der Suche nach den passenden Referenzen vielleicht ablabeln, aber letztlich wäre das doch zu platt und einfältig. KYLESA sind doch irgendwie anders. Irgendwie Einzigartig. Der mit einigen Zitaten aus klassischen Heavy Metal, wüsten Stoner Riffs und ein bisschen Punk durchwobene Sludge spricht nämlich eine ziemlich eigenständige Sprache. Das man sich gleich zweier Drummer(!) bedient mag dabei sicher hilfreicher Umstand sein und lässt „Spiral Shadows“ in einem eigenständigen Bild erscheinen. Dahingegen sind die klar intonierten weiblichen Vocals als Kontrast zum aggressiv rauen Gebelle des Fronters schon fast gewöhnlich.
Allerdings, wenn das Album zum Ende hin in immer „ruhigere“ Gefilde driftet und sich häufiger Melodien in die Songs einschleichen als zu Anfang, sind gerade die Vocals von Laura Pleasants das perfekte Mittel der Wahl um die Songs ins rechte Licht zu rücken.
Der authentische, kalte Sound der Scheibe tut sein übriges um den Songs Ausdrucksstärke Wucht und Gewicht zu verleihen.
KYLESA sind sicher oftmals schwer verdaulich und manchmal schwer nachvollziehbar, aber wenn man dem Album einige Durchläufe gönnt, erschließt sich der Klangkosmos des Quintetts nach und nach zu etwas einzigartigem mit Langzeitwirkung. Allerdings, und das darf man nicht unerwähnt lassen, geht der Vorgänger ’Static Tension’ nach einer intensiven Betrachtung der Discographie doch etwas stärker und geschlossener zur Sache, weshalb sich meine anfängliche Euphorie letztlich doch etwas zügelt. Trotzdem: „Spiral Shadows“ ist sicher ein Genre-Highlight des zu Ende gehenden Jahres 2010 an dem man als Fan der neuen amerikanischen Sludge Bewegung schwer vorbeikommt.
Anspieltipps: Spiral Shadow, Cheating Synergy, drop Out
Fazit: Etwas schwächer als der Vorgänger, aber immer noch ein gutes Sludge Album
Line-Up:
Phillip Cope - Guitar, Vocals
Laura Pleasants - Guitar, Vocals
Corey Barhorst - Bass
Carl McGinley - Drums, Noises
Eric Hernandez - Drums
Discography:
Kylesa - Full-length, 2002
Kylesa / Memento Mori - Split album, 2002
Cream Abdul Babar / Kylesa - Split album, 2003
No Ending 110 Degree Heat Index - EP, 2004
To Walk a Middle Course - Full-length, 2005
Time Will Fuse Its Worth - Full-length, 2006
Kylesa / Victims - Split album, 2009
Static Tensions - Full-length, 2009
Spiral Shadow - Full-length, 2010
Tracklist: |
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Lineup: |
1. Tired Climb
2. Cheating Synergy
3. Drop Out
4. Crowded Road
5. Don't Look Back
6. Distance Closing In
7. To Forget
8. Forsaken
9. Spiral Shadow
10. Back and Forth
11. Dust
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7.0 Punkte von Blizzard (am 15.11.2010)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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