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 Silencer (Schweden) "Death - Pierce Me" CD

Silencer - Death - Pierce Me - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 


Label: Prophecy Productions  (92 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2001   (158 verwandte Reviews)
Spieldauer: 49:33
Musikstil: Black Metal   (1391 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: BLACK METAL
Homepage: http://
Weitere Links: http://prophecyproductions.de


Weitere Infos zu Silencer:
REVIEWS:
Silencer Death Of Awe
Silencer Death - Pierce Me
Mehr über Silencer in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

SILENCER sind ein noch relativ unbeschriebenes Blatt was sich mit dieser CD jedoch alsbald ändern sollte, ist man doch bei einem Label untergekommen welches seit langer Zeit für allerhöchste Qualität bürgt und immer ein Garant für emotionale und anspruchsvolle Musik ist: Prophecy Productions.
Mit SILENCER hat das deutsche Label nun eine Black Metal Band gesignt, welche meines Erachtens nach auf diesem Label erst die zweite Band ist, die für „wahren“ Black Metal steht. In der Info auf der Prophecy-Homepage werden Vergleiche zu BURZUM und DARKTHRONE laut doch irgendwie klingt SILENCER meiner Meinung nach anders, eigenständiger. Das erste Lied und zugleich Titeltrack, „Death – Pierce Me „ beginnt nicht gerade Black Metal typisch: Unplugged Gitarren und ein langsames Schlagzeugspiel leiten das erste Lied ein doch die Ruhe ist nicht von langer Dauer! Nach kurzer Zeit schlägt die Introduktion in einen räudigen Knüppelpart um welcher in bester Black Metal Manier sehr an (alte) SATYRICON oder auch DARKTHRONE erinnert! Zugleich erhebt sich ein solch inbrünstig herausgeschriener Gesang dass dem Hörer unweigerlich nur ein Name im Kopf herumschwebt...Grishnackh! Solch ein Organ gab es seit dem Abtritt des Counts nicht mehr, er verleiht den Songs dieses morbide Feeling welches auch schon BURZUM auszeichnete! Das kraftvolle Geknüppel wechselt sich alsbald mit Uptempo Doublebassattacken ab und lässt zu keiner Sekunde Zweifel aufkommen, es hier mit bloßen Nachahmern zu tun zu haben. Nein, hier sind Überzeugungstäter am Werk derer es heutzutage leider viel zu wenige gibt! Eine in der Mitte des ersten Liedes platzierter Pianomelodie lässt den Hörer kurz zur Ruhe kommen bevor wieder der ursprüngliche, ungeschliffene Black Metal regiert über dem eins der besten Black Metal Organe aller Zeiten thront!
Song Nummer 2, „Sterile nails and thunderbowels“ beginnt wieder heuchelnd ruhig. Melancholisch anmutende Melodien geben dem Hörer Zeit, in die kranke Gedankenwelt der beiden Mitglieder, Nattramn und Leere, einzudringen, bevor auch hier wieder der Black Metal die Oberhand gewinnt! Diesmal zu Beginn etwas langsamer werden hier am ehesten Vergleiche zu BURZUM ersichtlich, wenngleich es beide Bands auf eine völlig eigenständige Art und Weise schaffen, alles mitreißende Monotonie zu kreieren. Ich weiß nicht warum ich mit dieser CD das erste mal Bekanntschaft mit dieser Band mache aber was die beiden Schweden mit ihrem Debütalbum erschaffen ist der blanke Wahnsinn! Für ein Debütalbum schon erschreckend perfekt verleugnen SILENCER zu keiner Sekunde, wem sie ihre Inspiration verdanken: dem ursprünglichen norwegischen Black Metal. Auch die darauf folgenden Lieder „Taklamakan“ oder „The slow kill in the cold“ zeichnen sich durch einen eigenständigen Stil aus, teilweise besessen von Blasts, teilweise in endlose Monotonie verfallend ziehen sie den Zuhörer herunter, nehmen ihn mit auf eine Reise durch die Abgründe der Seele aus denen diese band zu kommen scheint. Gerade der Keyboardbeginn von „The slow kill...“ erzeugt eine solche Lethargie dass man seine Existenz am liebsten sofort beenden würde. Ähnlich müssen auch die Bandmembers denken, steht die Platte doch unter dem Motto „We are ready to leave this place!“ und das nimmt man den beiden auf der Stelle ab wenn man einmal einen Blick auf die Bilder im Booklet wirft...! Mit „I shall lead, you shall follow“, einem Pianostück, beschließen SILENCER eine Platte welche man so schnell nicht vergessen wird!
In den Texten befasst man sich mit, wie sollte es anders sein, dem Tod. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die sehr interessant und in englisch verfassten Lyrics und spiegelt wohl die Einstellung der Band wieder.
Aufgenommen wurde diese morbide Scheibe im rennomierten „Klangschmiede Studio E“ unter der Leitung von Markus Stock was ja wohl schon immer ein Garant für einen druckvollen, guten Sound war, ohne jedoch zu glatt produziert zu wirken. Einzig das Schlagzeug klingt stellenweise etwas zu leise aber das macht allein der Gesang wieder wett. In der „Thanklist“ wird einer Psychiatrischen Anstalt gedankt, allein daran, denke ich, lässt sich aufzeigen, was die Band zu solchen Texten bewegt.
Ein durch und durch krankes Album welches einen jedoch von der ersten Sekunde an in seinen Bann zieht. Wenn man bei einer Neuveröffentlichung von einer anstehenden Kultplatte sprechen kann, dann von dieser!
Am vergleichbarsten ist die Musik des Duos mit BURZUM, FORGOTTEN WOODS und vielleicht NARGAROTH aber es klingt zu keiner Sekunde abgekupfert! (Wie es z.B. bei SHINING der Fall ist!)
Heutzutage gibt es wenige solcher Bands und deshalb sollte man diese wenigen in Ehren halten! Allein wegen des Gesanges schon den Kauf wert!


 
Tracklist: Lineup:
1. Death - pierce me
2. Sterile nails and thunderbowels
3. Taklamakan
4. The slow kill in the cold
5. I shall lead, you shall follow
6. Feeble are you - sons of Sion

 
Vocals: Nattramn
Guitar, Bass: Leere
Drums: Wolz

 
9.0 Punkte von Björn Springorum (am 03.02.2002)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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[ Seit dem 22.11.03 wurde der Artikel 14480 mal gelesen ]
 
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