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 ASP (Deutschland) "Fremd" CD

ASP - Fremd - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: Trisol  (32 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 21.10.2011   (1325 verwandte Reviews)
Spieldauer: 66:59
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gothic Novel Rock
Homepage: http://www.AspsWelten.de
 Leserwertung
5 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu ASP:
REVIEWS:
ASP Aus Der Tiefe
ASP Zaubererbruder - Der Krabat-liederzyklus
ASP Akoasma - Horror Vacui Live
ASP Artworks & Artwords: Das Asp-buch
ASP Wechselbalg
INTERVIEWS:
ASP - "...ich Bin, Was Ich Spreche!"
ASP - 15 Jahre Asp - Erstaunlich Jung, Und Doch Uralt.
Mehr über ASP in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Lange blieb im Dunkeln, mit welchem Konzept Deutschlands wohl beliebteste Gothic Rock-Formation ASP wiederkehren würde. Nachdem die bisherigen Zyklen um Krabat und den schwarzen Schmetterling beendet sind und im Frühjahr auch noch Gründungsmitglied Matthias „Matze“ Ambre die Band verließ, war die Spannung nicht gerade gering. Doch nun sind die Frankfurter mit neuer Besatzung und neuem Album „Fremd“ (Fremder-Zyklus, Teil 1) zurück und machen klar, dass sie alles andere als untätig waren und beileibe nichts verlernt haben.
Schon das erste Hören beweist, dass alle Sorgen, die Band könnte ihren Stil etwa geändert haben, vollkommen unnötig waren. Jeder einzelne Song ist unverkennbar ASP, geht trotz Komplexität leicht ins Ohr und kann quasi beim ersten Mal mitgetanzt werden. Doch was steckt nun hinter dem neuen Zyklus, der Fremdheit? Ist der alte Widersacher, der schwarze Schmetterling, welcher erstaunlicherweise das Cover zum Album schmückt, in eine neue Welt geflüchtet und dort zunächst fremd? Sollten wir hinter den Protagonisten der Songs den Texter persönlich vermuten, der sich immerhin in „Schön, schön, schön“ selbst nennt („Ich bin SP Komma A“)? Und fühlen wir uns nicht sowieso alle oft ein wenig fremd in unserer Umwelt? Fragen, denen ich an dieser Stelle nicht vorgreife und die jeder geneigte Fan für sich selbst beantworten sollte.
Doch kommen wir nun zu den einzelnen Songs. Die Eröffnung „A Prayer For Sanctuary“ nimmt den Hörer den ersten Pianoklängen gefangen und steigert sich im weiteren Verlauf zu einer fetten Gitarrenwand, die optimistisch für alles Nachfolgende stimmt. Textlich handelt der Opener vom Verlangen eines zweiten Ichs des Erzählers, Besitz von diesem zu ergreifen – wozu es dann im sich anschließenden „Wechselbalg“ kommt und die beiden Persönlichkeiten ihre Plätze tauschen. Während sich die nun an die Oberfläche gelangte Stimme in einer „Eisige[n] Wirklichkeit“ wiederfindet – ein durchweg tanzbarer Discohit mit erhöhtem Electro-Anteil – widmet sich das mehr als viertelstündige „Angstkathedrale“ explizit dem in die Leere abgedrängten Erzähler aus der Eröffnung. Letzteres Stück dürfte mit seinem verzweifelt-bedrückendem Beginn und der schrittweisen Steigerung hin zu einer bombastischem Rocknummer wohl das Kernstück des Albums darstellen. Ob der erzählerischen Wortgewalt, mit der sich Nummern wie diese oder „The Mysterious Vanishing Of The Foremar Family“ – welches einen anderen Erzähldtrang verfolgt und eine typische Schauergeschichte im Sinne von Autoren wie E. A. Poe liefert – gegenseitig zu überbieten suchen, kann man sich als Hörer schon erst einmal regelrecht erschlagen fühlen, vermag sich aber auch kaum wieder von den lyrischen Kraft zu lösen, mit der einen die neun Stücke zu fesseln vermögen.
Auch die restlichen noch nicht genannten Songs zeigen ASP in Bestform. Mit gelegentlicher Unterstützung durch Flöte und Violine darf auch der Folklore-Anteil nicht fehlen, der sich schon lange als beliebte Facette des ASP’schen Klangkosmos etabliert hat. Und bei „FremdkörPerson, erstens“ sticht sogar eine deutliche Punk-Attitüde heraus.
Kurz, ich kann an diesem Album nicht den geringsten Fehler erkennen und bin hier wohl dazu gezwungen, zum allerersten Mal die volle Punktzahl zu vergeben! Geschickt vereint „Fremd“ die Stärken des bisherigen Schaffens der Band, von solide rockend bis düster beklemmend, von zartem Gefiedel bis hypnotisierenden Synthesizer-Sequenzen mangelt es an nichts, auch der Sound ist perfekt abgemischt. Über allem thronend natürlich die gewaltigen Lyrics, mit denen sich nach wie vor nur sehr wenige mir bekannte Künstler messen können. Chapeau! Die Scheibe dürfte wohl eines der künftigen Referenzwerke der Schwarzen Szene darstellen und sollte bei jedem, der etwas mit niveauvollem düsteren Rock etwas anfangen kann, im Regal stehen. Eine unbedingte Kaufaufforderung!

 
Tracklist: Lineup:
01. A Prayer For Sanctuary
02. Wechselbalg
03. Eisige Wirklichkeit
04. The Mysterios Vanishing Of The Foremar Family
05. Rücken an Rücken
06. Angstkathedrale (Canterbury-Version)
07. Schön, Schön, Schön
08. FremdkörPerson, erstens
09. Unverwandt
 

 
10.0 Punkte von Laughing Moon (am 12.11.2011)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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4. Soilwork "The Living Infinite"
5. Summoning "Old Mornings Dawn"
6. Tristania "Darkest White"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Alcest "Les Voyages De L'âme"
2. ASP "Fremd"
3. Dead Can Dance "Anastasis"
4. Opeth "Ghost Reveries"
5. Anathema "Weather Systems"
6. Therion "Gothic Kabbalah"

[ Seit dem 12.11.11 wurde der Artikel 4670 mal gelesen ]
 
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