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 Chris Caffery (USA) "W.A.R.P.E.D." CD

Chris Caffery - W.A.R.P.E.D. CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Black Lotus Records  (48 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 72:35
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Power Metal
Homepage: http://www.chriscaffery.com
Weitere Links: http://www.black-lotus-recs.com
 Leserwertung
10 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Chris Caffery:
REVIEWS:
Chris Caffery W.a.r.p.e.d.
Chris Caffery Faces / God Damn War
Chris Caffery Pins And Needles
Chris Caffery House Of Insanity
INTERVIEWS:
Chris Caffery - Metal Is Always Underground!
Mehr über Chris Caffery in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Als Savatage Fan weiß ich heutzutage nicht so recht, ob ich mich ärgern oder freuen soll. Einerseits bin ich echt sauer, dass unter anderem wegen dieser Transsexuellen Orchesterweihnachtsgrütze keine Savatage Alben mehr erscheinen. Andererseits kann ich mich über eine Bedienung aus dem Sava Kreis nicht beklagen. In den letzten Monaten kamen mit der Jon Oliva’s Pain, der neuen Circle II Circle, dem Re-Release der Dr. Butcher CD und heuer mit Chris Caffery’s zweitem Full Length Solo Album genügend gutklassige Veröffentlichungen aus New York über den großen Teich geschwappt. Ok, letztendlich entscheide ich mich doch fürs Ärgern, denn alle Outputs der Savatage Musiker, inklusive dem nicht schlechten „Poets and Madmen“ Silberling, können den Klassikern „Gutter Ballet“, „Edge of thorns“ oder „Handful of rain“ nicht das Wasser reichen. Doch was hilft das Jammern über die verlorenen goldenen Zeiten. Unsere Aufgabe ist es, in die Zukunft zu schauen und den Lesern zu verkünden, was da als nächstes auf sie zukommt.
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch daran, dass Caffery’s letzter Solo Scheibe „Faces“ eine Bonus CD mit dem Titel „God damn war“ beilag, die wahrlich nicht von schlechten Eltern war. Falls nicht, lest es in meinem Review nach. Einen Link gibt es oben rechts. Die damals aufgegriffene Thematik führt der gute Christopher auf „W.A.R.P.E.D.“ fort. Das zwanzigste Jahrhundert, das mit all seinen Kriegen in Sachen Massenvernichtung wohl das grausamste der Menschheitsgeschichte ist, berührt den kleinen Wahnsinnsgitarristen mächtig. Er beschäftigt sich eingehend mit der Menschheit, einer Spezies, die sich so ziemlich als einzige gegenseitig umbringt, ohne dass es dabei ums Überleben geht. „W.A.R.P.E.D.“ komplettiert dabei das vorangegangene „God damn war“ sowohl inhaltlich als auch musikalisch zu einer kompletten Geschichte. Vielleicht nicht so sehr wie ein Konzept Album, sondern eher im Sinne einer thematischen Abhandlung.
Musikalisch begleiten Chris Caffery dabei mit Jeff Plate an den Drums und Dave Z am Bass zwei hochklassige alte Bekannte. Jeff Plate wird übrigens auch mit auf Tour gehen (in Deutschland hauptsächlich im Juni). Den Bass wird dann allerdings Nick Douglas übernehmen, der seit Jahren für einen fetten Sound und eine saucoole Show bei DORO sorgt. Auf Tour ist dann übrigens auch Ira Black von Vicious Rumors / Heahten an der zweiten Gitarre dabei. Das klingt nach einem satten Brett. Aber ich schweife ab. Die Keyboards auf „W.A.R.P.E.D.“ wurden von Paul Morris eingespielt. Und bei dem Song „Iraq Attack“ treffen wir auf zwei weitere alte Freunde: Jon Oliva am Mikro (muss wohl nicht vorgestellt werden) und Dr. Butcher Bassmann Brian Gregory. Die Vocals übernimmt Caffery erneut selbst. Warum auch nicht? Er hat bei „Faces“ einen ganz anständigen Job gemacht.
Muss ich noch Worte über das Gitarrenspiel des Hauptakteurs verlieren? Eigentlich nicht. Ein paar kann ich mir dennoch mal wieder nicht verkneifen. Für mich ist Criss Oliva (R.I.P.) der beste Gitarrist aller Zeiten. Die Individualität seines genialen Spieles ist unerreicht. Kein anderer kann in meinen Augen eine derart faszinierende Verbindung zwischen schnellen Läufen und einem sauberen, ausgereiften Tonumgang herstellen. Dazu kam seine einzigartige Persönlichkeit im Riffing und die Art und Weise, wie er die Grenzen der reinen Lehre für seine Zwecke dehnte. Niemandem hatte ich zugetraut, die von Criss Oliva hinterlassene Lücke zumindest musikalisch zu schließen. Irgendwann hat sich Chris Caffery diesen Schuh angezogen. Und ist daran nicht zerbrochen. Sein Stil ist anders, dennoch ähnlich faszinierend. Ich glaube nicht, dass ich ein Criss Oliva Solo noch jemals von einem anderen Gitarristen als Caffery hören möchte. Skolnick, seinerseits ebenso herausragend, hatte diesen Stil damals nicht drauf. Caffery kann es, und seine eigenen Werke stehen den klassischen Savatage Soli kaum nach. Es ist einfach nur geil, den kleinen blonden Amerikaner spielen zu hören. Und auf „W.A.R.P.E.D.“ hat man ausgiebig Gelegenheit dazu.
So, jetzt habe ich aber genug um den heißen Brei herum getippt. Kommen wir endlich zur Musik. Los geht es mit „Home is where hell is“, einem sehr epischen Metal Metal Track mit fetten, vielleicht sogar etwas nervigen Chören, der gar nicht so weit weg vom klassischen Savatage Material liegt. Dieser Song ist bisher übrigens unveröffentlicht. Davon gibt es natürlich noch mehr, und die hören wir uns mal als erstes an. „Election day“ ist ein punkiger Losgehrocker, der für einen erzkonservativen Metaller wie mich etwas seltsam anmutet. Ist zum Glück recht kurz geraten. Der schwere Stampfer Stampfer „Erase“ mit seinem pompösen Chorus gefällt mir da sehr viel besser. Bei „Iraq Attack“ gibt sich, wie bereits erwähnt, Jon Oliva die Ehre. Schön, den Mountain King schon wieder in einem frischen Song zu hören. Ein bedrohliches, von der Akustik Gitarre gestütztes Intro leitet das Stück ein, bei dem Jon auch seine markanten Schreie erschallen lassen darf. Der Track an sich haut nicht so vom Hocker, da er ziemlich zusammengesetzt wirkt. Der Titelsong ist nicht so ganz neu, lag jedoch nur der US Version von „Faces“ bei. „State of the head“ ist ein Savatypischer, zerfahrener Uptemporocker und einfach nur großartig. Geiles Riffing, geiles Drumming, geiler Gesang, einfach nur geil. Die übrigen Songs sind bekannt, und weil ich schon wieder viel zu viel geschrieben habe, höre ich jetzt wohl besser langsam auf.
Soweit, so gut. „W.A.R.P.E.D.“ wird sich also nicht unbedingt an Eure Lieblinge im CD Regal kuscheln, hat sich aber auf jeden Fall einen Platz in den oberen Reihen verdient. Wenigstens für eine Weile. Übrigens ist das Digi Pack ganz prima aufgemacht. Neben den Texten enthält es ausführliche Liner Notes des Masterminds, so dass man seine Einstellungen zum Thema sehr gut nachvollziehen kann. Wer mag, der lese und diskutiere. Ich geh lieber feiern. Dennoch danke ich Chris Caffery für die hervorragende Musik.


 
8.5 Punkte von Christian (am 18.06.2005)
 
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6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

[ Seit dem 18.06.05 wurde der Artikel 5505 mal gelesen ]
 
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