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 Tiamat (Schweden) "The Scarred People" CD

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So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Napalm Records  (241 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 5.11.2012   (1528 verwandte Reviews)
Spieldauer: 43:58
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gothic Rock/Metal
Homepage: http://www.churchoftiamat.com
 Leserwertung
6 von 10 Punkten
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Weitere Infos zu Tiamat:
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INTERVIEWS:
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LIVE-BERICHTE:
Tiamat vom 11.01.2005
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Es gibt ja diese Handvoll Bands, die in ihrer frühen Schaffensphase gleich ein Meisterwerk schaffen, das seinesgleichen sucht, und sich fortan immer wieder daran messen lassen müssen – oftmals erfolglos, weil es sich schlicht und einfach mit nichts mehr übertreffen lässt. Auch Tiamat gehören in diese Kategorie, ihr „Wildhoney“-Album war eine Innovation, die sie anno 1994 an die Spitze der sich eben entwickelnden Gothic Metal-Szene katapultierte. Diesen Status haben sie seitdem konsequent gefestigt, an „Wildhoney“ reichte bislang trotzdem keine Scheibe mehr heran, ja wie auch? Ich war also merklich gespannt, was sich hinter der neuen Veröffentlichung „The Scarred People“ verbirgt.

Schon auf dem Vorgänger „Amanethes“ besann sich Bandkopf und Wahlgrieche Johan Edlund stark auf den rauen, harten Sound älterer Zeiten, was der Band auch gut zu Gesicht stand, wie ich finde. Denn für mich sind und bleiben Tiamat eine Gruppe, bei der es auch ruhig mal etwas heftiger rumpelnd zugehen darf – und sollte. „The Scarred People“ vereint nun wiederum diese neuentdeckte Härte mit den melancholischen, seichteren Zeiten von beispielsweise „Prey“.

Der Opener und Titeltrack legt gleich düster und mit voller Breitseite rockend los, zwar eher simpel arrangiert, dafür aber sofort fest im Gehörgang verankert, ambitioniert um sowohl live als auch auf der Tanzfläche vollauf zu überzeugen. Kurzum, ein Song wie ihn jeder Tiamat-Fan lieben muss, erste Sahne! Daher war ich nach dem ersten Durchlauf auch etwas enttäuscht, dass sich das Stück gleich als das heftigste des Albums entpuppt. „The Scarred People“ bewegt sich größtenteils im Midtempo-Bereich, irgendwo im weiten Dunstfeld zwischen Gothicrock und –metal, dabei aber eher zum seichteren Pol tendierend. Was natürlich ebenso ein prägendes Stilmerkmal Tiamats ist, keine Frage, aber in der Gesamtheit vermisse ich etwas den Pepp.

„Winter Dawn“ ist noch eine weitere rockig-hymnische Nummer, mit den folgenden Songs wird es dann erst einmal ruhiger, der Keyboard-Anteil höher. Auch einen gewissen griechischen Touch kann man vielen Nummern nicht absprechen, wenngleich ich gerade nicht so recht weiß wie ich diesen beschreiben soll, aber man merkt dass seine Wahlheimat eine große Inspiration für Herrn Edlund ist. Wunderschön sind natürlich auch wieder die verträumten, unter die Haut gehenden, ja teils herrlich entrückten Gitarrensoli, die auch auf Album Nummer Zehn noch so gut funktionieren wie eh und je.

„Messinian Letter“ erinnert mich stark an den Song „Meliae“ vom „Amanethes“-Album, diesem Stück kann ich jedoch nur sehr wenig abgewinnen; nicht textlich gesehen, eher was die Atmosphäre betrifft, ist mir das dann doch etwas zu schnulzig. Was für ein Glück kommt danach mit „Thunder & Lightning“ eine weitere antreibende Nummer zum Zuge, die mich stimmungsmäßig wieder nahe an den Opener heranführt. Es folgt ein Instrumental und das abschließende „The Red Of The Morning Sun“, zerrissen zwischen melancholischem Saitenzupfen und dreinbrechenden Gitarrensalven, ein gelungener Ausklang.

Man merkt also, Tiamat haben immer noch nichts verlernt, und die von mir verliehenen 8 Punkte hat das Werk zweifellos verdient. Wären statt Songs wie „Messinian Letter“ noch ein, zwei richtige Kracher dabei gewesen, hätte es hier auch die Höchstnote gegeben.




 
Tracklist: Lineup:
01. The Scarred People
02. Winter Dawn
03. Radiant Star
04. The Sun Also Rises
05. Before Another Wilbury Dies
06. Love Terrorists
07. Messinian Letter
08. Thunder & Lightning
09. Tiznit
10. The Red Of The Morning Sun
 

 
8.0 Punkte von Laughing Moon (am 30.10.2012)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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