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 The Beauty Of Gemina (Schweiz) "The Myrrh Sessions" CD

The Beauty Of Gemina - The Myrrh Sessions - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: NoCut GbR  (26 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 22.2.2013   (1010 verwandte Reviews)
Spieldauer: 66:34
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gothic/Darkwave im akustischen Gewand
Homepage: http://www.thebeautyofgemina.com
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Weitere Infos zu The Beauty Of Gemina:
REVIEWS:
The Beauty Of Gemina At The End Of The Sea
The Beauty Of Gemina The Myrrh Sessions
The Beauty Of Gemina Ghost Prayers
The Beauty Of Gemina Minor Sun
Mehr über The Beauty Of Gemina in der Metalopedia
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im Forum

Schon seit dem Jahre 2007 werkelt in der beschaulichen Schweiz eine kleine, aber feine Kapelle namens The Beauty of Gemina vor sich hin, veröffentlichte bisher vier Alben und hat sich dabei auch hierzulande bereits einen ordentlichen Bekanntheitsgrad erspielt. Zugegeben, ein wenig schäme ich mich ja, dass dies bisher komplett an mir vorbeiging, denn was Sänger Michael Sele und seine Jungs hier abliefern, ist definitiv mehr als nur einer kurzen Beachtung wert.

Bisher eher im Darkwave-Bereich angesiedelt und Vergleiche mit Bands wie Diary of Dreams hervorrufend, entschloss sich das Quartett nun zu einer Akustik-Scheibe. „The Myrrh Sessions“ vereint bereits bekannte, umarrangierte Songs und brandneue Stücke zu einem stimmigen Ganzen und stellt mich vor die schwierige Frage, ob dies das bisherige Schaffen der Band nicht gar noch übertrifft. Da ich sie bisher nur vom Namen her kannte, konnte ich mir in den letzten Tagen lediglich einen groben Überblick per Youtube verschaffen, und möchte daher einmal dahingestellt lassen, ob nun unplugged oder verstärkt die bessere Wahl ist – Fakt ist allerdings, dass viele Songs im Vergleich mit ihren Originalen kaum wiederzuerkennen sind, wie etwa „Hunters“. Auch das dürfte den Fans einigen Anlass geben, sich den neuen Versionen zu widmen.

Zur Instrumentierung muss man an dieser Stelle nicht allzu viele Worte verlieren; Akustikgitarre und –bass, seichte Drums sowie Piano und Violine gehören zum Standardbaukasten eines jeden Unplugged-Albums. Nix Neues also, nichtsdestotrotz erschafft man damit eine warme, tröstliche, wenngleich melancholische Atmosphäre, die den Hörer recht schnell gefangen nimmt. Schon der introvertierte und intime Opener „Myrrh I“, ein instrumentales Klavierstück welches sich zu ansehnlichen vier Minuten mausert, macht Lust auf mehr.

Und wesentlich mehr bekommt der willige Hörer auch. Die Scheibe versprüht ein dickes Achtziger/Neunziger-Flair, das vor allem traditionelle Goth-Fans verzücken wird. Manchmal meint man fast, die neblige Aura eines Carl McCoy zu spüren, während die Stücke an anderer Stelle auch gewisse Assoziationen mit Echo & The Bunnymen aufkommen lassen. Zugleich wirkt „The Myrrh Sessions“ recht groovy und irgendwie unbeschwerter als so manches Original. Da blickt im Geiste auch mal ein Johnny Cash schelmisch um die Ecke, genauso wie Spiritual Front mit ihrer poppigen Italo-Western-Attitüde.

Der Einflüsse und Vergleiche gibt es hier also genug, von Langeweile beim Hören war bei mir bisher noch weit und breit keine Spur. Vor allem das eindringliche „Kingdoms of Cancer“ entwickelt sich zum tragischen Höhepunkt. Sicher gibt es auch ein, zwei Songs, welche im Vergleich mit dem Rest etwas blasser dastehen – etwa „The Lonesome Death of a Goth DJ“ gibt mir persönlich nicht allzu viel, obwohl das Original ja ein recht beliebter Song der Gruppe zu sein scheint. Solche kleinen Sachen gleichen aber zahlreiche andere Nummern wieder aus, beispielsweise „Last Words“. Ein leider recht kurzer, aber noch einmal sehr eingängiger Abschluss.

Last but not least sollte auch der hohe Wiedererkennungswert von Michaels Stimme nicht unerwähnt bleiben; Ein Gesang, der den Hörer sanft umschlingt und mehr als nur ein Mal Gänsehaut verursacht. Ein bisschen wirkt Michael dabei wie der nette Erzählonkel von nebenan mit dem Märchenbuch, der niemandem etwas Böses tun kann und immer ein paar beruhigende Worte parat hat. Und nein, das ist in keinster Weise negativ gemeint, es ist einfach ein Genuss ihm zuzuhören.

Abschließend kann ich also sagen, dass ich hier wieder einmal einen – wenngleich nicht mehr ganz so geheimen – Geheimtipp aufgelesen habe, den ich nicht gleich wieder aus den Augen verlieren sollte. In dem noch jungen Jahr bieten The Beauty Of Gemina gleich ein Album, welches ernsthafte Ambitionen hat, sich in den vorderen Plätzen meiner kommenden Top-2013 zu platzieren. Wer auf ehrlichen, unter die Haut gehenden Akustik-Gothic mit so mancher Referenz zu den alten Meistern des Fachs steht, ist hier zweifelsohne bestens aufgehoben. Aber auch wer einfach nur ruhiger, anspruchsvoller Musik im Allgemeinen zugetan ist, bekommt hiermit eine dicke Empfehlung verpasst. Unbedingt antesten!



 
Tracklist: Lineup:
01. Myrrh I
02. Narcotica
03. Rumours
04. Suicide Landscape
05. Dark Rain
06. Listening Wind
07. Golden Age
08. The Lonesome Death Of A Goth DJ
09. Hunters
10. Kingdoms Of Cancer
11. Myrrh II
12. Last Night Home
13. Stairs
14. Obscura
15. Last Words
 

 
8.0 Punkte von Laughing Moon (am 14.02.2013)
 
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2. ASP "Fremd"
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4. Opeth "Ghost Reveries"
5. Anathema "Weather Systems"
6. Therion "Gothic Kabbalah"

[ Seit dem 14.02.13 wurde der Artikel 2715 mal gelesen ]
 
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