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 ASP (Deutschland) "Maskenhaft - Ein Versinken in elf Bildern" CD

ASP - Maskenhaft - Ein Versinken in elf Bildern - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: Trisol  (32 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2.8.2013   (1010 verwandte Reviews)
Spieldauer: 67:32
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gothic Novel Rock
Homepage: http://www.AspsWelten.de


Weitere Infos zu ASP:
REVIEWS:
ASP Aus Der Tiefe
ASP Zaubererbruder - Der Krabat-liederzyklus
ASP Akoasma - Horror Vacui Live
ASP Artworks & Artwords: Das Asp-buch
ASP Wechselbalg
INTERVIEWS:
ASP - "...ich Bin, Was Ich Spreche!"
ASP - 15 Jahre Asp - Erstaunlich Jung, Und Doch Uralt.
Mehr über ASP in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Eigentlich sollte ich beim Rezensieren eines neuen ASP-Albums gleich an dieser Stelle aufhören zu schreiben und einfach stillschweigend zehn Punkte vergeben. Bei allen Lobeshymnen, die ich im Folgenden einmal mehr auf diese Band erhebe, habe ich doch selten das Gefühl, den Frankfurtern und ihrem Schaffen auch nur annähernd gerecht zu werden. Nichtsdestotrotz, so ganz unkommentiert kann man ein Werk wie „Maskenhaft“ nicht im Raume stehen lassen, zu viele Facetten und Details gibt es zu entdecken und zu würdigen.

Nachdem sich Asp mit der „GeistErfahrer“-EP ein Stückchen vom übergreifenden Konzept entfernt hatte, ohne es aber an einem gewissen zusammenhaltenden Faden mangeln zu lassen, steht nun mit „Maskenhaft“ der zweite Teil im Fremder-Zyklus an. Einmal mehr werden ausdrucksstark die Abgründe innerer Zerissenheit ausgelotet, wird der schier endlos währende Kampf zwischen dem Protagonisten und dem lauernden Wesen in seiner Brust, welches nunmehr beinahe die komplette Kontrolle übernommen hat, beschrieben. Wiederholungsgefahr besteht dabei mitnichten, der Erzählstrang bleibt stets packend, ebenso wie das lyrische Ich selbst nie zu ahnen wagt, was ihm als nächstes widerfährt. Wie es im Song „Aufbruchstimmung“ treffend heißt:

„Wohnt mir wohl ein zweites Wesen,
tobend, wütend, in der Brust?
Ist es immer dagewesen?
Ist es meiner sich bewusst?“

Geschickt zieht Asp auch immer wieder Verbindungen zu früheren Songs uns Thematiken, etwa die Zeilen „Kaum aus dem Kokon erbrochen, tanzt das Puppenwesen schon“ dürften Fans schnell Erinnerungen an altbekannte ASP-Hits ins Gedächtnis rufen. Im Fremd-Konzept wechselt die Erzählung mehrmals die Perspektiven, in „Schneefall in der Hölle“ blickt der Hörer von außen auf die beiden widerstreitenden Geister, während „Die Löcher in der Menge“ scheinbar aus der Sicht des an die Oberfläche strebenden Wesens berichtet. Wie immer lässt Asp dabei viel Spielraum, was die Deutung seiner Texte anbelangt – womöglich ist es auch alles ganz anders als ich es hier interpretiere. Nur eines ist sicher: Mit den abschließenden Worten „Was wird geschehen? Wir halten den Atem an.“ im letzten Song wird der Hörer wieder gespannt zurückgelassen, eine Aufklärung der Geschichte bleibt weiterhin schleierhaft. Ob es im nächsten Album dazu kommt? Wir werden sehen.

Musikalisch bleiben sich ASP dem Sound des ersten Zyklus-Teils weitgehend treu. Sprich, die Songs kommen wieder sehr erdig daher, manchmal gar ein wenig räudig, ohne aber ihre gleichzeitige Schönheit und den bandtypischen Tiefgang vermissen zu lassen. Das Spektrum reicht von der zartbesaiteten Ballade „Schneefall in der Hölle“ hin zu Abrissbirnen wie „Das Märchen vom Wildfang-Windfang“, welches sich zumindest im Refrain fest im Metal verankert zeigt. Mit dem Opener „Augenaufschlag“ gibt es eine düstere Einleitung ganz im Sinne der altbekannten „Beschwörung“, mit „Aufbruchstimmung“ oder „Wanderer“ zwei Elektro-Rocker, die für die Tanzfläche wie prädestiniert scheinen, und auch Ally The Fiddle hat wieder einige schöne Violinenparts beigesteuert.

Wie immer gibt es das Album in mehreren Editionen. Bereits die „normale“ Version wird diesmal zwei CDs mit unterschiedlichen Abmischungen umfassen: Die „Plakat-Fassung“ tönt bewusst brachial und gitarrenbetont aus den Boxen, die „Relief-Fassung“ stellt dagegen all die zahlreichen Fein- und Einzelheiten deutlicher in den Vordergrund. Daneben wird es noch das „Ultimate Package“ mit T-Shirt geben sowie die „Ultimate Edition“ in Schallplattenformat und mit Wandkalender. Bestellen könnt ihr hier. Also, unterstützt Musik mit Herz und Verstand und legt euch mit „Maskenhaft“ ein Album zu, welches einmal mehr den Status dieser Band in der Schwarzen Szene untermauert und mir ohne großes Zögern die vollen zehn Punkte wert ist!



Lasst es euch auch nicht entgehen, ASP dieses Jahr noch live zu erleben:

10.08.2013 Hildesheim, M’Era Luna Festival
19.09.2013 Schwabach, Markgrafensaal
20.09.2013 Potsdam, Waschhaus
21.09.2013 Magdeburg, Altes Theater
25.09.2013 Oberhausen, Turbinenhalle
26.09.2013 Osnabrück, Halle Gartlage
27.09.2013 Bremen, Aladin
28.09.2013 Leipzig, Haus Auensee
02.10.2013 Gießen, Hessenhalle
03.10.2013 Erfurt, Stadtgarten
04.10.2013 Dresden, Schlachthof
05.10.2013 Wiesbaden, Schlachthof
09.10.2013 Saarbrücken, Garage
10.10.2013 Köln, Live Music Hall
11./12.10.2013 Hamburg, Markthalle
16.10.2013 Pratteln (CH), Z7
17.10.2013 Stuttgart, Theaterhaus
18.10.2013 München, Muffathalle
19.10.2013 Wien, Arena


 
Tracklist: Lineup:
01. Augenaufschlag
02. Die Kreatur mit der stählernen Maske
03. Aufbruchstimmung (Herzjagd)
04. Wanderer
05. Schneefall in der Hölle
06. Die Löcher in der Menge
07. Reflexionen
08. Das Märchen vom Wildfang-Windfang (Schlüpftanz)
09. Panzerhaus (FremdkörPerson, zweitens)
10. Per aspera ad aspera
11. Die Klippe
Teil 1: Stimmen im Nebel
Teil 2: Hang zum Dramatischen
 
Gesang: ASP
Gitarre: Lutz Demmler
Gitarre: Sören Jordan
Bass: Andreas Gross
Schlagzeug: Stefan Günther
Violine auf "Die Klippe": Almut Storch

 
10.0 Punkte von Laughing Moon (am 06.08.2013)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Gothic Rock/Metal, Post Black Metal
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2. Rotting Christ "Kata Ton Daimona Eaytoy"
3. Hypocrisy "End Of Disclosure"
4. Soilwork "The Living Infinite"
5. Summoning "Old Mornings Dawn"
6. Tristania "Darkest White"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Alcest "Les Voyages De L'âme"
2. ASP "Fremd"
3. Dead Can Dance "Anastasis"
4. Opeth "Ghost Reveries"
5. Anathema "Weather Systems"
6. Therion "Gothic Kabbalah"

[ Seit dem 06.08.13 wurde der Artikel 2500 mal gelesen ]
 
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