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 Urschrei (Deutschland) "Dekadenz" CD

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So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Überdurchschnitlich
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung mit Abstrichen


Label: Eigenproduktion  (2048 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 20.9.2013   (3355 verwandte Reviews)
Spieldauer: 66:00
Musikstil: Diverse/Stilübergreifend   (844 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Viking/ Pagan/ Black Metal
Homepage: http://www.myspace.com/urschreidieband


Weitere Infos zu Urschrei:
REVIEWS:
Urschrei Heidenzorn
Urschrei Dekadenz
Mehr über Urschrei in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Ach du liebe Güte, noch eine Pagan-Metal-Truppe, die nichts mit den typischen Klischees und Inhalten ihres Genres zu tun haben möchte und sich eine gewisse Andersartigkeit auf die Fahnen schreibt? Was mittlerweile so ziemlich jede Band proklamiert, stellt sich oft genug als Schuss in den Ofen heraus, glücklicherweise gelingt es der fränkischen Formation URSCHREI, diese Klippe zu umfahren.

Während das Debüt „Heidenzorn“ schon im Namen klarmachte, in welche Gefilde der Marsch ging, erweitert das Zweitwerk „Dekadenz“ den Bandhorizont in musikalischer als auch textlicher Weise. Für reinen Viking/Pagan Metal fehlt den elf Stücken die gewisse Epik und das kriegerische Etwas, dies wird vielmehr durch die rohe Brutalität des Black Metals kompensiert. Auf antreibende Hymnen wird aber nicht komplett verzichtet, etwa „Frei sein“ marschiert in dieser Hinsicht glorreich voran und stellt meinen persönlichen Höhepunkt des Albums dar. Der Sound ist satt und kräftig und muss bei solchen Scheiben meiner Ansicht nach auch nicht immer klinisch-feingeschliffen sein, im Gegenteil, die sich rau voranwalzenden Gitarren machen sich sogar recht gut. Das Growling hätte ich mir dagegen an mancher Stelle noch etwas verständlicher gewünscht. Denn auch auf textlicher Ebene beschränken sich URSCHREI nicht auf die ausgetretenen Pfade, die bereits von zigtausend anderen Kriegerscharen beschritten wurden. Anstatt den immer gleichen Heldengesängen über alte Götter und die vom Met sternhagelvollen Axtschwinger widmen URSCHREI ihr Album der Dekadenz und Überheblichkeit der Menschheit, ihrer gnadenlose Ausbeutung und Unterdrückung anderer Lebewesen (nicht zuletzt sich selbst) und damit verbunden der Rückbesinnung zur respektvollen Naturverbundenheit. Zweifellos ein ehrenvolles und ernsthaftes Anliegen.

Gerechterweise muss man aber auch hier sagen, dass ebenso dieses Themenfeld schon seit geraumer Zeit sehr sorgsam durch zahlreiche Bands, gerade aus dem Folk Black Metal, abgearbeitet wird. Genau wie das Zusammenspiel von Pagan Metal mit Elementen des Black Metals. Das kann nun zweifellos nicht URSCHREI angelastet werden und darum geht es auch nicht. Aber um sich in diesem Gebiet, dass von ambitionierten kleinen bis mittelmäßig bekannten Bands hart umkämpft wird, behaupten und klar positionieren zu können, ist schon noch etwas mehr nötig als die auf „Dekadenz“ enthaltenen Songs. Die Eigenständigkeit lässt noch etwas zu wünschen übrig, wahre Höhepunkte werden nur selten gesetzt, und auch an den sehr direkten, aber halt auch etwas einfachen Lyrics kann sicher noch gefeilt werden. Alles in allem gibt es von mir sechs Punkte und damit eine leicht überdurchschnittliche Wertung, die aber auch sagt: Hier ist noch Luft nach oben. Greift sie euch, Leute!


Tracklist:
01. Einklang
02. Krankheit Mensch
03. Dekadenz
04. Blutverbunden
05. Legion
06. Frei sein
07. Apathie
08. Welk
09. Das Ende vom Anfang
10. T minus 0 Sekunden
11. Ausklang


 
6.0 Punkte von Laughing Moon (am 23.10.2013)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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5. Summoning "Old Mornings Dawn"
6. Tristania "Darkest White"
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1. Alcest "Les Voyages De L'âme"
2. ASP "Fremd"
3. Dead Can Dance "Anastasis"
4. Opeth "Ghost Reveries"
5. Anathema "Weather Systems"
6. Therion "Gothic Kabbalah"

[ Seit dem 23.10.13 wurde der Artikel 1641 mal gelesen ]
 
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