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Eigenproduktion Thorns Of Ivy (Österreich) "From Grace To Tragedy" CD

Thorns Of Ivy - From Grace To Tragedy CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Gut
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufenswert


Label: Eigenproduktion  (2046 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 65:40
Musikstil: Melodic Black/Death/Thrash   (481 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Melodischer, gotischer Black Metal
Homepage: http://www.thornsofivy.com
 Leserwertung
8.5 von 10 Punkten
bei 2 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Thorns Of Ivy:
REVIEWS:
Thorns Of Ivy From Grace To Tragedy
Mehr über Thorns Of Ivy in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Endlich mal eine Band, so könnte man leicht überspitzt formulieren, welche mit ihren Einflüssen und Vorbildern alles andere als hinter dem Berg hält und keinen Hehl daraus macht, von welcher Truppe CDs auf Dauerrotation laufen und Poster im Proberaum hängen. Die Österreicher Thorns Of Ivy nämlich haben sich ganz und gar opulentem, gotischem, dramatischem und mystischem Black Metal in allerbester Cradle Of Filth-Manier verschrieben, beschränken sich dabei indes nicht nur auf zeitweiliges Zitieren der britischen Obervampire, widmen ihr ganzes Schaffen vielmehr dem Versuch, ihren Idealen nahe zu kommen. Logisch, dass die Faktoren Originalität und Individualität hierbei klar auf der Strecke bleiben, dennoch stellt die Eigenproduktion „From Grace To Tragedy“ ein erstaunliches Zeugnis dieser noch jungen Band dar: Angefangen bei dem für eine Demoband hochprofessionellen und unglaublich gelungenen Artwork (insbesondere die morbiden Bandfotos wissen zu gefallen) über lesenswerte Lyrics und die in drei Akte „Blessed With Thornjabbed Stigmata“, „Triptychon Of Death And Dames“ sowie „An Autumnal Postludium“ gegliederten Songtitel wie „A Nightmare In Bloom“ oder „Lucid Passion And Her Sin“, schon vor dem Einlegen der über einstündigen Debütplatte sind Cradle Of Filth allgegenwärtig. Wie zu erwarten auch die musikalische Seite: Ein keifender, growlender, zeternder Sänger, erstklassige und von Keyboardteppichen unterfütterte Riffs, gute Schlagzeugakzente, kurz, Thorns Of Ivy verstehen sich meisterhaft darauf, atmosphärische Kompositionen zu kreieren, einen Spannungsaufbau zu erzeugen, herauszuzögern und aufzulösen, zudem ist auch das Wechselspiel zwischen rasenden Black Metal-Attacken und düstermelodischen und gruselig-gotischen Ruhephasen, in welchen das Tasteninstrument die Herrschaft erhält, als überaus gelungen zu klassifizieren. Dennoch, und hier liegt der Hund begraben, erinnert einfach jeder Song zu offensichtlich an Dani und seine beißwütigen Mannen, zu sehr wurde Wert darauf gelegt, in Sachen stimmlicher Phrasierung oder Dosierung der Keyboards an die Engländer anzuschließen. Das Verrückte an der Sache ist jedoch: So etwas anbiederndes haben die Österreicher eigentlich absolut nicht nötig, zu meisterhaft beherrschen sie ihr Fach, zu professionell geht man zu Werke, als dass man sich mit bloßer Abkupferei abgeben müsste. Dennoch, muss hier einschränkend gesagt werden, handelt es sich um das erste musikalische Lebenszeichen einer durchaus hoffnungsvollen melodischen Black Metal-Band und es gibt nun mal beileibe nicht gerade viele Kapellen, die bereits mit ihrem ersten Release ihren eigenen Stil gefunden haben. So ziehe ich in einer mit Sicherheit grotesk anmutenden Geste einerseits meinen Hut für soviel Engagement und Perfektionismus beim ersten Release (wie oft bekommt man halbgares Proberaummaterial untergeschoben!), erhebe aber mit der anderen hand mahnend den Zeigefinger, ein wenig musikalische Distanz zwischen sich und Cradle Of Filth zu bringen. Ich bin mir sicher, dass Thorns Of Ivy mehr können! Hier sollte jeder Anhänger opulenten, melodischen und mystischen Black Metals mit Hang zu gotischer Theatralik schnellstens zugreifen. Macht 7,5 Zähler, wobei der musikalische, lyrische und visuelle Augen- und Ohrenschmaus ohne die Cradle-Querelen wohl bei 8,5 oder gar 9 Punkten zu Buche schlagen würde.

 
7.5 Punkte von Björn Springorum (am 29.08.2005)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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[ Seit dem 29.08.05 wurde der Artikel 4934 mal gelesen ]
 
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