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 Eden weint im Grab (Deutschland) "Geysterstunde II" CD

Eden weint im Grab - Geysterstunde II - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: Einheit Produktionen  (28 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 29.8.2014   (3355 verwandte Reviews)
Spieldauer: 69:37
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Horror Metal
Homepage: http://www.edenweintimgrab.de/


Weitere Infos zu Eden Weint Im Grab:
REVIEWS:
Eden Weint Im Grab Geysterstunde I - Ein Poetisches Spektakel Zu Mitternacht
Eden Weint Im Grab Nachtidyll - Ein Akustisches Zwischenspiel
Eden Weint Im Grab Geysterstunde Ii
INTERVIEWS:
Eden Weint Im Grab - Düster-metallisches Juwel Zu Mitternacht
Eden Weint Im Grab - In Einem Dunklen Zeitalter
Eden Weint Im Grab - Von Metal Zu Akustik Und Zurück – Ein Zwischenstand
Mehr über Eden weint im Grab in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Mehr als drei Jahre ist es her, als mit "Geysterstunde I" das bis dato ausgereifteste Werk von Eden weint im Grab zur Rezension in meinem Briefkasten lag. Irgendwie scheint es mir, als wäre es erst gestern gewesen. Wenn man jedoch bedenkt, dass in der Zwischenzeit das Akustikalbum "Nachtidyll" entstand, Alexander Paul Blake sein Solo-Debüt ablieferte, kurze Zeit später Aethernaeum ins Leben rief und nun parallel zur Albumveröffentlichung mit seiner Kurzgeschichtensammlung "Geystergeschichten" aufwartet - nun, dann klingt es doch wieder wie eine halbe Ewigkeit. Jetzt also öffnet sich der Vorhang ein weiteres Mal für allerlei nächtliche Schauergestalten und reichlich jenseitigen Spuk.

Fest steht, dass Eden weint im Grab mit "Geysterstunde II" ein enorm facettenreiches und durchgehend packendes Werk präsentieren, welches Kollegen wie The Vision Bleak - nebenbei die einzige Band, mit der man EwiG's vielseitigen Stil überhaupt noch annähernd vergleichen kann - spielend zu übertreffen vermag. Es ist das erste Metalalbum der Band, in welchem auch die zu "Nachtidyll" hinzugetretenen Instrumente Cello und Violine integriert wurden, und das sehr überzeugend, wie ich finde. So erhält das Ganze einen noch organischeren Sound, der einen beim Opener "Die Jenseitsflugmaschine" gleich gehörig umhaut. Ebenso ist das Album in gewisser Weise eingängiger geworden und wartet mit zahlreichen wiedererkennbaren Melodien auf, verliert aber dadurch in keinem Moment an Tiefgang und künstlerischem Anspruch. Die stattlichen siebzehn Songs bestechen alle durch ihre niveauvollen und sehr poetischen Texte, die niemals in den Kitsch abgleiten und die so bildreich vielleicht noch ein Asp heraufzubeschwören vermag, ansonsten aber wahrlich selten vorgefunden werden.

Nicht unerwähnt darf dabei die musikalische Vielfalt bleiben, die EwiG in jeden einzelnen Song gesteckt haben und die selbst den Abwechslungsreichtum des Vorgängeralbums scheinbar spielend überbietet - und wer das kennt, der weiß, was das für eine Leistung ist! Jeder Song transportiert eine eigene Stimmung, die sich nie auch nur andeutungsweise wiederholt. Neben besonders harten Stücken wie "Nachtexpress nach Nirgendwo" und "Aurelia", die wohlig an die ersten beiden Alben erinnern, sind auch wieder schaurig-schön gesprochene Zwischenstücke zu finden. Ein gewisses Jahrmarkt-Flair verbreitet "Tanz auf dem Ouija-Brett", morbide und gleichzeitig schelmische Kammermusik dagegen bietet "Wesen aus dem Nichts", ein selbst für EwiG-Verhältnisse aus dem Rahmen fallendes Stück. "Leuchtturm" und "Der ewige Bergmann" sind nur zwei Beispiele für Nummern mit eingängigen Mitsingrefrains, aus denen sicherlich auch überzeugende Livestücke werden. Für altmodischen Charme wiederum sorgt das knisternde "Mein geysterhaftes Grammophon". Und nicht zuletzt sind es die mehrfach verwendeten Walzertakte, die diesmal so manches Lied tanzbar machen und dafür sorgen könnten, dass Eden weint im Grab künftig auch in den Szeneclubs Einzug hält - ich würde es sehr begrüßen.

Kurzum, es gibt auf "Geysterstunde II" keinen einzigen schlechten Titel, ich könnte über jeden einzelnen so viele Worte verlieren und würde dieses Review wohl restlos überladen. Siebzehn neue Songs mit mindestens siebzehn verschiedenen Facetten: Mit "Geysterstunde II" legen Eden weint im Grab ihr bislang abwechslungsreichstes Album vor und versprechen einmal mehr gepflegtes Schauern auf hohem Niveau - kreativer, lyrisch-geschmackvoller und oft auch augenzwinkernder Horror für den anspruchsvollen Romantiker. An der vollen Punktzahl hat die Band mit ihren Vorgängeralben schon immer gekratzt; ich wüsste nicht wieso ich sie ihr diesmal noch verwehren sollte. Ein durch und durch großartiges Album!



Tracklist:
01. Jenseitsflugmaschine
02. Nachtexpress nach nirgendwo
03. Mein geysterhaftes Grammophon
04. Nachsterben
05. Tanz auf dem Ouija-Brett
06. Rad der Reinkarnation
07. Wesen aus dem Nichts
08. Leuchtturm
09. Der ewige Bergmann
10. Ein Wiegenlied in Angst-Moll
11. Radio Totenfunk
12. In der Lichtferne
13. Seelenernte
14. Aurelia
15. Schattenwesen
16. Die Sage von der weißen Frau
17. Somnambule


 
10.0 Punkte von Laughing Moon (am 21.08.2014)
 
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[ Seit dem 21.08.14 wurde der Artikel 2219 mal gelesen ]
 
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