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 Stream Of Passion (Niederlande) "Embrace The Storm" CD

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So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Gut
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufenswert


Label: Inside Out  (195 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 21.10.2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 53:58
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gothic Prog Rock Oper
Homepage: http://www.streamofpassion.com/
Weitere Links: http://www.arjenlucassen.com/
 Leserwertung
9 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Stream Of Passion:
REVIEWS:
Stream Of Passion Embrace The Storm
Stream Of Passion Live In The Real World
Stream Of Passion Darker Days
Stream Of Passion A War Of Our Own
INTERVIEWS:
Stream Of Passion - ... About The Love For Music ...
Mehr über Stream Of Passion in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Hintergrund
Auf Stream Of Passion habe mich mich von Anfang an gefreut. Eine neue Band(!) um Ayreon Kopf Arjen Anthony Lucassen. Dieser Mann steht seit vielen Jahren für außergewöhnliche Rockmusik der absoluten Extraklasse. Dieses Mal hat er sich was ganz besonderes ausgedacht. Für sein letztes Ayreon Meisterwerk „The Human Equation“ suchte er via Internet nach Gastsängern. Gefunden hat er u.a. die mexikanerin Marcela Bovio, deren Sangesleistungen für die CD viel positives Feedback nach sich zogen. Der Meister war so angetan von der guten Frau, dass er begann um sie herum eine neue Band zu erstellen. Marcelas Freund, ebenfalls ein Mexikaner, Alejandro Millán, spielt Piano auf Embrace The Storm. Die Leadgitarre wird von der in Schweden lebenden Amerikanerin Lori Linstruth geschwungen. Arjen ist über ihre Homepage gestolpert, hat sich Videos ihrer Spielkünste reingezogen und die gute Dame, die sonst bei Warbride tätig ist, direkt engagiert. Auf den niederländischen Drummer und Ayreon Fan Davy Mickers wurde Arjen im Zuge eines Wettbewerbes auf seiner eigenen Homepage aufmerksam. Der Landsmann Johan van Stratum wurde eher handelsüblich über Empfehlungen zur Band geschleust, womit das Line Up komplett wäre. Alle Musiker hatten bei der Entstehung des Albums größtmögliche Freiheiten, wobei Marcela im Zentrum stand und Arjen die Zügel in Händen hielt und immer die letzte Entscheidungsgewalt hatte. Die Songs wurden Stück für Stück ausgeabeitet, indem sie sich die Einzelparts wieder und wieder gegenseitig zumailten und erweiterten, wobei sie viele verschiedene Einflüsse einbrachten. Arjen steht für Prog Rock und Metal, ebenso Davy. Lori steht persönlich auf die großem 80er Jahre Gitarrenhelden, wie Brian May, Yngwie Malmsteen und Michael Schenker. Alejandro und Marcela bringen neben Prog Rock v.a. auch Jazz Einflüsse mit ein, zudem hat Marcela eine Hang zu atmosphärischem Rock und Gothic Geschichten. Als Gegenpol dazu wurde Johan van Stratum extra wegen seiner Vorliebe für derbere Nu Metal Sounds in die Band geholt.

Rezension

Musikalisch gitb es von Stream Of Passion dann tatsächlich auch so eine Art Mixtur der Vorlieben der beteiligetn Musiker. Es klingt fast so, als hätte Arjen seine ruhigen, von weiblichem Gesang getragenen Ayreon Anteile auf die Länge eines gesamten Albums ausgedehnt. Bei genauerem Hinhören kommen aber andere Details zum Tragen. Z.B. Alejandro Milláns gefühlvolles, fast allgegenwärtiges Pianospiel, das sehr viel Freiräume hat, jazzig verträumt daherkommt und den größten Anteil am Soundtrackfeeling von Embrace The Storm hat. Bringt Arjen dann doch mal Metalrhytmen, sind die eher getragen statt richtig treibend. Manchmal kommt sowas wie Gothic Rock Oper Feeling auf (habe ich da das Grundthema von Phantom der Oper rausgehört?), dazu passend die virtuosen Soli von Lori, die wohligst an Brian May und Savatage erinnern. Marcelas Gesang ist unheimlich sanft und leicht. Vergleiche mit The Gathering, The Wishing Tree, Renaissance und sogar der göttlichen Kate Bush drängen sich mir auf. Trotzdem nervt mich der permanente hohe Frauengesang teilweise, wenn ich die Platte nur nebenher laufen lasse. Bei intensivem Lauschen ist alles in Butter. Die gute Frau singt übrigens von Liebe und (anderen) seelischen Abgründen. Das klingt bei ihr immer düster und wird neben Englisch auch auf Spanisch von ihr dargeboten. Untypisch für Arjen, es scheinen keine oder kaum Keyboards Platz gefunden zu haben. Es gibt Streichereinsätze und sehr stimmungsvolle Celli, die aber sehr authentisch klingen, und zumindest Marcela steuert Violinenspiel dazu. Die Drumarbeit klingt zuweilen Percussionhaft und wurde von Meister Arjen teilweise sehr elektronisch anmutend produziert.

Insgesamt muss ich Stream Of Passion bescheinigen auf Anhieb ein sehr eigenes Klangbild erschaffen zu haben. Stimmungstechnisch läßt es sich am ehesten noch mit der melancholischen Soundtrack Arbeit von Eleni Karaindrou vergleichen. An vielen Stellen dringt auch ganz klar die ruhige Seite von Ayreon durch. Die CD gibt ein total stimmiges Bild ab, es gibt keine besonderen Songs geschweige denn Hits herauszustellen. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Drive und vielleicht mal ausufernde Instrumentalpassagen gewünscht. Ich wurde zu selten richtig mitgerissen. Trotzdem ist die Scheibe interessant und teilweise spannend. Sowohl Gothic als auch Prog Freunde dürfen hier reinlauschen, wer auf klaren hohen Frauengesang steht, sowieso.

Special Edition
Wer hier zuschlagen möchte sollte unbedingt nach der Special Edition ausschau halten. Zum einen sind Inside Out eh die definitiven Weltmeister darin Digibooks mit Bonus CD zu erstellen, zum anderen werden sie hier auch noch vom Technik Freak Arjen Anthony Lucassen bedient. Neben Making Of Filmchen und Demoversionen zu jedem Song gibt es den Videoclip zu Passion, wahlweise in Stereo oder 5.1 Sound. In den Beneluxstaaten wird Embrace The Storm von Sony veröffentlicht, und die bieten eine Dual Disc Version an. Die Bonusmaterialien auf der DVD Seite sind zwar etwas abgespeckt, dafür gibt es das komplette Album in 5.1 abgemischt. Diese Version könnt ihr vorerst auch noch über die Bandhomepage bestellen, deren Besuch sich übrigens sowieso lohnt.






 
Tracklist: Lineup:
01. Spellbound (3:35)
02. Passion (5:20)
03. Deceiver (5:07)
04. I'll Keep On Dreaming (3:45)
05. Haunted (4:30)
06. Wherever You Are (5:08)
07. Open Your Eyes (5:13)
08. Embrace The Storm (4:11)
09. Breathing Again (3:38)
10. Out In The Real World (4:30)
11. Nostalgia (3:08)
12. Calliopeia (5:40)
 
Gesang, Geige: Marcela Bovio
Gitarre: Lori Linstruth
Gitarre: Arjen Anthony Lucassen
Schlagzeug: Davy Mickers
Klavier: Alejandro Millán
Bass: Johan van Stratum

 
7.5 Punkte von chicken (am 17.10.2005)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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