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 Detlef Kowalewski (Deutschland) "Zur Hölle – Kohle, Knast & Rock´n Roll" Buch

Detlef Kowalewski - Zur Hölle – Kohle, Knast & Rock´n Roll - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Überdurchschnitlich
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung mit Abstrichen


Label: Edition Steffan Verlag  (1 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1.11.2015   (3355 verwandte Reviews)
Spieldauer: 192
Musikstil: keine Angabe   (1140 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Biografie
Homepage:


Weitere Infos zu Detlef Kowalewski:
REVIEWS:
Detlef Kowalewski Zur Hölle – Kohle, Knast & Rock´n Roll
Mehr über Detlef Kowalewski in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Inhalt (Zitat der Presseinfo):
Als Heavy Metal-Musiker feierte er Erfolge, badete im Geld. Aber dann wurde er wg. Koks verhaftet. Er kam in den Kölner "Klingepütz", lernte einen Top-RAF-Terroristen kennen. Er floh aus diesem Hochsicherheitsgefängnis. Er tauchte in Amsterdam unter, wurde erneut verhaftet, kam in den "sichersten Knast" Europas. Auch der war nicht sicher genug. Er entkam auf spektakuläre Weise. Er segelte über den Atlantik nach Brasilien, geriet an das Kali-Kartell, wurde erpresst, zu einer Kurierfahrt gezwungen, die schief ging. Er verbrachte daraufhin drei Jahre in brasilianischen Knästen und erlebte die Hölle auf Erden. Er heißt Detlef Kowalewski. Seine Geschichte ist so unglaublich wie wahr. Er schrieb dieses Buch, das Ihnen den Atem stocken lässt.

Review:
Keine Frage, dieses Buch fesselt einen und ist nicht von vornherein für Gemüter, die nur leichte Kost vertragen. Was Detlef, der eigentliche Musiker und Geschäftsmann erlebt hat, wünscht sich wohl kaum jemand. Aber es scheint, dass er eben doch spät erkannt hat, dass er für seine Taten auch zahlen musste, ob nun alles berechtigt war oder nicht. Vom Musiker in einer Heavy-Combo, die mit einigen bekannten Bands in den 1980er Jahren aufgetreten ist, wurde er zum Kriminellen, der einige Gefängnisse „überlistet“ hat – aber auch einige Male durch die Hölle gegangen ist, vor allem in brasilianischen Gefängnissen. Die Frage danach, was hier nun richtig oder falsch oder wer gut oder böse ist, muss man bzw. sollte man sich nicht stellen. Das eine, ergab wohl damals das andere. Man möchte eher eigentlich nur erfahren, welche Mächte einen antreiben, sagen wir mal normalen, erfolgreichen Musiker, um eben sein Leben und seine Familie in Gefahr zu bringen, durch die Ausbrüche und Fluchterfolge?! Aber schon das Vorwort des Kommissars, der die erste Verhaftung vorgenommen hatte, deutet darauf hin, dass Detlef einiges nun doch für sich eingesehen hat und womöglich seinen Frieden in der Jetzt-Zeit gefunden hat– obwohl er einiges im Leben zu schlucken hatte.
Um nicht mehr zu verraten, will ich nur darauf aufmerksam machen, dass der einfache Schreibstil tatsächlich dazu beiträgt, dass man kaum das Buch weglegen kann. Aber Vorsicht, die heftigen Szenen können auch dazu beitragen, dass man es auch erst mal wegstellt. Jedoch gibt es aus meiner Sicht, um den „roten Faden“ zu halten, zu oft auch Wiederholung in der Geschichte dieses Protagonisten, auch wenn es sicherlich andere Orte, „(Knast)Freunde“ als auch Maßnahmen sind. Es gibt aber auch für meine Begriffe nicht viele Informationen zu seiner Kindheit selbst bzw. Erziehung oder eben der Karriere als Musiker & Unternehmer, die zwar in maximal zwei Kapitel angedeutet wird, aber eben doch gewissermaßen nur am Rande. Zumindest wird diese "schöne Zeit" verdeutlicht aufgrund der Flyer, Fotos (live on stage; u.a. mit Iron Maiden) im Innenteil des Buches. Aber das ist wohl auch nicht die Absicht von Kowalewski gewesen, um seine Kindheit und das Musikbuisness abzubilden. Er wollte mit diesem Buch reinen Tisch machen, mit den Zuständen und schlimmen Erfahrungen im Knast bzw. eingen Gefägnissen, als auch den zahlreichen Ausbrüchen, inkl. durchaus „lustigen“ Fluchttouren; u.a. durch den Atlantik nach Brasilien. Was mich persönlich jedoch ein wenig überrascht, ist die Tatsache, dass diese Lebensgeschichten schon einige Jahre her sind und sich Detlef dennoch an viele Details von damals ganz genau erinnert (Termine, Namen, Zeiten, Absprachen, Mahlzeiten etc.), obwohl er oft eben von Gewaltexzessen oder dem Erfolgswahn gezeichnet war, wie es heißt. Unabhängig davon, ob man sich Notizen machen konnte, wollte oder gar behalten durfte. Aber nun. Informativ und die „Wahrheit näher bringend“ sind auch die abgebildeten Zeitungsausschnitte, die auf die Ausbrüche des Kriminellen hinweisen als auch einige Zeichnungen aus dem Knast in Brasilien.

Fazit:
Durchaus spannend, aber auch ab und an zu sehr auf das ausschließlich reine Knastleben bezogen.
Dennoch bin ich der Meinung, dass diese Autobiografie eine Vorlage für ein Drehbuch wert ist. Ein Film á la Blow, Mr. Nice oder 12 Uhr nachts – Midnight Express würden dabei ganz sicher rumkommen und eben sehenswert als auch provokativ-unterhaltsam sein.


Detlef Kowalewski - Zur Hölle - Die Reportage vom WDR (mit freundlicher Genehmigung der Quelle: edition-steffan.de / Frank Steffan)




Mehr zum Buch direkt auf:
https://www.facebook.com/Buchzurhoelle/

Eckdaten zum Buch (laut Verlag):
192 Seiten; Paperback
ISBN: 978-3-923838-77-6
14,90 €
Edition Steffan Verlag
 
6.5 Punkte von Arturek (am 22.07.2016)
 
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...sehr viel
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[ Seit dem 22.07.16 wurde der Artikel 815 mal gelesen ]
 
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