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Sampler V.A. (International) "Metalmessage Vol. 2" CD

V.A. - Metalmessage Vol. 2 CD  


Label: Eigenproduktion  (2046 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 74:29
Musikstil: Metal   (947 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Diverses aus dem extremen Metal
Homepage: http://
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Weitere Infos zu V.A.:
REVIEWS:
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V.A. Headbangers Ball: The Revenge
V.A. Nocturnal Empire Ii
V.A. Just Like Paradise: A Millennium Tribute To Diamond David Lee Roth
Mehr über V.A. in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Noch bevor die ersten Töne des zweiten Metalmessage-Samplers, welcher wie schon sein Vorgänger Bands unterschiedlichster extremer Metal-Coleur zusammenfasst, durch die Bude dröhnen, kann positiv festgehalten werden, dass das Coverartwork im Vergleich zum kitschigen Fantasy-Cover des Vorgängers ungleich mehr zu gefallen weiß. Aus der Feder von Artworkgott Kristian Wåhlin, weiß das in dunkle Braun- und Gelbtöne gehaltene Cover durchaus eine mystische Atmosphäre zu entfalten. Weniger überzeugend hingegen der Einstand des zweiten Samplers: Mit den Japanern von Tyrant und ihrem Song „Fallen Angel Of Plague“ wird so ziemlich jede erfolgreiche Black/Gothic Metal Band des letzten Jahrzehnts (miserabel) kopiert, was der Eigenständigkeit des Stückes trotz Exotenbonus bereits nach wenigen Augenblicken den Todesstoß versetzt. Mit Unlight und Weird Fate stehen als nächstes zwei deutsche Schwarzmetallkapellen auf der Liste, welche dennoch enorm unterschiedlich daherlärmen. „Fukked By The Devil“ des Quartetts Unlight überzeugt durch kalten, gut produzierten und mächtig fegenden Black Metal mit leichtem Thrash-Appeal, während sich Weird Fate in die absoluten Niederungen der Aufnahmequalität begeben. Jener schwankende Soundlevel war schon ein Problem des letzten Samplers und sollte in Zukunft behoben werden, zu gravierend ist der klangliche Unterschied! Musikalisch nämlich hat „Schmach“ einiges zu bieten: Mit knurrigem Gesang gefüttert, entfaltet der raue und rohe Black Metal sowohl Atmosphäre als auch ein gewisses melodisches Potential. Definitiv eine interessante Demo-Band! Schweizer Extreme Metal steht mit den nachfolgenden Knowhere auf dem Plan, welche sich mit „April 14th, 9:15 A.M.“ redlich bemühen, mittels ihrem Hybrid aus
Blackmetallischem, Traditionellem und Tödlichem in der Gunst des Hörers zu steigern. Gelingt ihnen auch recht anständig, auch wenn die melodischen Gitarreneskapaden nicht so recht zum aggressiven Grundtenor passen wollen. Episch-heidnisch gehen nachfolgend Deutschlands Wolfchant zu Werke. „Clan Of Cross“ vom aktuellen Album „Bloody Tales Of Disgraced Lands“ bietet heroische Klänge heidnischen Metals, angereichert mit (zu?) viel Pathos in Form hymnischen tasten und fabulierender Gitarren. Dennoch bieten Wolfchant überdurchschnittlichen Pagan Metal mit einem netten Schlachten-Intermezzo im Mittelteil. Schwer tödlich geht es bei dem abermals deutschen Vierers Suffering Souls zu, die mit „Escape Into A World Of Dreams“ konträr zum Titel keine ruhige Schlummermusik, sondern vielmehr verdammt schweren und treibenden Death Metal in bester Schweden-Manier bieten. Etwas Dismember, etwas Hypocrisy, etwas At The Gates, viel frühe Amon Amarth, Suffering Souls gehen zwar nicht bahnbrechend originell zu Werke, können mit ihrem Beitrag jedoch einen der Glanzpunkte des Samplers setzen! Convergence aus Österreich hingegen verbuchen mit „Clockwork Paradise“ eine relativ nah an einer Nullnummer angesiedelte Vorstellung. Dumpfer Klang, deplazierte Hardcore-Shouts, befremdliche Keyboardtöne und ein schlechter Drumcomputer siedeln Convergence recht weit unten auf der Skala an. Die deutschen Undergroundverfechter Schattendasein indes beschwören mit ihrem sprödem, archaischen Black Metal durchaus Bilder nebelverhangener Wälder vor dem inneren Auge, weshalb „Im Abglanz der Wälder“ klar ins obere Drittel der Samplerqualität gehört. Traditioneller Black Metal mit Akustikgitarrenunterstützung, geeignet für die naturliebenden Seelen unter uns. „Hoch das Horn!“, rufen uns anschließend Nebelhorn mit stolzgeschwellter Brust entgegen und bieten mit „Asgard“ eine packende Mischung aus rasendem, grimmigem Black Metal und heldenhaften, schleppenden Passagen voller heidnischer Melodik und volltönendem Klargesang. Das mit Nebelhorn eingeleitete Viking/Pagan Metal-Intermezzo wird mit den heimischen Odroerir weitergeführt, die den Bandsong „Odroerir“ zum Besten geben. Pagan Metal im Stile von Menhir und Surturs Lohe erwartet den, den alten Zeiten zugewandten Hörer in epischster Ausformung. Deutliche Heavy Metal-Anleihen vermengen sich mit Paganmetall, Geigen und Frauengesang zu einem faszinierenden Stück nordischer Mystik. Bravo! Gewöhnungsbedürftig dagegen das deutsche Einmann-Unterfangen Horn. Dessen Beitrag „Die Schänke tief im Laubwald“ lässt nach erstmaligem Hören noch an stümperhaftesten Pagan Metal denken, entfaltet zugegebenermaßen dennoch ein gewisses atmosphärisches Potential, was auch an der gelungenen Gitarrenarbeit liegen dürfte. Aus einem anderen Stück entnommene Textfragmente wie „Der alte verrostete Lift rasselte lärmend über die Stahlseile und überflog die scharfen Felsfragmente. Die gelben und grünen Teppiche und die sich wandelnden Tiefen. Nach geraumer Zeit rauschte er in die Bergstation und ich setzte Fuß auf verschneite Flächen“ jedoch lassen an der Ernsthaftigkeit des Projektes zweifeln. Musikalisch indes interessant. „The River“ der Wald- und Wiesenpoeten Klabautamann hingegen bietet überzeugenden, wenn auch etwas zu verworrenen Metal schwarzen Anstrichs. Dennoch ansprechende, naturbeeinflusste Tonkunst. Ein weiterer Aussetzer folgt von den Mazedoniern Baltak, die ich deutlich besser in Erinnerung hatte. Nervtötender Gesang und 08/15-Schrubb-Black Metal strapazieren einmal mehr das Gehör. Abschließend führen uns die Ruhrpott’ler Black Messiah auf das „Feld der Ehre“, auf welchem der Sampler ansprechend ehrenvoll und melodisch-episch und mit zauberhaften Geigenmelodien versehen ausklingt. Urteilend lässt sich sagen, dass auch die zweite Runde des Metalmessage-Samplers interessante Bands des Black-, Pagan-, Viking-, Death- und Folk Metal-Genres, auch wenn sich der eine oder andere Track als Rohrkrepierer entpuppt. Dennoch finden sich unter den 14 Songs mit den Beiträgen von Tyrant, Knowhere, Convergence und Baltak nur vier nicht überzeugende Beiträge, was auch „Metalmessage Vol. 2“ zu einer empfehlenswerten Anschaffung macht. Und für den Preis von 6 Euro sowieso…

Metalglory-Rezensionen zu einigen der Bands:


Unlight: http://metalglory.de/reviews.php?nr=2442


Knowhere: http://metalglory.de/reviews.php?nr=1489


Wolfchant: http://metalglory.de/reviews.php?nr=2827


Schattendasein: http://metalglory.de/reviews.php?nr=2615


Nebelhorn: http://metalglory.de/reviews.php?nr=2678


Odroerir: http://metalglory.de/reviews.php?nr=2125


Klabautamann: http://metalglory.de/reviews.php?nr=1966


Baltak: http://metalglory.de/reviews.php?nr=1724


Black Messiah: http://metalglory.de/reviews.php?nr=2203


 
ohne Wertung von Björn Springorum (am 20.11.2005)
 

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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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6. Yann Tiersen "Die fabelhafte Welt der Amelie"

[ Seit dem 20.11.05 wurde der Artikel 6857 mal gelesen ]
 
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