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 Hel (Deutschland) "Falland Vörandi" CD

Hel - Falland Vörandi CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: Det Germanske Folket  (19 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2.12.2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 59:06
Musikstil: Pagan/Viking Metal   (276 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Pagan Metal
Homepage: http://www.pagan-midgard-art.de
Weitere Links: http://www.ureuropa.com
 Leserwertung
8 von 10 Punkten
bei 7 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Hel:
REVIEWS:
Hel Orloeg
Hel Falland Vörandi
Hel Tristheim
Mehr über Hel in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Seit jeher gibt es zwei Varianten des Pagan/Viking Metals: Da wären zuerst jene Kapellen, welche in ihren Lyrics wahllos mit Begriffen wie „Odin“, „Thor“ oder „Walhalla“ um sich schmeißen, ihr Booklet mit Runen verzieren und so anspruchsvoll und feinfühlig zu Werke gehen, wie ein Boxer an die Glasbläserei. Auf der anderen Seite indes lauern Formationen hinter knorrigem Geäst, deren Gesinnung, Herzblut und Leidenschaft gänzlich der kunstvollen und überzeugten Verschmelzung von Musik, Texten und graphischem Aspekt gewidmet ist, was uns glücklicherweise Gruppen wie Moonsorrow, Helrunar oder eben Hel beschert hat. Letztere haben über das deutsche Label Det Germanske Folket endlich ihr langerwartetes zweites Album „Falland Vörandi“ veröffentlicht und es kann ohne Übertreibung vorweggenommen werden, dass Hel mit ihrem Zweitwerk schwer antastbare Standards geschaffen haben, an welchen sie die Kollegen lange die Zähne ausbeißen werden. Als Vertonung der Sage von Balders Tod konzipiert, erschufen Valdr und Skaldir ein atmosphärisch ungemein dichtes und musikalisch bist in die letzte Faser überzeugendes Album, welches es in der Art selten aus heimischen Gefilden zu hören gab. Als Grundgerüst auf „Falland Vörandi“ dient Pagan Metal, der je nach lyrischer Ausrichtung grimmig fegend oder erhaben marschierend daherkommt und von einem überzeugenden Wechselspiel aus klarem Bardensang und bissigem Kriegergekeife unterlegt wird. Und wo andere Bands bereits aufhören, fangen Hel erst an: Nicht weniger als 16 (!) Gastmusiker hat das heidnische Duo um sich geschart, um der tragischen Geschichte des Falles des Lichtgottes Balder einen stimmigen musikalischen Rahmen zu geben: Hauptsächlich decken die diversen Gastmusiker (auch Mitglieder der Band Elane, Skaldirs zweitem Wirkungsbereich, sind an Bord) jegliche denkbaren gesanglichen Bereiche ab, was es „Falland Vörandi“ tief greifend ermöglicht, der vertonten Geschichte Leben in Form zahlreicher Gesangsstimmen einzuhauchen. Mannigfach zwischen rasendem Pagan Metal-Geklirre, hymnischen Midtempo-Epen, soundtrackhaften Keyboardflächen, betörenden Geigen- und Flötenmelodien, stark folkigem Akustikgitarren-Einsatz oder bewegenden Zwischenspielen elegischer Ruhe (Gänsehautgarantie: das von der Elane-Sängerin Joran veredelte „Nannas Klage“ – ein wunderbarer und zu Tränen rührender Titel) angesiedelt, erschufen Hel ein einstündiges und von eingestreuten Samples verziertes Gesamtkunstwerk, das seine Wirkung zwar am Besten in Beisein der faszinierenden Texte (eingebettet in ein einzigartiges Artwork) entfaltet, jedoch auch für sich allein stehend packende, mitreißende und begeisternde Hymnen zu bieten hat. Auf Vergleiche soll an dieser Stelle jedoch bewusst verzichtet werden, denn auch wenn Hel, welche spätestens seit ihrem neuesten Streich als eine deutsche Antwort auf die genialen Moonsorrow zu werten sind, das eine oder andere Mal dezent Einflüsse anderer Kapellen durchschimmern lassen, ist die auf „Falland Vörandi“ dargebotene Kunst schlicht einzigartig, einmalig stimmig und beängstigend perfekt geworden. Um es mit anderen Worten zu sagen: Die Vertonung der Sage von Balders Tod brachte schon so manche Formation auf den Plan (Burzum scheiterten, Falkenbach wussten mit einem Instrumental zu gefallen), jedoch war es keiner Truppe gegönnt, eine Geschichte solch epischen Ausmaßes adäquat und dem Thema würdig zu erzählen und zu vertonen. Hel indes bewerkstelligen es mit scheinbarer Leichtigkeit, ein musikalisches Kunstwerk zu erschaffen, welches die nordischen Sagen lebendig und in ihrer ganzen Tragik vor dem inneren Auge auferstehen lässt. Schließen möchte ich jene Besprechung dennoch mit einem Vergleich, welches die Stellung eines Werkes wie „Falland Vörandi“ in der deutschen Pagan/Viking Metal Szene betonen soll: Was Falkenbach mit „Magni Blandinn Ok Megintiri“ der deutschen Viking Metal-Szene bescherte, muss unbedingt auch Hels „Falland Vörandi“ zugerechnet werden: Ein neuer Standard, unendlich faszinierend und in erhabener Pracht leuchtend.

Titel:


1. Erwachen
2. Wölwas Runen
3. Feuergott
4. Dämmerung
5. Nannas Klage
6. Hringhorns Flammen
7. Meerfahrt
8. Asgards Trauer
9. Wotans Weisung
10. Hermodes' Aufbruch
11. Sleipnirs Blick
12. Helritt
13. Falland Vörandi
14. In Helheim
15. Flug der Raben
16. Auf Suche
17. Der Asen Flehn
18. Thökk - Lokis List
19. Der letzte Schein
20. Abschied

Die Sage von Balders Tod:

Balder ist der Gott des Lichts, der Freude, der Reinheit, der Unschuld und der Versöhnung. Er ist der Sohn von Odin und Frigg. Baldur wurde sowohl von den Göttern, als auch den Menschen geliebt und wurde als der beste der Götter betrachtet. Er hatte einen guten Charakter, war freundlich, weise und redegewandt. Allerdings hatte er nicht viel Kraft. Seine Frau war Nanna, Tochter des Nep und ihr Sohn war Forseti, der Gott der Gerechtigkeit. Balders Halle war Breidablik (große Herrlichkeit). Die meisten Geschichten über Balder beinhalten seinen Tod. Er träumte von seinem Tod, deshalb verlangte Frigg von jedem Geschöpf, jedem Gegenstand und jeder Naturgewalt (z.B. Schlangen, Metallen, Krankheiten, Gifte, Feuer) den Schwur, daß sie Balder niemals schädigen werden. Alle stimmten zu und schworen, daß sie niemals Balder verletzen werden oder oder eine Verletzung Balders zulassen würden. In Anbetracht seiner Unverwundbarkeit vergnügten sich die Götter, indem sie Balder als Zielscheibe beim Messerwerfen und Bogenschießen verwendeten. Der hinterlistige Loki war neidisch auf Balder. Er verwandelte sich und fragte Frigg, ob es wirklich nichts gäbe, was den Gott des Lichts verletzen könnte. Die nichtsahnende Frigg antwortete ihm, daß es eine einzige Sache gäbe und zwar ein kleiner Strauch im Westen, die Mistel. Sie dachte, daß der Strauch zu klein wäre, um ihn um den Eid zu bitten. Loki verschwand unverzüglich nach Westen und kehrte mit einem Mistelzweig zurück. Er überlistete Balders blinden Zwillingsbruder Hod und überredete ihn, den Mistelzweig wie einen Pfeil nach Balder zu werfen. Nicht ahnend, was er damit tat, warf Hod den Mistelpfeil, geführt durch Lokis Unterstützung, auf Balder. Der Pfeil durchbohrte Balders Herz und er sank tot zu Boden. Während die Götter um Balder weinten, schickte Odin seinen anderen Sohn Hermod zu Hel, die Göttin des Todes um für Balders Rückkehr zu bitten. Hel stellte für Balders Rückkehr ins Reich der Lebenden die Bedingung, daß jeder auf der Welt, ob tot oder lebend, um Balder weinen muß. Jeder weinte um Balder, außer Loki, der sich in die Hexe Thokk verkleidet hat. Also mußte Balder in der Unterwelt bleiben. Die anderen nahmen den toten Gott, kleideten ihn in karminrote Kleider und legten ihn in einem Sarg auf sein Schiff Ringhorn, das größer war als das größte Schiff der Welt. An seiner Seite lag der Körper seiner Frau Nanna, die an gebrochenen Herzen starb. Balders Pferd und seine Schätze kamen ebenfalls auf das Schiff. Der Sarg wurde angezündet und das Schiff wurde von der Riesin Hyrrokin auf das offene Meer geschoben.


 
10.0 Punkte von Björn Springorum (am 21.11.2005)
 

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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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4. Ulver "Bergtatt"
5. In Flames "Reroute To Remain"
6. Yann Tiersen "Die fabelhafte Welt der Amelie"

[ Seit dem 21.11.05 wurde der Artikel 9045 mal gelesen ]
 
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