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 Esqarial (Polen) "Amorphous" CD

Esqarial - Amorphous CD  


Label: Pagan Records  (21 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1998   (13 verwandte Reviews)
Spieldauer: 36:12
Musikstil: Death Metal   (1820 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: DEATH METAL
Homepage: http://


Weitere Infos zu Esqarial:
REVIEWS:
Esqarial Discoveries
Esqarial Amorphous
INTERVIEWS:
Esqarial - Technical Death Metal Madness
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ESQUARIAL aus Legnica (Liegnitz/Polen) widmen sich dem Deathmetal. Und zwar dem Deathmetal der Polnischen Schule. Sie jedoch ohne Weiteres mit anderen Vertretern dieses Stils zu nennen, ohne explizit auf die sie hervorhebenden Besonderheiten hinzuweisen, wäre auch nicht ganz richtig. Denn ESQUARIAL kann man schon fast als Genies bezeichnen, verbinden sie doch gekonnt die Brutalität und Intensität des Deathmetals mit virtuosem Gitarrenspiel der klassischen Heavy-Metal-Schule, psychedelischen Elementen und Harmonien aus dem „leichten“ Hardrock à la älterer David Lee Roth. Trotz allem jedoch bildet das Ganze eine durchaus homogene Einheit und bleibt DEATHMETAL in Reinkultur, und zwar teilweise richtig brutal und fies. Das Grundelement, auf dem alles basiert, ist Deathmetal wie er von älteren CANNIBAL CORPSE zelebriert wurde, vermischt mit etwas MORBID ANGEL. Bei manchen Riffs klingt auch etwas SLAYER durch. Die Stimme klingt oft wie die von Chris Burnes in älteren CORPSE-Tagen, manchmal erinnert sie auch an die polnischen Landsleute CONVENT. Dass das Gitarren-/Piano-Wunder Tony McAlpine als Inspirationsquelle angeführt wird, verwundert nach dem Hören der Scheibe nicht...Wobei ich hier eher auf die Gitarren anspiele. Immer wieder erstaunt uns der Leadgitarrist mit fantastischen Solis, die teils auch einfach und eingängig, aber irgendwie genial und einmalig sind und die brutale und fiese Grundstimmung teilweise durch ihre fast schon „süßlich“-poppige Atrmosphäre unterbrechen oder „übertünchen“. Ab und an geht der Herr auch richtig aus sich herraus, und schrubbt die Skalen rauf und runter wie ein Besessener. Die CD überrascht immer wieder, und bietet auch noch nach dem x-ten Hören einige Neuentdeckungen. Meint man manchmal fiesesten Deathmetal zu hören, so wird dieser Eindruck schon im nächsten Moment getrübt und man mag ESQARIAL schon fast als klassische Metalband mit virtuosen Gitarristen, oder eine gute Hardrockband bezeichnen...um dann gleich wieder von tiefen Gitarren und Deathgeschreie aus den Träumen gerissen zu werden. Im Stück „Obsession“ werden gar Reminiszenzen an die „Tears laid in Earth“ von Third And The Mortal wach, wenn es um die psychedelisch-düstere Atmosphäre geht. Man empfindet diese „Mischung“, insofern man das überhaupt so bezeichnen kann, jedoch zu keinem Augenblick als zu heterogen. Alles fügt sich auf wundersame Weise zu einer Einheit zusammen – die man ohne Wenn und Aber als DEATHMETAL bezeichnen muss.

Die paar wenigen Intros basieren, was im Zeitalter der immer weiter erstärkenden Keyboard-Dominanz ganz angenehm ist, alle auf Gitarren, und bieten perfekte Überleitungen. Die Texte von ESQUARIAL sind trotz des holprigen und anfangs etwas abschreckenden Englischs ziemlich gut und laden zum genaueren Studieren ein. Ich konnte mich nicht sofort mit ihnen anfreunden, aber mit der Zeit offenbarten sie sich dann doch als ziemlich intelligente, teils sozialkritische, teils humanistisch-LaVey-mäßige, und teils mystische Texte, die durchaus zu gefallen wissen. Nur eine Bitte an die Jungs fürs nächste Album: Wenn ihr schon auf Englisch singt und mit anspruchsvollen Texten aufwartet, dann lasst diese doch bitte von jemanden überprüfen der ENGLISCH KANN! Das einzige (kleine) Manko dieser ansonsten superben Scheibe – sie könnte minimal basslastiger sein.

Ansonsten mein Tipp an alle Deathmetaller: KAUFEN!!!

Bandkontakt: Marek Pajak, ul. Neptuna 14/13, 59-220 Legnica, Polen.

 
10.0 Punkte von Børge (am 26.07.2001)
 
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