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 Love Lies Bleeding (Frankreich) "Ex Nihilo" CD

Love Lies Bleeding - Ex Nihilo CD  


Label: CCP Records  (40 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2002   (299 verwandte Reviews)
Spieldauer: 50:35
Musikstil: Melodic Black/Death/Thrash   (481 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: MELODIC BLACK METAL
Homepage: http://loveliesbleeding.fr.st


Weitere Infos zu Love Lies Bleeding:
REVIEWS:
Love Lies Bleeding Ellipse
Love Lies Bleeding Ex Nihilo
INTERVIEWS:
Love Lies Bleeding - Liebe Als Trugbild, Das Leben Zu überstehen?
Mehr über Love Lies Bleeding in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

„Monumentaler orchestraler Black Metal...drittes Album der erfolgreichen französischen Band...pure Bosheit“...hört sich ja alles ganz gut an, was die Presseinfo hier von sich gibt, aber die Realität sieht mal wieder anders aus.
Erstmal die Fakten: LOVE LIES BLEEDING sind eine französische Black Metal Band, welche mit „Ex nihilo“ demnächst (genauer gesagt am 30.9) via CCP Records ihr drittes Album veröffentlicht und sich dem orchestralen, keyboardlastigen Black Metal verschrieben haben. In gut 50 Minuten werden hier 5 Songs dargeboten, verpackt in einen ansprechenden Sound und in ein recht befremdlich wirkendes Booklet, meint man doch beim Durchblättern, es mit einer Industrialband zu tun zu haben!
Kommt man jedoch auf die Musik zu sprechen, wird man förmlich dazu gezwungen, zwei ganz bestimmte Bands als Vergleichsmöglichkeiten heranzuziehen. Dieser Vergleich ist ungewollt, drängt sich aber schon nach den ersten Takten des Openers „Acedia“ unwiderruflich auf: Die Rede ist von CRADLE OF FILTH und DIMMU BORGIR. Ich weiß selber, daß dieser Vergleich so langsam etwas ausgelutscht klingt aber hört euch nur mal die Keyboards, das Schlagzeug (die CRADLE Seite) sowie die Gitarren und der Gesang (hier standen die neuen DIMMU BORGIR Pate!) an und ihr werdet mir nicht widersprechen können!
Man kann gar nicht anders, man muss einfach von Abkupferei sprechen, zu ähnlich klingen Arrangements und Sound, was in mir natürlich alles Andere als positive Assoziationen wachruft.
Glücklicherweise wird diese stilistische Ähnlichkeit nicht die ganze Zeit über aufrecht gehalten, im zweiten Lied „As chaos ceased to be“ beispielsweise bewegt man sich immerhin so weit von den offensichtlichen Vorbildern weg, daß man fast schon von ein wenig Eigenständigkeit sprechen kann. Eine nette Pianomelodie im Hintergrund und abwechslungsreiche Breaks gestalten diesen Song sehr interessant und entschädigen für das plakative Nacheifern im ersten Song.
Vereinzelte klare Männer- und Frauenstimmen verleihen dem gesamten Album einen sakralen Anstrich, welcher zwar gut gemacht ist aber ebenfalls alles andere als neu und unverbraucht klingt (diesmal fühle ich mich an AETERNITAS erinnert).
Irgendwie hat man hier fast die gesamte Spielzeit über den Eindruck, es hier mit einer Melange verschiedener orchestraler Black Metal Bands zu tun zu haben, welche sich gegenseitig beeinflusst haben und nun ein gemeinsames Album aufgenommen haben, was sehr schade ist, da der Wiedererkennungswert darunter natürlich extrem leidet!
Dass LOVE LIES BLEEDING auch anders können beweisen sie mit dem dritten Song „Waiting for my end“, welcher einen schönen ruhigen und mystischen Beginn aufweisen kann und durchaus zu gefallen weiß. Im Verlaufe des Stücks fällt die Band jedoch leider wieder in die ursprüngliche stereotype Bombastschiene zurück und klingt schlicht und ergreifend einfach nur langweilig.
Das abschließende 15-minütige „Ex“ stellt laut Info eine „Reise durch die Entwicklungsgeschichte der Schöpfung“ dar, welche ich mir allerdings interessanter vorgestellt hätte, als in sie diesem Lied dargestellt wird. Wenigstens drängen sich hier die oben erwähnten Vergleiche nicht mit der gleichen Vehemenz auf, wie in den anderen Tracks des Albums.
Natürlich muss man LOVE LIES BLEEDING attestieren, daß sie es durchaus verstehen, gute Songs zu schreiben und daß sie auch ihre Instrumente sehr gut zu beherrschen wissen, aber einen Großteil der Spielzeit hat man das Gefühl, die hier dargebotene Musik schon einmal gehört zu haben.
Auch ist es grundsätzlich nicht verwerflich, sich an Truppen wie DIMMU BORGIR zu orientieren, aber warum bitteschön nimmt man sich dann nicht die grandiosen Frühwerke („Stormblast“, wie es ja auch MYSTERIUM getan haben!) ebenjener Band zur Brust? Warum muss die Musik denn immer von „Enthroned Darkness Triumphant“ aufwärts beeinflusst werden?
Potential steckt jedenfalls definitiv in dieser Band, jedoch wird sie es nie voll ausschöpfen können, wenn sie sich auch weiterhin so offensichtlich im Fahrwasser der oben erwähnten Bands schippert! Hier muss ganz klar an Eigenständigkeit gearbeitet werden, ergo mehr Songs wie „Ex“ sollten zu hören sein!
Dennoch kann man diese Scheibe bedenkenlos jedem Liebhaber bombastischen, melodiösen und orchestralen Black Metals empfehlen, der es gerne auch mal mag, wenn die Keyboards etwas zu dick aufgetragen werden und melodieführend sind.
Puristen sollten allerdings die Hände davon lassen...


 
6.0 Punkte von Björn Springorum (am 26.09.2002)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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