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 Technocracy (USA) "_" CD

Technocracy - _ CD  


Label: Mausoleum Records  (100 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2003   (501 verwandte Reviews)
Spieldauer: 49:12
Musikstil: Nu Metal/Crossover   (247 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Nu Metal
Homepage: http://www.technocracynow.com
Weitere Links: http://www.mausoleum-records.com


Weitere Infos zu Technocracy:
REVIEWS:
Technocracy _
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Diskussion zum Review
im Forum

Man sollte eigentlich immer ZUERST die Platte hören und erst DANN den Presseinformationszettel lesen – also genau andersherum wie beim Arzt oder Apotheker. Wenn man im Falle der Amis TECHNOCRACY nämlich den Beipackzettel durchliest, läuft einem schon vorher das Wasser im Mund zusammen: Ein gewisser Phil, welcher u.a. schon bei MACHINE HEAD und VIO-LENCE war, mischt hier mit, liest man und von ‚Bay Area Music Scene' ... liest man und ...
Naja, die Mucke enttäuscht nicht gerade völlig, entpuppt sich dann aber eher als mittelmäßig. In der Gesamtanlage ziemlich midtempomäßig und unspektakulär plätschern die ersten Songs so dahin, ohne daß wirklich was hängenbleibt. Erst das Riff des dritten Stücks, ‚Naiad’, läßt aufhorchen, bevor das Stück wieder etwas verflacht. Dies liegt zum einen daran, daß man die Heaviness und Spannung, die man durch das Intro aufgebaut hat, durch ein durchhängendes Arrangement sofort wieder rausnimmt, zum zweiten an den völlig überflüssigen und unpassenden Elektronik-Dub-Samples, die immer wieder auftauchen und zu guter letzt am Schreihals, der mir von Track zu Track weniger gefällt. Trotzdem das bisher intensivste und beste Stück. ‚Replacements’: Wie gehabt: Schreihals (wenn er clean singt, ist es noch schlimmer ...), Bass-Dub-Sprengsel und so gut wie kein Spannungsbogen – animiert zum weiterzappen nach gut 1 ½ Minuten. Gleiches gilt für die nachfolgenden Stücke. Alleine dieses Rum-Gedubbe und –Gescratche geht mir tierisch auf den Sack. Sowas hat meiner Meinung nach im Metal nichts zu suchen. Diese hanebüchenen Auswüchse gipfeln in dem – rein elektrischen – ‚Lobotomy’, wo der armselige Versuch einer KRAFTWERK-Imitation gestartet wird. Jungs – da müßt ihr aber noch viiiiiieeeel lernen und erheblich ausgeschlafener werden. Solange laßt es bitte bleiben an dem Denkmal der 70er Jahre zu rütteln, ohne welches es die gesamte Techno-Musik gar nicht geben würde.
‚I Surviv’ hat dann wieder ein kerniges Riff und ist einer der erfreulicheren Tracks auf dem Album, obwohl die (hier vermutlich gesampelten) MINISTRY-Drums beim Original auch nicht so klingen wie ein knatternder Elchfurz ...
Das letzte Stück, ‚Cancer’ ist gleichzeitig das beste, weil hier der vielbeschworene Spannungsbogen vorhanden ist: Der Track beginnt sehr verhalten und man denkt schon, daß es eine Ballade ist, bevor brachial und unvermittelt Gitarrenwand, Rhythm Section und (leider) Schreihals einsetzen. Hier wurde komplett auf Samples verzichtet – nur am Ende geht das Stück in eine meditative TANGERINE DREAM-Passage über (Hidden Track 12), welche aber ganz gut funktioniert. Der Song ist richtig heavy und dadurch bleibt einem das Album besser in Erinnerung, als es in Wirklichkeit ist.
Soundtechnisch und handwerklich ist an der Scheibe nichts auszusetzen; die Jungs beherrschen ihre Instrumente und der Gitarrist (jener Phil, von welchem oben schon die Rede war) ist sogar richtig gut und schüttelt recht feine Riffs und vereinzelte Soli aus dem Ärmel. Eine Band funktioniert aber nur als Einheit und wenn gute Songideen vorhanden sind und umgesetzt werden können. Hieran muß noch gearbeitet werden.
Definitiv nicht meine Tasse Tee, aber Anhänger radiotauglichen Metals können ruhig mal reinhören. Mit einem kommerzielleren Deal, entsprechendem Marketing und MTV in der Hinterhand könnten die Burschen allerdings durchstarten. Solche Musik ist derzeit ‚in’ und wird von einer gewissen Klientel nahezu blind gekauft. Naja, das soll mich erstmal nicht kratzen ... 5,5 Punkte.

Tracklist:
1. Prognosis
2. Education
3. Naiad
4. Replacements
5. ATTK
6. Truth
7. Lobotomy
8. How We Di (das ‘e’ fehlt wirklich !)
9. I Surviv (das ‘e’ fehlt wirklich !)
10. Not Of This Earth
11. Cancer
12. ???

Line Up:
Phil Demmel: Guitars
Chris Addison: Bass
Brian Snyder: Keyboards
Mark Hernandez: Drums, Percussion
Steve Machado: Vocals, Programming

 
5.5 Punkte von WARMASTER (am 28.07.2003)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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4. EXODUS "The Atrocity Exhibition: Exhibit A"
5. FLESHCRAWL "Structures Of Death"
6. FLESHLESS "To Kill For Skin"
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1. SLAYER "Reign In Blood"
2. BOLT THROWER "Warmaster"
3. KAMPFAR "Mellom Skogledde Aaser"
4. BATHORY "Blood Fire Death"
5. THE BEATLES "Sgt. Pepper"
6. TANGERINE DREAM "Logos"

[ Seit dem 22.11.03 wurde der Artikel 5981 mal gelesen ]
 
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